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Zarewicz
S. !) und lo.^ -» 5. Adam war Tchwert«
träger und Hofgeometer König Sieg«
niunds I I I . Im Auftrage desselben ver»
faßte er eine Beschreibung des Fürstenthums
Smolensk. welche l62l im Drucke erschienen
sein soll, aber von den Bibliographen bis
zur Stunde nicht aufgefunden wurde; wäh»
rend seine topographische Karte von Smo»
lensk l778 in der Zatuski'schen Bibliothek
sich vorfand. Nach Bentkowski's „M^o-
r^a Iicei-2.wl-y pol8kiv>-" Bd. I I , S. 636
wäre das Vuch nicht gedruckt, das Manuskript
aber iln Tmolensker Archiv gefunden worden.
^a^/'oaX.i'^Ha^io«-). Uoi-b? i-^ eei-stvsN pol-
«lci<2i?o. VV^öÄuis X^x^inisi-^a Rassln. 1'u-
!-ttV3ki6Fo, d.i. Die Wappen des polni'
schen Adels. Ausgabe des Ios. Kas. Tu»
rowski (Krakau 1838, kl. 4".) S. 377 u. f,
— (Zedl er'sches) Nniuerslll'Lerikon, 6U. Bd..
Sp.
Wappen. In braunem (di-uuatn^) Felde springt
aus einer gezinnten Mauer ein schwarzer
Löwe mir emporgeschlageuem Schweife, mit
beiden Vorderpranken und ausgeschlagener
Zunge hervor. Die Mauer ist mit drei gol>
denen Quadersteinen (2 über i) belegt. Auf
dem Schilde ruht ein ins Visir gestellter
gekrönter Tumierhelm, aus dessen Krone der
beschriebene Löwe des Wappens hervorwächst.
Zarewicz, Alexander (Arz t und
Fachschriftsteller, geb. zu Sambor
in Galizien am 8. October 1843). Er
besuchte das Gymnasium in Krakau und
bezog dann die Hochschule daselbst, um
an der medicinischen Facultat dem Stu-
dium der Arzeneiwissenschaft obzuliegen.
1868 erlangte er das arztliche Doctor-
diplom, 1882 das chirurgische. Von
1866—1871 versah er an der Iagiello-
nischen Universität die Stelle eines un»
entgeltlichen Assistenten an der Klinik
für syphilitische und Hautkrankheiten
und verband seit 1869—1870 mit der
vorigen Stellung die Obliegenheiten
eines wirklichen Assistenten für die Lehr»
kanzel der Physiologie. Nachdem er
1871 von Mai bis December im Kra»
kauer Krankenhause, den Posten eines Secundararztes in der Abtheilung für
syphilitische und Hautkrankheiten bekleb
det hatte, wurde er zum Secundar-
arzte erster Classe in genannter Abthei'
lung, im Jahre 1874 aber zum Prima-
rius in ebenderselben ernannt. 1884
habilitirte er sich als Docent für die
Diagnose syphilitischer Krankheiten an
der Krakauer Hochschule. I n der medici-
nischen Zeitschrift „I^eFlÄä' iskarLki^,
d. i. Aerztliche Revue, in den Jahrgängen
1874, 1877, 1879, 1880 und 1886 ver»
ösfentlichte er eine Reihe Abhandlungen
zur Kenntniß, Behandlung und Heilung
syphilitischer Krankheiten. Er ist Mit-
glied der arztlichen Gesellschaft in Kra-
kau, die ihn wiederholt zu ihrem Vice-
prasidenten erwählt hat.
(Krakau 1887. kieFo ocl i-. 1864 cio r. 288?
4") S. 5U, 62. 63. 7l. i06
ZllNlik, Valentin (Landtags»
a b g e o r d n e t e r für Krain, geb.
daselbst , wahrscheinlich gegen Ende
der Dreißiger» Jahre). Er widmete sich
nach beendeten philosophischen Studien
jenen der Rechte, legte daraus die Prü»
fungen zur Erlangung der Doctorwürde
ab, wendete sich sodann der Advocatur
zn und wurde Advocat in Laibach, wo
er Mitglied der Advocatenkammer, des
Disciplinarrathes derselben und gleich»
falls Mitglied der Gemeindevertretung
ist. I n jüngeren Jahren huldigte er der
Literatur auf schöngeistigem Gebiete und
war, wie die in Zara erschienenen „^a-
roälis Rovino" im Jahre 1863 in dem
„Kurzen Ueberblick der slovenischen Lite-
ratur" (I^ratak proZIeä slovenLks lito-
i-atlire), der im Feuilleton der Nummern
211 — 239 dieser Zeitung abgedruckt
stand, berichten/ als Novellist, und
zwar in humoristischer Richtung thätig.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Volume 59
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Wurmser-Zhuber
- Volume
- 59
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1890
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon