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Jaftera t 96 Zatebky Edler vcm Nobelswald
Leopold im Atelier des Malers Me y»
tens", nach einem Bilde von Hemer»
lein für Bäuerle's ^ Theater-Zeitung"
in Stahl gestochen (in den Fünfziger»
Jahren) und ein zweites: »Das durch-
lockerte Bild", nach Eduard Rit ter fĂĽr
A u er's polygr. illustr. Zeitschrift .Faust"
(aus derselben Zeit), beide in einzelnen
Partien sehr neti, im Ganzen ohne rechte
Wirkung. Meistens arbeitete er fĂĽr die
im Vormärz so beliebten Taschenbücher
„Iduna", „Freund des schönen Ge«
schlechts". vornehmlich aber fĂĽr die
„Thalia" Bildnisse, Scenen zu den darin
enthaltenen Erzählungen und Gedichten
nach Zeichnungen von Ranf t l , HaĂźl>
wand er, Theer, I . N. Geiger und
Landschaften nach seinen eigenen Aqua»
rellen, wie ^Die Weilburg", „Laxen»
bĂĽrg", oder nach Originalen von Marko,
Hansch u. A. Am sorgfältigsten führte
er noch die Porträts aus, und find mir
von seiner Hand bekannt: „Amalie,
Königin von Griechenland" ; — »Jose-
phine, Königin von Schweden und Nor«
wegen"; — „Maria Nicolajewna, Her»
zogin von Leuchtenberg"; — »Elise
Mercoeur"; — „Sophie, Königin der
Niederlande"' — „Marie Lanzelsdorfer",
die bishergenannten sämmtlich nach
Haßlw ander; — „Maria Therese
Fürstin Eszterhäzy", nach Daff inger;
— „Maximilian, Herzog in Bayern",
nach S. Diez. Im Bewegungsjahre
1848 fĂĽhrte er auch mehrere Miniatur-
stiche von BerĂĽhmtheiten jener Tage
aus, so „Bem", „Koffuth", „Moriz Per-
czel", „Meffenhauser" u. a., die aber
weit nachstehen den von Mahlknecht
im genannten Jahre gestochenen. Seine
ersten Stiche fallen in den Anfang der
Vierziger.Iahre, und zwar stach er fĂĽr die
ursprünglich Schickh'sche, später Witt«
ha uer'sche /WienerZeitschrift fĂĽr Kunst, Literatur, Theater und Mode" in den
Jahren l 843—1848 eine Menge Mode-
bilder, meist nach Zeichnungen von
HaĂźlw ander. Als Oelmaler und
Aquarellist trat er viel frĂĽher auf, denn
schon in den Iahresausftellungen der
k. k. Akademie der bildenden KĂĽnste bei
St. Anna 4833 und 1837 waren von
ihm die Landschaften: „Neülerchenlelil bei
Wien" und „Willterlllliüschlltt bei sonnen-
mtrrgllng" zu sehen. Seine „Ansicht des
Schlosses Pllttenbllrt" ist selten, da sie der
Fürst Paul Eszterhä.zy stechen ließ
und sie nicht in den Handel kam. Zu
Anfang der Sechzigec-Iahre verschwindet
er von der Bildftäche. Einige Zeit soll
er in Mödling, zuletzt in Stockerau bei
Wien bei Frau Schil ler, welche daselbst
Hausbesitzerin war und im Februar
1890 ermordet wurde, im gemeinschaft»
liehen Haushalte gelebt haben. Bei der
nach dem Morde vorgenommenen Haus«
durchsuchung fand sich, wie die Zeitungen
meldeten, ein werthvoller Schatz von
Bildern, Kupferstichen, Radirungen
u. s. w. vor, welche aus Zastera's
Besitzthum stammten.
Nagler (G. K. Dr.). Neues allgemeines
Künstler»Lerikon (München 1838. E. A,
Fleischmann, 8") Bd. XXII , S. 224. — K a-
taloge der Iahresausstellunger: bei Sanct
Anna in Wien l833, 483?. i842. 1844
bis t348. — Eigene Sammlungen und
Notizen des Herrn Professors Friedrich
HaĂźlwand er, dem ich dafĂĽr hier meinen
Dank ausspreche.
Zatetzky Edler v. Robelswald, Anton
(k. k. Oberst, geb. zu Ig lau in Mäh-
ren 1764, gest. zu Naszöd in Sieben-
bĂĽrgen am 17. November 1828). Er
trat jung in die k. k. Armee, in welcher er
stufenweise bis zum Obersten und Com°
Mandanten des 2. Walachen - Grenz-
Regimentes, das mit der 1851 aufgeho-
benen siebenbürgischen Militärgrenze auf.
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Volume 59
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Wurmser-Zhuber
- Volume
- 59
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1890
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon