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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Volume 54
Page - 246 -
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Page - 246 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Volume 54

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Welspcrg 246 Welsperg (Genealogie) Johann Nepoinuk war zweimal ver heiratet: zuerst mit Anna Gräsin vor Taris und nach deren frühem Tode mit Karoline Gräsin von Wolkenstein Trostburg, der Witwe des letzten Freiherrn (5olonna-Völs. Aus keiner der beiden Ehen hatte er Nachkommen erhalten. Bcandis (Clemens Graf). Ioh. Nep. Graf Wels per 6-.. Ein Veitrag zur uaterlän dischen Geschichte in den letzten Jahren des vorigen und den ersten des gegenwärti Jahrhunderts (Innsbruck 1t>54, Wagner, 8".. 161 S.) ^bildet auch das vierte Heft der dritten Folge der „Zeitschrift des Ferdinan deums für Tirol und Vorarlberg", welche von dem Verwaltungsausschusse desselben herausgegeben wird). — Mor igg l (Alois). Einfall der Franzosen in Tirol bei Martins druck unc> Nauders im Jahre 17W (Inns brück I85ö. Wagner, 8") 3. 22. I. Zur Ecnealagic der Vrafen Welsperg von Naitenau und Primör. 55b diese Familie aus Etrurien stamme, uon da vertrieben in den Schluchten der rhätischen Alpen Zuflucht ge. funden, sich unweit (5lM am Rhein ein Tchloß gebaut, das dann dcr Strom unter- wühli und endlich zerstört habe, worauf sie sich nach Tirol begeben und dort eine feste Stätte gegründet, das Alles wollen wir nicht untersuchen, sondern diese historische Maul' wurfsarbeir der in dieser Richtung Großes leistenden Sippe der Genealogen überlassen. Wir ireten an das Geschlecht heran in dem Momenie, da eü auf historischem Boden stehr. und dieser befindet sich in Tirol, wo einige Stunden uon Bruneck daü Dorf Wels« berg und im Umfange der nicht zu fernen Gemeinde Taisten das Schloß Welsberg, oiMt.' Zweifel die Stammburg des colm und ritterlichen Geschlechtes, liegt, das noch heu:e fortblüht. Urkundlich nachweisbar ist , dasselbe nur biö in die erste Hälfte des zwölften Jahrhunderts, wo zwei Brüder, Otto und Schwikher oon Welfesberg, ewähntes schloß 1140 erbauten. Die Ge- nannten erscheinen auch um diese Zeit als Zeugen bei Schenkungen an das Augustiner Chorherrenstift Neustift und selbst als dessen Wohlthäter. Dies im Pusterthale eine Stunde von Brirm gelegene Kloster gehört zu den bedeutenderen Tirols, sein Vorsteher ist infu> lirter Propst und iirolischer Landstand. Außer der ihren Namen tragenden Stammburg be- saßen die Welsberg in Tirol noch mehrere Ansitze, welche mit der Zeit auf andere Fa- milien übergingen, und nach diesen Gütern führten sie auch, so lange sie im Besitze der- selben waren, den Namen; so besaßen sie.- das unweit des Dorfes Zell gelegene Zel l ' bürg, welches Felicitas von Welsverg (gest. 167i>) ihrem ersten Gemal Andra von Rckordin zubrachte; dann Zel l heim, das 144« durch Anna von Welspcrg an die Tirolcr Liechtenstein überging; Pr imor (auch Kastell di Pietra genannt), welches, nachdem es manchen Wechsel des Besitzes erfahren, im Jahre 1401 Herzog Leopold seinem Kammermeister Georg von Wels' perg gegen Erlag von 4006 Goldgulden zu Lehen gab; die Wels perg schreiben sich noch heute nach dieser Herrschaft, obwohl sie dieselbe nicht mehr besitzen; ferner das auf dem Toblocher Felde gelegene Schloß Ligöde. nach welchem sich die Herren von Welfeä« borg die von Ligöde nannten'; das in der Pfarre Taisten gelegene, 1503 noch dem Ritter Hans von Welsperg gehörige Schloß Tdurn. dessen (Haplaneibenefirium. nachdem am lö. Mai I7üo das Schloß ein Rand der Flammen geworden, in dic Pfarre Taisten überging, wo der eigene Wels ' p e r g'schc Veneficiat noch heute besteht; schließlich den Ansitz Englös. — Die Wels- perg waren immer große Wohlthäter drr Kirche, so schenkte Heinrich von Wels- pcrg 1241 dem Kloster Willen seinen Hof in Tschöus bei Sterzing; 1237 der Kirche in Inichen den Hof Unterft'lden in Villgratcn, 123!) ein Gut auf Kolles; i:l28 machte N i - colaus von Nelsverg eine Schenkung auf den von ihm gestifteten' Heiligengeistaltar in der Pfarre Taistcn. über welche I:j:j4 Bischof Albert von Buren drn Hcrren oon Wels« perg das Patronat verleiht, „weil der ehr» bare Ritter N ik las von W elsperg zu der Kirche in Taisten. wo er auch begraben, viel Besserung gethan"; 5pankraz von Wels' perg, Pfarrer in Briren, zuletzt Pfarrer in Fossa, stiftete zur Frieohofscapelle in Brixen ein Beneficium und gab da^u ein Haus in der Nunggaden; Siogmund von Wels» verg. Marschall des Erzherzogs Siegmund. 1498 Oberstfeldhauptmann des Kaisers Ma< r im i l ian und Obersthofmeister der Kaiserin Blanca Mar ia , Maximi l ians zweiter G^malin. stiftete.in der Pfarre zu Innsbruck,
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Volume 54
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Weil-Weninger
Volume
54
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1886
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
346
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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