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Jandonllti 161 Zanella
haltend Medaillen, Edelsteine, Cameen,
Münzen, Gedenksteine, antike Gefäße,
Werkzeuge u. d. m. Zandonati er»
freute sich der besonderen Huld des Erz.
Herzogs F e r d i n a n d M a x , nach«
maligen Kaisers von Mexiko, und Seine
Majestät Kaiser Franz Joseph zeich,
neten den unermĂĽdlichen Forscher mit
dem goldenen Verdienstkreuz mit der
Krone aus. I n seinem Fache warZan<
donati auch schriftstellerisch thätig und
gab heraus: „A««'^a sl^eca cis^'an-
/ie« ^ui/s/a" (Görz 1849, 230 S.,
8^.), mit einem Prospect der Basilica
von Aquileja und mit 100 Inschriften
aus allen Zeiten' dazu gehört noch als
Anhang die Schrift: „vei
ä'^huilsja. äa Qi2.n.03critti. äsi
Vino. 2a.näoli^ti ä'^huils^n,. I^ idi-i
tls", von Gio. Gius. Capodaglio
(Trieft 18ö2, 77 S.); sie wurde auf
Veranlassung des Alterthumsforschers
D. Kandler herausgegeben und stand
zuvor in der Zeitschrift „Istria" 1832,
Nr. 23, 28 und 29 abgedruckt. Eine
andere später gedruckte Arbeit Zando»
nati's führt den Titel: „^a H'<8??-u6lo«6
c?/ ^FUl7s/K". Die Erwerbung seiner
Sammlung durch die Stadtgemeinde von
Trieft lenkte die Aufmerksamkeit auf eine
andere von Franz Grafen Castris an«
gelegte gleichfalls AlterthĂĽmer Aquilejas
umfassende Sammlung, welche noch
reicher und vollkommener sein soll als
jene Zandonati 's und noch 1872 ver-
geblich („Neue Freie Presse" 1872,
Nr. 2713 in einem Eingesendet) auf
einen Käufer wartete.
Wiener Sonntagsblat t . Beilage des
„Osten" (Wien. 4".) I I I . Jahrg.. 12. Juni
j87tt. Nr. 24: „Der Altertumsforscher Zan«
donati in Aquileja". — Neue F r e i e
Presse (Wiener politisches Blatt) l870.
Nr. 2U67. 2083 und 27l3: „Zandonati's
Museum von Aquileja". — (Gratz^r) Tages«
o. Wurzbach, biogr. Lerikon. LIX. ^Gedr Post. j869 Nr. 297: „Aquileja und das
Museum Zandonaii".
Zanellll, Giacomo (italien. Poet,
geb. zu Chiampo im Vicentinischen
1820). Die Schulen besuchte er noch zur
Zeit der österreichischen Regierung, in
welche auch zum größeren Theile seine
lehramtliche Thätigkeit fällt. Nachdem er
im Seminar von Vicenza seine Studien
beendet hatte, wandte er sich dem Lehr-
amte zu und trug daselbst zuerst Rede-
kunft und Philosophie vor. 1837 wurde
er Professor der Philosophie und italieni»
schen Literatur am Lyceum zu Santa
Catarina in Venedig. Schon im folgen-
den Jahre kehrte er als Director des
Lyceums nach Vicenza zurĂĽck und kam
in gleicher Eigenschaft 1862 an jenes
von Padua. 1866 zum Professor der ita»
lienischen Literatur an der dortigen Univer'
sität ernannt, bekleidete er 1871/72 die
RectorwĂĽrde an derselben, worauf er sich
aus Gesundheitsrücksichten ins Privat»
leben nach Vicenza zurĂĽckzog. Alte
Sprachen und Philosophie waren seine
Lieblingsstudien, nebenbei betrieb er auch
mit groĂźem Eifer Naturgeschichte und
moderne Sprachen. Mit seltener Voll«
endung in den Geist der Originale ein»
dringend, übersetzte er griechische, latei»
nische, englische, spanische und deutsche
Dichtungen. Zuerst trat er mit seinen
Arbeiten in der in Mailand heraus»
gegebenen Zeitschrift „Orevugoulo" auf,
welches von Tenca redigirte Blatt sozu»
sagen seit seinem Erscheinen im Jahre
1850 eine Art literarische Morgenröthe
Italiens verkĂĽndete und nicht nur die
besten, sondern auch die freisinnigsten
Talente vereinigte; und dann in der von
De Gubernatis redigirten „Oiviltä.
itaiiana") in welcher 1863 sein schönes
Gedicht „^a (7oncHl'F?t'a /ossi/s" ge>
druckt stand. Von seinen bisher im Druck
20. März 1890.) 11
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Volume 59
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Wurmser-Zhuber
- Volume
- 59
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1890
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon