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Janini, EmĂĽie Marie Zanini. Emilie Marie
streu gung im Dienste geschwächten Ge
''undheit wurde er von Kaiser Franz I I .
am 29. October 15533 mit vollem (
halle in den Ruhestand gesetzt. Er genoĂź
denselben nur kurze Zeit, da er schon
naä? zwei Jahren am Zehrfieber starb.
Im Druck erschienen von ihm: „Wurbi-
.MZ d?r U ern'zcheil NethĂĽlle. Wunden ^n be-
iMöeln" (Wien t8l0, 2. Aufl. 18l2, 8<>.),
Vincenz Ritter von Kern war ein aus«
gezeichneter Wiener Arzt, besonders
Wundarzt Md. XI, S. 18?^. — ^Var-
ltlllnng blutiger Hrilknn5tlell5chrl Gperatilluen,
2iz Leitfaden zn leinen ĂĽkallemizchell Vllrleznngen
uilb kĂĽr operative HeilkĂĽnztler btllrbritet",
4 Theile Wien 1. und 2. Theil mit
lj KK. 1813. 2. und verm. Aufl. ebd.
t8l7; 3. Aufl. 1820; — 3. und 4. Theil
mit 9 KK. 1819—1821, Beck, gr. 80.-,
alle 4 Theile 14 Thaler 12 Gr.). Der
erste Band dieses Werkes ist in italieni»
scher Uebersetzung von G. B. Manfre-
dini 1820 zu Modena erschienen. Zang
war k. k. Rath, correspondirendes Mit>
glied der medicinischen Facultät zu Paris,
der physicalisch.medicinischen Societät in
Erlangen und der Gesellschaft für Natur«
Wissenschaft und Heilkunde zu Heidelberg.
Sein Sohn ist August Zang ssehe
den Vorigen^, der GrĂĽnder des Wiener
Blattes „Die Presse".
Neuer Nekrolog der Deutschen (Weimar
li^7. Voigt, 8«.) X I I I . Jahrg. (!833).
I I . Theil. S. 12N6. Nr. lttSs. — Hirschel
(Bernhard Dr.). Geschichte der Medicin von
dcn Urzeiten bis auf die Gegenwart, mit
besonderer BerĂĽcksichtigung der Neuzeit und
der Wiener Schule. Zweite umgearbeitete
und vermehrte Auflage (Wien l862. Vrau»
mĂĽller. gr. 8<>.) S. 332. 333. 338.
Hllllini, Emilie Marie (Dichterin
geb. in Wien l809, gest. daselbst am
25. März i83l). Die Tochter eines
k. k. niederösterreichischen Regierungs« beamten, verlor sie ihren Vater, als sie
16 Jahre zahlte. Sie erhielt den gewöhn»
lichen Unterricht und auĂźer diesem noch
den in der französischen Sprache. Früh
zeigte
sie Neigung und Talent zur Poesie,
und im Alter von zehn Jahren schrieb sie
schon Verse, die eine seltene geistige Reife
bekundeten. In ihrem fĂĽnfzehnten Jahre
erschien ihr erstes Gedicht „Gunilde" in
der Bäuerle'schen „Theater>Zeitung"
ll325, Nr. 34^. Es war des Vaters
höchste Freude vor seinem bald darauf
erfolgten Tode. Nun erst leitete die
Mutter die Lecture des Madchens, das
jetzt die Dichtungen von Klopstock
und Ramler, dann von Schiller,
Goethe, Tiedge und Wie land ken«
nen lernte. Auch erfreute es sich bei
seinen Arbeiten des fördernden Rathes
von Professor A. Stein. Ios. Gab.
Seidl und Castelli. Eine bedenkliche
Bruftkrankheit, die sich Ende 1830 zu
zeigen begann, entwickelte sich aber so
rasch, daĂź Emil ie schon nach wenigen
Monaten im Alter von erst 22 Jahren
derselben erlag. Aus ihrem Nachlasse
gab ein F. W. Iagg i einen Band, be>
titelt: „MlliMilchen. Oiue Sammlung llon
Novellen n. s. m." Wien 1834, Franz
Tendler, 8^.) unter ihrem sclbftgewählten
Pseudonym Emmy heraus. Biographie,
Vorwort und die ganze Redaction des
Büchleins verrathen große Geschmack»
losigkeit. Der Band enthält vier Erzah»
lungen in Prosa: „Kränzel-Märtchen",
„Rache und Sühnung*, ,Leben für
Leben" und „Heldenmuth aus Liebe*
und sechs poetische Erzählungen. Die
zahlreichen Mängel in Styl und Ortho-
graphie fallen nicht der Dichterin, son-
dern dem Herausgeber zur Last, der sich
auch nicht die MĂĽhe gab, die zerstreuten
mitunter sehr sinnigen kleineren lyrischen
Arbeiten der wirklich begabten Dichterin,
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Volume 59
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Wurmser-Zhuber
- Volume
- 59
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1890
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon