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Mcifzcnwolf, Thcodorich lDictrich) 184 WeiĂźenwolf (Quellen)
und dcr ^3. l7?^ envahlne Oberstlieutenant
sodann Graf WeiĂźen wol f bei Klcbeck-
Infanterie Nr. 14 ein und dieselbe Person
scien. In der Stammtafel ist ein mit dem
^btistlieutenani gleichzeitiger Graf Johann
lischt ersichtlich, wie ĂĽberhaupt seit dem be-
rühnttcn Iobann sNr. 13^ kein Träger
dieses TaufnanienĂĽ nirdr bis auf den iko^
verstorbenen Oberstlieutenant Grafen W e i ßc n«
wolf in der Famil'e vorkommt. ^ThĂĽr>
heim (Andreas Graf). Oedenkblätter aus
der Kriegsgeschichte der k. k. österreichischen
Armee (Wien und Teichen 188», Pwchaska.
gr. 8") Bo. I, S. 4N'.. Iadr 1«!^; 3. 421.
Iadr <«i:^ — l,i 3ticolaus ssiehe die de-
sondere Biographie 3,. i8ö^. — 16. Simon
Ungnad. ein Sohn J o h a n n s (IN.),
that anfand Kriegsdienste in Ungarn, ging
aber dann an den Hof Johann Nil>
Helms von Sachsen. Oanz im Geiste seines
Vaters setzre er den Druck der von dem«
selben begonnenen slavischen (glagolitischen
und cyrillischen) (Zlbauungsschriften fort. Cr
hatte seine wissenjchaftliche Ausbildung auf
der Hochschule ;u Wtttenbera, erhalten, zählte
.^u dcn evleuchiett".; Geistern seiner Zeit
und wirkte ^uch sonst ^ls Förderer der Wis>
sensckaiten. 2 i m o n war mir RattM-iim
Gräfin uon l-lll,'sse uerwilweten Johannes Oraf
Gleichen vermalt-, nnc dcr Tochler dieser Ehe
Anna Mar ia . welä,e (^'l^ristopl) Grafen
uoll ^ e in i li gen - Westerbura heiratete,
erlo,'ch im Manneöstamme die von I o-
l^ann (III.) in Tachsen gestiftete protestan<
liche ^inie seines Hauses. — 17. Tbeodorich
<>'der Dietrich), der l!o« starb, ist der Erste
dieses Ges6'lcchte5. der sich auf östeneichischrlu
Boden seĂźhaft machie. Er zog mit Kaiser
^onra) I I I . ll^? auö Franken, r>on roo
rigenlĂĽch das Geschlecht stammt, ge^en die
Zar^zem'n inö Keld und wurde vom Kaiser
im folgenocn Jahre, nachdem er sich in der
Tchlacht am Flusse Maeander ausgezeichnet
datte, zuni ^iiiter geschlagen. In seine Heimai
5urĂĽctget'rl'rt, ging er auf GeheiĂź des Bayem-
herzogä Eberhard, Bischofs von Bamberg,
uiit einigem Kriegsvolk nach Kärnthen, um
daselbst während der Zwistigkeiten. welche
zwischen den Herzogen von Bayern und
Äärniben aufgebrochen waren, die bischöflichen
GĂĽter zu beschĂĽtzen. Tbeodorich schlug nun
in Kärttthen bleibend seinen Wohnsitz auf und
^elluälrc sich mit Agall)l.', einer Tochter Sieg«
frledö von Hartenbera. welche idm drei
H^hne gebar: .3 i e g m u >? 2 , d»r als Nitter vom heiligen Grabe unvermält blieb. Gott
h ard. welcher mit Kaiser Friedrich I. ins
gelobte Land zog. wo er jl8!) vor drm
Feinde fiel, und GĂĽnther, der von Kaiser
Heinrich VI. 1191 zum Ritter geschlagen
wurde und mit Susanna, einer Tochter
H cinrich s Grafen uon G ĂĽ ssi n g. dav Ge^
schlecht fortpflanzte. — 18. Wölfing Un°
gnad lebte im ersten Vieitel des fĂĽnfze^ntl'li
Jahrhunderts. Wessen Sohn er war. läßt sich
nicht genau feststellen. Wahrscheinlich ist er e n
Vrudrr I o h a n ns (11 ) und (^ h > istop h s
Auf dem Turnier zu Scraubingen im Iabre
1424 vertrat er die ritterliche Ehre des kärnth-
nerischen Adels mit so vielem Glänze, daß
ihn Herzog Albrecht von Oesterreich selbst
m!t dem Beinamen „des Tapfern" begrüßte.
Nö l f i ng (wohl gleichbedeutend mit Wolf«
gang oder Wolfhart ) , war auch ein
warmer Freund der Dichtkunst und legte
selbst manche von ihm gepflanzte Blume auf
den Weihaltar der Muse nieder. W öl f ingö
Gcmalin dinfte Elil'»öellj von Arrilh sein.
^Carinthia (.ttlagenfurter Unterhaltungs«
blatt. 4".) 42. Iahrg,. 28. März 1832. Nr. 24.
S, !>4. im Aufsatz: „Kurzgefaßte Geschichte der
Entwicklung der literarischen Zustände in
Kärnthen". Von P. A. Budik.^
III. Wappen. Gevierter Schild l : in Roch
ein springender silberner Wolf <da6 Stamm»
wappen des Geschlechtes); 2 und :t: in Blau
e:ne schwarz ausgefugte silberne Mauer mit
drei Zinnen, durch (Honrad (siehe diesen unter
den denkwĂĽrdigen Sprossen der Familie S. l80
Nr. 6) errungen; 4: in Roth zwei aufgerichtete
silberne Bracken, welche mit dem RĂĽcken
gegeneinander gekehrt und mit an ihren gol-
denen Halsbandern befestigter Leine zusammen»
gekoppelt sind. Auf drm Schilde erheben sich
drei gekrönte Turnierhelme; aus der Krone
des rechten wächst der silberne Wolf, der
mittlere trägt in einem Gold über Vlau ge»
theilten offenen Flug mit gewechselten Farben
zwei silbern und roth getheilte Hörner; aus
der Krone des dritten Helmes wachsen die in
dein 4. Felde beschriebenen Bracken hervor.
Helm decken. Der rechte Helm hat rothe
mit Silber, der mittlere blaue mit Gold, der
linke rothe mit Gold unterlegt.
IV. (Quellen. Hohe neck. Beschreibung uon
Oberösterreich. Bd. I I , S. 7«6 und 782. —
Dresser. Ungnadische Chionika (Leipzig
!<lO'.'). — H el ld ach (Ioh. Christian von).
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Weil-Weninger, Volume 54
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Weil-Weninger
- Volume
- 54
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1886
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 346
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon