Web-Books
in the Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Lexika
Wurzbach-Lexikon
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Volume 54
Page - 268 -
  • User
  • Version
    • full version
    • text only version
  • Language
    • Deutsch - German
    • English

Page - 268 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Volume 54

Image of the Page - 268 -

Image of the Page - 268 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Volume 54

Text of the Page - 268 -

Menckheim, Christine 268 Menckheinr, Ladislaus Baptist ist der Großvater der nachmaligen Freiherren und Grafen von Wenckheim. -— 6. Joseph Freiherr von s^iehe die oeson- dere Biographie S. 270). — ?. Em Joseph Baron Wenckheim, dessen Andreas Graf Thürheim in sc'nem Werk?: „Die Reiter» Regimenter der k. k. österreichischen Armee" (Wien 1862. Geitler. gr. 5".) Bd. I , S. 27? gedenkt, diente 1799 als Oberlieutenant bei Württemberg-Kürassieren Nr. 11 und verlor im italienischen Feldzuge genannten Jahres in einem der Gefechte, welche im Monat September im Venetianischen statthatten, durch einen Schuß das Leben. — 8 Joseph Graf Wenckheim (geb. zu Grab 28 Oct. 1734. gest. zu Wien am 3. Sept 1803). Der ältere Bruder des Freiherrn und Maria The» resien'Ordensritters Franz Xaver, dessen Lebensskizze S. 269 mitgetheilt wird. trat er gleichfalls in die kaiserliche Armee, und zwar in das vaterländische 1809 rcducirte Infanterie«Regimrnt Heinrich Joseph Graf Daun Nr. 45. In demselben rückte er stufen« weise vor, ward 1762 zum Major befördert und als solcher im genannten Iadre in der Action bei Teplih verwundet. 1773 wurde er Oberst im Negimente. l?83 Generalmajor 1790 Feldmarschall-Lieutenant. 1791 zweiter Inhaber des Infanterieregiments Nr. 22 Im Feldzuge 1793 kämpfte er unter De Vins in't Auszeichnung und erhielt wogen ö3jäh' riger Dienstleistung mit Diplom vom 9. April 1802 die Grafenwmde. J o s e p h Graf Wenckheim war mit Tljereft geborenen Freiin Gruber vermalt, aus welcher Ehe drei Söhne hervorgingen: Franz. der in jün» geren Jahren starb. Joseph Anton, dessen Zweig nur in weiblicher Linie fortblühte, da der Graf aus drei Ehen nur eine Tochter, die Comtesse Christine, hnterließ, welche sich am 18. Juni 1872 zu Pesth mit dem Grafen Friedrich, dem Enkel seines jüngsten Bruders Franz Seraph, vermalte; und der eben genannte Franz Seraph, der mit seiner Gcmalin B a r b a r a Gräsin Päl f f l ) dauernd die gräsliche Linie fort« :stanzte (vergleiche die Stammtafel). Graf Franz Seraph starb zu Hietzing bei Wien und wurde auf dem dortigen Ortsfriedhof beigesetzt, wo sich über seinem Grabe ein prächtiges Denkmal erhebt — 9. Ueber eine Gräfin Christine Wenckheim bringt die ungarische illustrirte Zeitung „kl2,F?a.roi'5xä^ 63 nas? viläx", d. i. Ungarn und die große > Welt (Pesth. kl. Fol). vom 30. Juni 1872. ! Nr. 26 eine biographische Skizze nebst Holz» schnittporträt nach einer Zeichnung von Zos. Marastoni. Wahrscheinlich ist es die reiche Erbtochter des Grafen Joseph Anton und nunmehrige Gemalin ihres Vetters Friedrich. Leider konnten wir in das illu« strirte Vlatt nicht selbst einsehen. — itt. La- dislaus Freiherr von Wenckheim (geb. 21. Juni 1814). Dieses Geburtsdatum gibt das „Genealogische Taschenbuch der freiherr» lichen Häuser" an, nach Ivän Nagy's nHl3,37Nloi-32äF 033,1 ääai esillisrskksi ss nem-ski-euäi täbläkk^" Bd. XII, S. 140 ist der Freiherr am 22. Juli 1814 geboren. Ladislaus ist ein Sohn des Freiherrn Joseph aus dessen zweiter Ehe mit The« rese Freiin von Orczy und ein Bruder des Frciberrn B6la. ungarischen Ministers am kaiserlichen Hoflager. Als durch die I^ittoras i-kFaIo3 6c!n. Wien 14. Februar 1861 der ungarische Landtag nach zwölfjähriger durch die Revolution verursachter Pause auf den 2. April genannten Jahres nach Ofen ein» berufen wurde, nahm er als Baron seinen Sitz in drr Magnatentafel cin. In derselben sprach er in der Sitzung des Oberhauses vom 19. Juni 1861 für die Adresse. (Man uer» gleiche zum Verständniß der Sachlage die Biographie des Abgeordneten Paul Iämbor I M X, S. 60)). In seiner Rede finden sicb die denkwürdigen Worte: „Nicht das ist unser Nuhm, daß unsere Ahnen jenes Land eroberten und behaupteten, das jetzt Ungarn genannt wird, sondern unser Nul'm besteht darin. daß. nachdem so viele mächtige Na« tioncn ihre Freiheit nicht wahren konnten, wir selbst unter den schwierigsten Verhält« nisscn in der Wüstenei der Knechtschaft dem konstitutionellen Leben eine Oase erhalten haben, so daß lange Zeit hindurch das Asyl des Constitutionaliswus zwei Endpunkte in Europa: England und Unga:n waren." Gewiß sind diese Worte wahr; aber wahr ist es und bleibt rs auch. daß die Ungarn oft genug sich als Rebellen gegen ihren rechtmäßigen König erhoben haben, von welchem Rechte zu rebelliren weder in ihrer noch irgend einer Con< stitution eine Sylbe steht; daß die Ungarn die Erbfeinde des Christenthums, die Türken, ins Land riefen und dadurch d'e Millionen des ganzen Continrnts der Gefahr aussetzten, von den Füßen der Osmanen zertreten zu werden; und daß es das cisleithanische Oester- reich vereint mit den anderen Ländern Deutsch» lands gewesen, welche Ungarn aus den
back to the  book Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Weil-Weninger, Volume 54"
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Weil-Weninger, Volume 54
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Weil-Weninger
Volume
54
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1886
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
346
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
Web-Books
Library
Privacy
Imprint
Austria-Forum
Austria-Forum
Web-Books
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich