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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Volume 54
Page - 228 -
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Welliug 228 Melling eines solchen Anklanges, daß es feit 1826 auch auf dem Alt- und Neustadter Gottesacker in Wolschan begangen wird. 4843 fand es noch statt und wurde da- mals öffentlich in einem Blatte beschrie« ben. Ob sich die schöne Sitte erhallen hat, wissen wir nicht. Wie Nag!er be- richtet, hätte Welleba, der im Alter von 71 Jahren starb, schöne Zeichnungen von Landschaften hinterlassen. Annalen der Literatur und Kunst des In» und Auslandes (Wien. Anton Doll. 8".) Jahrg. 18ll. Bd. IV, S. 53l lheihr da- selbst irrig Welluba). — Oesterrei- ch i s ch e National ' Encyklopädie von Gräffcr und Czikann (Wien i835, 8°.) Bd. VI, S. 68. — Fr an kl (Ludwig Aug.). Sonntagsblätter (Wien. 8°.) I I . Jahrgang (1843) S. 525: „Kirchhof und Frühling. Ein Maifest in Prag". — Nagler (G. K. vr.) Neues allgemeines Künstler-Lerikon (Münchm l833 u. f.. E. A. Fleischmann, 8") Bd. XXI, Wellenburg Karl Lanjus Graf, siehe: Lanjus von Wellenburg, Karl Ludwig Graf Md. XIV, S. Wellenhciul, siehe: Welzl von Wellen- heim sS. 261 dieses Bandes^. Welling, Heinrich Freiherr von (k. k. Hauptmann, geb. zu Oberinzing, einem Gute seines Vaters in Württem» berg, am 29. August 1?72, gest. in Salzburg am 16. Juni 1834). Sein Vater, der Sproß einer alten rheinlan« dischen Familie, war Oberstlieutenant in damals herzoglich württembergischen Diensten. Zwölf Jahre alt, kam H ein« rich in die durch Schiller, Streicher und Andere berühmt gewordene Karls- schule. Im Alter von 19 Jahren trat er in österreichische Dienste, und zwar in das k. k. Infanterie Regiment De Vaur, in welchem er die Feldzüge gegen Ende des vorigen Jahrhunderts als Fähnrich mitmachtr. Dann focht er noch in den Kriegen 1803—1309 und fand Gelegen- heit, sich in Tirol auszuzeichnen. Zum Hauptmann befördert, kam er als Adju- tant zu Baron Kerpen, Inhaber des Regiments Nr. 49. Als dieser in den Hofkriegsrath berufen wurde, folgte er ihm in gleicher Eigenschaft. Als aber derselbe dann feine Stelle niederlegte, kehrte Well ing zum Regimente zurück, mit welchem er noch den letzten franzö- fischen Feldzug zum Theile mitmachte, bis ihn fortdauernde Kränklichkeit nöthigte, aus den Reihen der activen Armee zu treten. Bald darauf, 1820, vermalte er sich mit Victor ia, Tochter des Arztes Dr. Wenger, mit welcher er Wien, wo er bisher gelebt, verließ und als großer Freund der Natur in Salzburg seinen bleibenden Aufenthalt nahm. Daselbst brachte er, mit Mathematik, Kriegs« geschichte, Geographie und Statistik beschäftigt, viele Jahre in völliger Zurück» gezogenheit zu, bis er im Alter von 72 Jahren, als der Letzte seines Ge< schlechtes und als d^r letzte Karls- schüler, starb. Zur Zeit, als der König von Württemberg seine auswärts die» nenden Unterthanen zurückrief, forderte er auch den in österreichischen Diensten stehenden Well ing zur Rückkehr auf, die Drohung beifügend, daß derselbe im Falle der Nichtbefolgung dieses Befehles seines Vermögens verlustig erklärt würde. Da schrieb We l l ing selbst an den König uud drückte sein Bedauern aus, dem Befehle seines Herrschers nicht Folge leisten zu können, indem er die öfter» reichische Fahne, welcher er Treue geschworen, nie verlassen werde, und was sein kleines Vermögen betreffe, so müsse er sich dem unterwerfen, waS der Monarch darüber verfüge. Der König handelte als solcher, ertheilte Well ing die Erlaubniß zu bleiben und beließ ihn
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Volume 54
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Weil-Weninger
Volume
54
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1886
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
346
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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