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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Volume 54
Page - 250 -
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Page - 250 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Volume 54

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Welsperg, Wilhelm 250 g) Wilhelm Jahren 1848 und 1849 das Militär-Verdienst' kreuz mit der Kriegsdecoralion und im Feld« zuge 1866 in Italien und Böhmen das Ritterkreuz des Leopoldordens, außerdem in Würdigung seiner vieljährigen Dienste im «Henirfachc bei Gelegenheit seines Ileberirittes in dm Ruhestand 1874 den Drden der eiser- nen Krone zweiter Classe. — <>. Tiegmund (gest. um <3<13) erscheint in den durch das Prachtwerk „Ireydal" verherrlichten Turnier- spielen des Kaisers Mar I>, des letzten Ritters. Ein 3ohn Balthasars aus dessen Ehe mit Barbara von Liechtenstein, waltete er 1488 als Pfleger zu Thaur. erhielt 14'.>1 da>) Tckloß P'.'rsen auf Lebenszeit, wird am 2.5. Juli 1491 als Marschall ge- nannt und war Mar im i l ians I. Kam> merer. Ratd, Oberstfeldhauptmann von Tirol und Oberstt-^fme ster Blanca Mar ias, der zweiten Gemalin dieses Kaisers. Er hatte sich zweimal vermalt: in erster Ebe mit Elisabeth von ^nivenstel» aus Elsaß, in zweiter mir einer von Ao»ig5eck. Tiegmund liegt in der Pfarrkirche zu Innsbruck begraben. Im „Frey- dal" erscheint er in mehreren Nennen und einem Stechen mit dem Kaiser abgebildet. sFr eyoal Des Kaisers Marimilian I. Turniere und Mummereien. herausgegeben... unter Leitung des k. k. Oberstkammerers Feldzeugmeisters Franz Grafen Folliot de Erenneville von iDuirin Leitner iWien l,«<8<»—1882, gr. Fol.) im Register der im „Freyoal" vorkommenden Personennamen, p. X(^IX und 0; im auiographirlen Na« mensuerzrichniß Blair I I , 1^ (bib), 0 (di«), ? und in den Tafeln 9, 29, !><), 70, 121 und 217.^ — 7. Wilhelm Freiberr von «geb. im Tchlosse Rooereto am 1«. Februar l^8'». gest. zu Bruneck am 27. Ätarz 1641). Ein Tohn des Freiherrn Christoph und Albrrt inens Freiin von Fu gg er-Ki rch- berg. wurde Wi l helln, defsrn Vater da- mals Tckloßhäuptmann zu Rovereto war, mir 18 Jahren in das deutsche Kollegium zu Rom geschickt, wo er die kleineren Weihen empfing. Früder schon. 1601. yarte er ein !>'anonicat in Talzburg erhalten. Dann, 1604. wurde er Kanoniker zu Briren und ii>27 Dekan zu Salzburg, wo er auch Mitglied des fürstlichen Hofrathes und einige Zett Präsi- dent desselben war. Am 22. November 1028 fand seine Wahl zum Bischof von Briren statt. Päpstliche Bestätigung, bischöfliche Weihe und Empfang der Regalien folgten in kür- zeren Zeiträumen. Im Mär; 1630 reiste der neue Bischof nach Veldes in Kram. welches Kaiser Heinrich der Heilige am itt. April 1004 dem Bischof Albuin von Briren ge» schenkt hatte. Dieser Besuch hatte seine man» nigfaltigen Folgen. Da die Herrschaft Veldes schon seit dem zwölften Jahrhundert ver» pfändet gewesen und es bis zu Ende, des sechzehnten geblieben, so waren ihre welt- lichen und kirchlichen Angelegenheiten in einen beklagenswerthen Zustand gerathen, den zu beseitigen des Bischofs Wi lhelm nächste Auf< gäbe bildete. Namentlich hatte gerade in Veloes die Lehre L u t h e r's fester denn irgendwo anders Eingang in Kram gefunden ; wurde doch von der Verordnetenstelle selbst in der bischöflichen Herrschaft zuweilen ein protestantischer Prediger eingesetzt. Das hatte mitunter die traurigsten Folgen, mdem die Vrirener Bischöfe dagegen Schritte thaten. Vermügensronfiscationen, zahlreiche Auswan» derungen blieben nicht aus, und die Perhält' nisse daselbst geriethen in völligen Verfall. Dem Allen suchte nun Bischof Wi lhelm abzuhelfen. Durch seinen Kanzler Balthasar und den Nach des Hochstis'tes Rudolf Hil» debrand ließ er die Herrschaft im ganzen Umfang in sittlicher und reliaiöser Beziehung sorgfaltig untersuchen und die Vorschläge zur nöthigen Abhilfe sich erstatten. Unter dem neu eingesetzten Verwalter Adam Pipan wurde dann auch das Gemeinwesen von Veldes allmalig ganz geordnet, insbesondere die Industrie der Eisenwerke Oberkrains ge- Hoden nnd zu diesem Bel)ufe der Holzbezug aus dcn herrschaftlichen Waldungen will» fährig gestattet. Aber auch iiu bischöflichen Tprengcl von Briren gad es schwere Arbeit. Im Herbst 163«) trat in Oberitalien die uer- beerende Pest auf und bedrohte das Bis' thum, in welchem uun Bischof Wi lhelm alle 'Anstalten zur Abwehr der 2euche treffen ließ. Neberschreitlingen der Machtuollkommen' heit. welche sich der bis dahin bestehende bischöfliche Generalvicar erlaubt hatte, be> stimmten ihn, daö Vicariatsamt abzuschaffen und an dessen Stelle das bischöfliche <5 onsi st orcu m einzusehen, so daß dein will» lürlichcn Gebaren des Einzelnen durch sorg» fältiges Berathen und Prüfen einer Körper» schaft ein Halt geboten wurde. Indessen blieben die politischen Wirren, das Vordrin» gen der Tchweden in Deutschland nicht ohne Einwirkung auf das Bisthum, welches, als die Anstalten zur Vertheidigung Tirols ge« troffen wurden, denselben sich nicht entziehen
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Volume 54
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Weil-Weninger
Volume
54
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1886
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
346
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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