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Zanini, Marco 467 i) Peter
die denen im Buche abdruckten weit vor-
zuziehen, zu sammeln.
Allgemeine Theater »Ze i tung. Von
Adolf Bäuerle (Wien. 4".) 24. Jahrgang
(is3i) Nr. 40: „Die Dichterin Emmy ist
n'cht mehr".
Hanini, Marco (Tiroler Landes»
Vertheidiger, geb. zu Fiave, Gericht
Stenico in Südtirol, 4734, Todesjahr
unbekannt). Er lebte als Landmann in
seinem Geburtsorte, in welchem ihn das
Vertrauen seiner Landsleute 4796 zum
Gemeindesyndicus erwählte. Als in letz»
genanntem Jahre die Kriegsgefahr das
Land bedrohte, stellte er sich als Schützen
hauptmann an die Spitze der Landes
Vertheidiger und zog ins Feld, obgleich
er eine zahlreiche Familie daheim ließ.
Am 42. Februar 1797 zeichnete er sich
im Gefechte bei Fayo besonders aus,
drang mit seinen Patrouillen öfters in
das vom Feinde besetzte Iudicarien vor
und that ihm bei diesen Einfällen man
chen Abbruch. Am 26. März versprengte
er bei einem nächtlichen Angriffe die bei
Arco aufgestellte feindliche Kavallerie«
besatzung, nahm zwei Cavalleriften ge>
fangen und brachte fünf gerüstete Pferde
als Beute heim. Ein Belobungsdecret
und die goldene Medaille waren sein
Lohn. Das erstere ertheilten ihm die
Obercommandanten Fedr igot t i und
Johann Graf Arz. Zwei Jahre später,
am 5. April 1799, trat er unter Ober-
befehl des Majors von Ceschi als
Hauptmann unter die Waffen und
rückte sofort mit seiner Compagnie nach
Tonale bei Sulzberg. Und vom 4 4. Juni
bis 30. Juli 4800 führte er neuerdings
das Commando seiner Compagnie. Da«
mals machte noch keine Iri-säenta die
Südtiroler, welche treu en zum deutsch
Stammlande hielten, abtrünnig. Tiro ler Schützen » Zeitung (Innsbruck,
4".) VI . Jahrgang, t. April l83t. Nr. 26:
„Galerie denkwürdiger Landesoertdeidiger oon
Wälsch Tirol"
Zanini, Peter (k. k. Feldmarschall.
Lieutenant und Kriegsminister im
Jahre 4848, geb. zu Stein in Nieder-
österreich 1786, gest. zu Wien 14. Sep-
tember 4833). Der Sohn eines Kauf.
mannes, widmete er sich gleichfalls dem
Handelsstande. Als aber 1803 das
Vaterland zu den Waffen rief, trat er
als Gemeiner in das 1. Wiener Land»
wehr-Bataillon ein. Im Laufe des Feld»
zuges 1809 zum Officier befördert, kam
er zum 1. Feldjager-Bataillon. Nun bil>
dete er sich selbst in militärischen Wissens
zweigen weiter, wurde in den Kriegs-
jähren 1813 und 4 844 zum Dwisions-
adjutanten und wegen seiner Tüchtigkeit
von seinem Divisionar Feldmarschall»
Lieutenant Ignaz Grafen Ha rdegg
zum Rittmeister in seinem Kürassier--
Regimente ernannt. Zur Zeit des Wiener
Congrefses arbeitete er in der Feldkanzlei
des Feldmarschalls Fürsten Schwär-
zenberg unter General Baron L a n-
genau , ward 4813 als Hauvtmann
zum General'Quartiermeisterstabe über»
setzt und nach Beendigung des Feldzugeä
genannten Jahres in das Präsidialbureau
des Hofkriegsrathes berufen, in welchem
er eilf Jahre thätig blieb. 4826 Major
und auf besonderen Wunsch des com»
mandirenden Generals in Mähren und
Schlesien, Feldmarschall » Lieutenants
Alois Fürsten Liechtenstein, General«
commando»Adjutant in Brünn, kehrte er
1830 wieder in das Militärdepartement
des Hofkriegsrathes nach Wien zurück,
wurde im nämlichen Jahre Oberstlieute-
nant und wirklicher Referent, bald darauf
Oberst und 1833 außer seinem Range,
dreißig Kameraden überspringend, Ge-
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Volume 59
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Wurmser-Zhuber
- Volume
- 59
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1890
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon