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WeiĂźcnbach 170 MeiĂźenbach
Hai der Musik einen anderen besseren
Teri „Der erste Ton" unterlegt, ohne
dadurch die Komposition (in Beetho-
ven's Werken Op. 136) dauernd retten
zu können." — Nach seiner Rückkehr
aus Wien nach Salzburg schrieb WeiĂźen-
bach: „Mcinr Aeisr uim (5ungrk22. Wahrheit
nnd Dichtung" (Wien 1816, Wallishaufser),
mit vielen Nachrichten ĂĽber seine Eltern,
seine Erziehung und Bildung; die Ur-
theile ĂĽber dieses Buch stehen sich dia-
metral gegenĂĽber, die Einen rechnen es
zu den „verunglücktesten, Schöpfungen"
des Dichters, Andere wieder bezeichnen
es als sein „gelungenstes Werk"' —
„Teutania. Ein NenKniul der uergangenen nnd
Hllächenbnch der neueren Zrit" <Mien 18 l 3,
Anton StrauĂź), eine Sammlung semer
patriotischen Gedichte,, dem Feldmarschall
FĂĽrsten Schwarzenberg zugeeignet;
— „Na5 NurdrrsrlM. Qnitütr" (Salzburg
1813, Zaunrieth), die Cantate, zu wel-
cher der schon erwähnte Th. Susan die
Munk schrieb, kam in einer musicalischen
Akademie zur AuffĂĽhrung, welche zur
Feier des glücklich überstandenen Wochen»
bettes der Kronprinzessin von Bayern,
nach Geburt des Prinzen Ot to , spä-
leren Königs von Griechenland, gegeben
wurde; — „Ner erste Mai geleiert ;n Za!z-
bĂĽrg l^d" (Salzburg 1816, Mayr);
WeiĂźenbach brachte dieses Gedicht, als
Salzburg durch den am 14. April 1816
zu MĂĽnchen zwischen Oesterreich und
Bayein abgeschlossenen Vertrag — frei»
lich um seinen reichsten Getreideboden,
die am linken Salzach' und Saale'Ufer
gelegenen Pfleggerichte und Aemter:
Waging, Tittmoning, Teisendorf und
Laufen ärmer — an Oesterreich zurück»
gelangte; — „Andreas Hatcr'Z Fchutten
un Seinen NlliZrr nnd Zcin Vaterland am Hnldi-
gttugZtagl" ^Innsbruck 18 i 6, Wagner),
gedichtet, als am 30. Mai 1816 das wiedergewonnene Tirol dem Kaiser
Franz die Erbhuldigung leistete; ĂĽber
die Rekse selbst brachte das Gräffer'sche
„Co nversationsblatt" nur wenige Wochen
vor des Dichters Tode eine ausfĂĽhrliche
Beschreibung aus dessen Feder in dem
Aufsatze: „M i t t he i l ungen aus
einem Tage buche meiner Reise
von Salzburg nach Innsbruck zur Hul-
digungsfeier im Jahre 1816" jM.Jahr-
gang, 182l, Nr. 37 bis 42^>; —
„Neber den letzten Fund römi-
scher Denkmäler in und um Salz»
bürg", in der Schickh'schen „Wiener
Zeitschrift fĂĽr Kunst, Literatur und
Mode", 16. und 23. August 18!7; —
„Der 10. November 1816", Gedicht,
abgedruckt in der „Wiener Moden-Zei-
tung", 1816, Nr. 64, zur Ankunft der
Kaiserin Karol ineAug u ste; — „Zligen.
Nezchreibnng nlid Dichtung" (Salzburg 1817),
dem Raaber Bischof Ernst FĂĽrsten von
S ch w a r z enberg ^Zd. XXXI I l ,
S. 39^ gewidmet; — „Ueber das
christliche Fatum, als Grundprincip
des modernen Dramas", abgedruckt in
der „Wiener Modenzeitung", 181?,
Nr. 29, 33, 37 und 38; — „Nie EM-
nnng dcL St. I!lllMinr55ftiia!5 z:i Salzburg im
IllĂĽrc R.Z6" sSalzburg 1818, Mayr),
ein Vortrag, gehalten im Museum zu
Salzburg am 18. Februar 1818; —
„Ner Uaft'ee. Allradie zu Schüler's Glocke"
(18..). Von mehreren anderen einzeln
in Zeitschriften und Almanachen abge-
druckten Gedichten WeiĂźenbach's sehen
wir ab, da wir ja ohnehin mit Auf»
zählung seiner im Druck erschienenen
Arbeiten nicht eben zurĂĽckhaltend ge-
wesen. Seine Dichtergabe ist oft ange-
zweifelt und herabgesetzt und auch seine
Gelegenheitssängere: ihm verübelt wor-
den. Nun, es ist gewiĂź: in unsere Zeit
passen seine Dichtungen nicht; aber ihm
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Weil-Weninger, Volume 54
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Weil-Weninger
- Volume
- 54
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1886
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 346
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon