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Laurenz Ritter 19N Zaremba, Stanislaus
milie svgl. die Quellens trat er l836'
zur militärischen Ausbildung in die
Wiener'Neustädter Akademie, aus welcher
er l843 als Lieutenant zu Paumgarten»
Infanterie Nr. 2l eingetheilt wurde. ^
Im Regimente rückte er bis 1837 zum
Hauptmann vor. Im Februar <86t
wurde er Major bei Benedek-Infanterie
Nr. 28 und kam in dieser Eigenschaft im
December 1368 als Professor in die
Neustadter Militärakademie, wo er sich
18ti9 zum Oberstlieutenant befördert sah.
Später ward er Oberst und dann Ge»
neralmajor, als welcher er in den Ruhe-
stand übertrat, den er gegenwärtig zu
Znaim in Mahren verlebt. Zaremba
machte die Feldzüge 5848 und t849 in
Italien und Ungarn, die Einschließung
und Einnahme Wiens im October 1848,
den Feldzug l839 in Italien und jenen ^
1866 in Böhmen gegen die Preußen mit.
Sein erster Ehrentag war bei Solferino
der 24. Juli 1839, wo er schwer ver«
wundet und für seine hervorragende
Tapferkeit mit dem Orden der eisernen
Krone dritter Classe ausgezeichnet wurde.
Einen zweiten Ehrentag hatte er im
Feldzuge 4866 gegen die Preußen in
Böhmen, wo er sich mit seinem Bataillon
als Besahung in Theresienstadt befand.
Am 28. Juli machte er mit demselben
einen gelungenen Ausfall auf die preußi»
schen Cantonirungen bei Neratovice
und kehrte mit vielen Gefangenen, er-
beuteten Waffen und Bagage nach The»
resienstadt zurück. Dafür wurde er mit
ah. belobender Anerkennung ausgezeich«
net. Der tapfere General kämpfte mäh-
rend der vier Feldzüge in fünfzehn
Schlachten und Gefechten mit.
Soovoda (Ioh.). Die Zöalmge der Wiener»
Neustädter Militär»Akademie von der Grün»
düng des Institutes bis auf unsere Tage
(Wien l870. Geitler. schm. 4«.) 3p. 73«. Die Zaremba, die sich auch Zaremba von
Kal inow schreiben, sind nach den polnischen
Genealogen ein ursprünglich alemannisches
Geschlecht, welche Ansicht aus dem Wappen
abgeleitet wird, das nichts mit den eigen«
artigen der alten polnischen Geschlechter
gemein hat. Gewiß ist. daß sie in das zwölfte
Jahrhundert zurückreichen, in welchem ein
j . Magnus Zaremda (oder Zar^ba.
wie sie slavisch richtiger geschrieben erscheinen)
Domherr in Krakau und zuletzt Bischof uon
Breslau war. Nach Viel Ski wäre er da-
selbst lt42 vor dem Altare, während er die
Messe las, erschlagen worden; nach Anderen
ist er aber eines natürlichen Todes li4ft ge»
storben. ^?tou?HHi ^ueöwik). Katalog bis-
kupov, plKtt>.t6v? ! k2no!iik,o'«v krklco'w-
skiek, d. i. Verzeichniß der Bischöfe. Prä«
lnaten und Domherren von Krakau (Krakau
1853. Unioersitätsdruckerei. 8«) Bd. IV,
2. 300.) — 2. Die Zaremba zählen an«
sehnliche und denkwürdige Kriegshelden.
Staatsmänner und Kirchenfürsten in ihren
Reihen. So war ein Simon Castellan von
KruZzwic; (gest. 1240): sein Sohn Andreas,
Bischof uon Posen, lebte zu den Zeiten der
Könige Wenzel von Böhmen und Ladis>
laus Lokietek; ein entschiedener Anhänger
des Ersteren, trug er in nicht geringem
Maße zum Sturze des Letzteren 4297 bei.
den er mit dem Kirchenbanne belegte. Er
starb lZl i . — 3. Johann Zarcmba.
4503 Castellan von Posen. I5l0 Wojwod
von Lßczycz. <3l3 von Kalisz, war ein
tapferer Kriegsmann, der sich in den Kämpfen
seiner Zeit sehr hervorthat. Dabei war er
kenntnißreich, sprach mehrere Sprachen und
hatte Reisen bis nach Wen und Afrika ge«
macht. Er starb l520. — 4. Stanislaus
(gest. l633. nach Anderen schon l648) war
früher ein gewaltiger Kriegsmann, der auf
eigene Kosten sein Fähnlein gegen die Os»
manen bei Choczym und gegen den König
Guftav von Tchweden ausrüstete und in
den Kampf führte. Dann trat er in den
geistlichen Stand, wurde Abt von Sulej6w
und bestieg l643 den Bischofsitz von Kiew.
dem er nach Einigen drei, nach Anderen
acht Jahre vorstand. ^O/W^i ^s-z,nion^.
Vislcupö'«? k^o^skiok i e«srnaob.o^«!cleli...
xor«H6k, d. i. Reihe der Bischöfe von Kiew
und Czernichow (Krakau l833. 8".) S. 72
mit Abbildung des Wappens. — Ko^c^n^i
f"H52««2,an). Xmeära Xi^o>v5lca, d. i. Die
Kiewer Kathedrale (Teschen <86t. 3er. 8".
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Volume 59
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Wurmser-Zhuber
- Volume
- 59
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1890
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon