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ZawadKi, Alerander Johann Anton 2l 6 ZawadKi, Alexander Johann Anton
rung des Ackerbaues, der Natur« und Landes«
kĂŒnde iVrĂŒnn. Noluer. 4°.) Jahrgang <«77.
Nr. ö. 2. 3^»: âZur mĂ€driscd schlesiscken Bio«
Zllwlldzki, Alexander Johann Anton
(Naturforscher, geb. zu Bielitz in
Oösterreichiscb - Schlesien am 6. Mai
1798. gest. zu Brunn 3. Mai 1868).
Sckon als Knabe mackte er mit seinem
Lelner öftere AusflĂŒge aus seinem Ge-
burtsort in das nahe Gebirge und begann
Pflanzen, Insecten, Conchilien u. d. m
zu sammeln, zu ordnen und aufzu»
bewahren. Als er dann auf das Gymna»
sium in Teschen kam, erweiterte er
seine Kenntnisse an dem Naturalien»
cabinet des damaligen PrÀfecten 3. I .
Scherschnik. 18t 3 begann er zu
Olmsch die philosophischen Studien und
fand in den VortrÀgen des Professors
Horzen ĂŒber Botanik neue Anregung.
Seine Absicht, Medicin zu ftudiren,
muĂte er aber in Ermanglung der er»
forderlichen Mittel aufgeben, so kehrte er
denn in seine Vaterstadt zurĂŒck, wo er
Privatunterricht ertheilte, öfter wenn es
ihm die Zeit erlaubte, nach Krakau pil-
gernd, um den dortigen botanischen
Garten zu besuchen. Auch in die West»
karpathen dehnte cr seine botanischen
Cxcursionen aus. 1818 ging'er, um seine
Studien fortzusetzen, nach Lemberg,
hörte dort die Vortrage der Anatomie
des Professors Berres und der Botanik
des. Professors E, Wit tmann, den er
als Assistent auf botanischen AusflĂŒgen
oft begleitete. Mit ihm begann er auch
die Herausgabe eines Herbariums der
FutterkrĂ€uter, muĂte sie aber aus Mangel
an UnterstĂŒtzung aufgeben. Mehr GlĂŒck
hatte er mit seinem Herbarium tsrini-
noloFiouna. Den NaturalienhÀndler
3. ParreyĂ, welcher 1824 Galizien
besuchte, begleitete er auf dessen Reisen durch das Land, bei welcher Gelegenheit
er, wie auf seinen spateren Reisen mit
Dr. Herb ich in die Bukowina und die
Centralkarpathen. seine entomologiscken
Sammlungen wesentlich vermehrte. Nun
gelang es ihm, als Supplent der Physik
an der Realschule in Lemberg angestellt
zu werden, auch ĂŒbernahm er um diese
Zeit die Redaction der deutschen âLem>
berger Zeitung" und des damit unter
dem Titel âMiscellen" verbundenen
Unterhaltungsblattes, aus welchem i:i
der Folge die âMnemosyne" hervorging,
eine wahre Fundgrube von AufsÀtzen
ĂŒber Galizien im VormĂ€rz und schon zn
meiner Zeit in der Lemberger UniversitÀts-
bibliothek in einem vollstÀndigen Erem-
plare nicht mehr vorhanden und trotz
aller BemĂŒhungen, es zu erlangen, nickt
mehr aufzutreiben. 1826 wurde er
Adjunct der Mathematik und Physik und
Supplent der zweiten Abtheilung an der
Lemberger UniversitÀt, und nun erlangte
er auch an derselben im JĂ€nner 1829
die philosophische DoctorwĂŒrde' 18W
erfolgte nach mehreren bestandenen Con-
cursprĂŒfungen seine Ernennung zum
Professor der Mathematik und Physik an
der neu errichteten 3ehranftalt fĂŒr denRe»
gularclerus Galiziens, mit welcher Stelle
noch das Lehramt der PĂ€dagogik 1832
verbunden wurde. 1839 erhielt er die
Professur der Physik in Przemysl, in der
Folge zu OlmĂŒtz und zuletzt an der
Oberrealschule in Brunn, wo er in den
Ruhestand trat und 70 Jahre alt, starb.
Zawadzki war in seinem Fache aucb
schriftstellerisch thĂ€tig. AuĂer Beschrei-
bungen feiner Reisen in Galizien, stati-
stischen und topographischen AufsÀtzen,
auch Gedichten und ErzÀhlungen, die er
in der obgenannten âMnemosyne" ver»
öffentlichte. gab er selbstÀndig heraus:
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Volume 59
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Wurmser-Zhuber
- Volume
- 59
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der UniversitÀts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1890
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon