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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Volume 59
Page - 193 -
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Page - 193 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Volume 59

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Andreas 193 Jarzycki Hustirczan flüchtete sich in der zweiten Hälfte des l7. Jahrhunderts, nachdem ei wegen an seiner eigenen Schwester verübter Nothzucht aus dem Lande katte fliehen müssen, zu den Türken, wo er nach und nach zu hohen Sdren gelangte und zuletzt Pascha und Commandant der Festung Neuhäuscl wurde. Bei der Erstürmung derselben durch die Oesterreicher 4683 fand er seinen Tod. Nach Einigen soll er von den eindringenden Oesterreichem zusammengehauen worden sein. nach Anderen habe er. um nicht in die Ge> walt der Sieger zu fallen, selbst G^ft ge- nonnnen. — Sein Adoptivsohn A l i wurde durch einen kaiserlichen Ofsicicr vor der Nuth der Soldaien gerettet und später uon dem Erbprinzen von Hannover in besondere iDokut genommen; derselbe brachte ihn in ein kaiserliches Kürassier »Regiment, in welchem Al i zum Rittmeister vorrückte. Tpäter trat dieser, der nun den Namen Alinberg an» genommen hatte, in hannoversche Dienste über. in welchen er als Oberst starb. — Ein Franz Nerthold Zaruba von Hu» ftirczan erlangte am 26. Jänner 1739 die steirische Zandmannschaft. Andere Zaruba standen in höheren Staatsämtern, so betlei« dete ein Johann Adam die Würde des tön. böhm. Landeshauptmannes im König» gräher Kreise; ein Joseph Anton (gest. <». Jänner j744) war kön. ungar. geheimer Rath und Kämmerer, und durch Heiraten ihrer Söhne und Töchter stand diese Familie mit ansehnlichen Geschlechtern des Kaiser' ftaates. mit den Freiherren und Grafen Koch« t iz t i , von der Lippe. Woracziczky. Roggendorf. Sa lm. Cavriani und Anderen in verwandtschaftlicher Verbindung. Die Adelsfamilien Zaruba sind sämmtlich erloschen, während bürgerliche Zaruba noch in Böhmen, Tirol (Andreas Zaruba, ein ausgezeichneter Waffenschmied) vorhanden find. ^Hellbach (Johann Christian von). Ädelslerikon oder Handbuch über die histori« schen genealogischen Nachrichten vom hohen und niederen Adel besonders in den deutschen Bundesstaaten u. s. w. (Ilmenau t826. B. F. Voiat. 8".) Bd. I I , S. 803. — V lasät (Franz). Der altbühmische Adel und seine Nachkommenschaft. Nach dem dreißig» jährigen Kriege (Prag 4866. kl. s°.) S. 47. — I^uniir (öechisches Unterhaltungsblatt) herausgegeben von Mikowec. 1862, Nr. l I , S. 306: „Uksu tur-eck? (?sa!i". — Noch ist eines Easpa« Zaruba zu gedenken, der v. Nurzbach biogr. Lerikon. I.IX. sGedr. Caplan zu Klöfterle war und eine Mono- graphie über das Grafenhaus Wald stein unler dem Titel: „Lplonäor et Fla^ü», äomnil XV2löizteini2uii<i" in Handschrift hinterlassen hat. welcke wohl in der Bibliothek des böd- mischen Museums aufbewahrt wird. Harublll, Bartholomäus lPriester der Gesellschaft Jesu, geb. in Mähren 24. August 1692, gest. zu Ka schau in Ungarn 20. Februar 4732). Er trat 17t3 zu Trencsin in den Orden der Ge- sellschaft Jesu, in welchem er viele Zähre zu Kaschau das Lehramt der Poesie und Philosophie bekleidete; dann wirkte er als Superior, zuletzt als Rector zu Eperies, Leutschau und Szakolcz. Im Druck gab Zarubal heraus: (Kaschau 1717); — 1728 und 1729). Auch arbeitete er an seines Ordensbruders Franz Wagner >M. I.II, S. 94^ oft gedrucktem «Uni- voi-sae ^Ki-Hgeoloxias oor^us" mit, indem er die Abtheilung der slavischen Idiome für dasselbe redigirte. I'Hogiouli seel6äi22ti<:o - litsrarii (^esriul l8^2) Bd. I l , S. l60. Zarzycki, Alexander (Compofiteur, geb. zu Lemberg in Galizien 1834). I n seiner Vaterstadt beendete er Gym» nafium und Lyceum. Auch begann er daselbst bei seiner musicalischen Bega- bung bereits den Unterricht in der Ton» kunft, wurde aber dann zur weiteren Ausbildung im Pianospiel in das Con- servatorium zu Paris, später zur letzten Vollendung nach Leipzig und London geschickt. Nun kehrte er in seine Heimat zurück, wählte aber 1866 Warschau zum bleibenden Wohnsitz. 1874 daselbst zum Director der Musikgesellschaft erwählt, ward er 1879 zum Director des dortigen Conservatoriums berufen, in welcher Stet« 20. Mai l890.) 13
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Volume 59
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Wurmser-Zhuber
Volume
59
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1890
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
428
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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