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und geschickter Arzt. Kommentar: äsl>
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Zanufi, Jacob Maler , geb. zu
Fassa in Südtirol um 4700, gest. in
Salzburg 1733). Ueber die Thätigkeit
dieses geschickten Künstlers sind wir beffer
unterrichtet als über seine Lebens
umstände, die wir kurz zusammenfassen
können. Er kam frühzeitig nach Italien,
bildete sich in Venedig zum Maler und
war in feiner Kunst in verschiedenen Rich-
tungen, im Bildniß, in der Historie,
sowohl in der profanen als kirchlichen,
und im Thierstück thätig. Er arbeitete
vornehmlich in Salzburg, und zwar als
Hofmaler unter den Erzbischöfen Har-
räch, Firmian, Liechtenstein und
Dietrichstein. Er war ein Freund
Paul Troger's, vermalt und hinterließ
zwei Töchter. Seine Arbeiten finden sich
in Tirol, in Salzburg und Umgebung
und in Bayern. In Tirol sind vorhanden:
in den Pfarrkirchen zu Schwuz und
Rattenberg schöne Altarblatter; in der
Stadt Salzburg bei den Cajetanern im
Stift und in der Kirche das Bildniß des
Papstes Pius V. (1733) und der „h. Ga-
jetlln", Seitenaltarblatt; zu St. Seba«
stian in der St. Gabrielscapelle das
Altarblatt (1744) und auf dem Friedhofe
daselbst etliche Bilder in mehreren Grus»
ten, so in jener von Robinig u. a.; in
der nächsten Umgebung von Salzburg
im Schloß Leopoldskron sein «Selbst.
bilt>ni55", eine „h. Familie", „Ft. Johann
uull Nrpllmnk", die Bildnisse des Erz»
bischofä Leopold Grafen Firmian und
des Oberstjagermeisters Lactanz Grafen
Firmian; die zwei Thierstücke, welche
früher sich dahier befanden: „Wildschwein
nnn Hunden gestellt" und eine „todte <Bem5e" sind zur Zeit im Salzburger Museum,
wo auch eine von ihm gemalte „Tnirrtia"
zu sehen ist; in Gnigl in der dortigen
Kirche drei Altarblätter (1734 und
l?33), zu Neumarkt das Hochaltarblatt,
durch Pfuscherhand stark verstümmelt;
zu Saalfelden das Altarblatt „Maria
Himmelfahrt"; in Lofer in der St. Martins»
kirche das Altarblatt „Nie Freundschaft
<5hri5ti", eines seiner gelungensten Werke;
in Bayern zu Altötting in der Stifts-
kirche das Altarblatt; in Herren»(5hiemsee
in der .Kirche (jetzt Brauhaus) die Altar-
blätter, welche wohl heute irgendwo in
München sich befinden dürften; in der
Galerie zu Schleißheim: „Eine h. Maria
ant der Weltkugel den Drachen zertretend"
(1731). I n der Sammlung des österrei'
chischen Generalmajors und Maria The«
resien-Ritters v. Volckmann M . I.I,
S. 233^ befanden sich seinerzeit zwei
Gemälde: „Maria Verkündigung" und „Grz-
engel Gabriel". Zanusi's Bildniß des Car>
dinals Phil. Ludwig Sinzendorf hat
der berühmte Augsburger Kupferstecher
Johann Ballhasar Probst in Kupfer
gestochen, von dem auch ein Stich des»
selben Bildnisses nach Auerbach vor-
Handen ist. Ueberdies befinden sich von
ihm sonst noch im Privatbesitz Thierstücke
und Bildnisse. Zanusi's Gemälde, vor»
nehmlich seine historischen, in welchen
seine Venetianer Muster nicht zu verken«
nen sind, zeichnen sich durch gute Anord-
nung, freien Styl und lebendiges Co.
lorit aus, doch läßt die Zeichnung zu-
weilen etwas zu wünschen übrig.
R a g l e r (G. K. Dr.). Neues allgemeines
Künstler« Lexikon (München, E. A. Fleisch,
mann, 8".) Bo. XXI I , S. 222. — Tiro
lisches Künstler 'Lerikon oder kurze
Lebensbeschreibung jener Künstler, welche ge.
borene Tiroler waren oder eine längere
Zeit in Tirol sich aufgehalten haben. Von
einem Verehrer der Künste ^geistlicher Nach
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Volume 59
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Wurmser-Zhuber
- Volume
- 59
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1890
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon