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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Volume 59
Page - 219 -
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Page - 219 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Volume 59

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Stanislaus 219 i. Theodor land zurück. Ob dieser und der vorige eine und dieselbe Person seien, können wir nicht bestimmen. Der Zeit nach wäre es immer möglich, denn der „Held von Santa Maria" kann, nachdem er im Juli 1863 aus der ita- lienischen Legion die Entlassung genommen, immerbin 1864 ins merikanische Heer ein« getreten sein. — 3. Johann Zawadzki (geb. in Galizien 1798. gest. zu Leipzig 1834) Er beendete seine Studien an den Tchulen und der Universität in Lemberg und wurde zuletzt Advocat bei dem Appellations» gerichte in Warschau. Auf einer Reise starb er während seines Aufenthaltes in Leipzig im Alter von erst 36 Jahren. Er übersetzte Ewald Kleist's schöne'' Gedicht „Der Früh. lmg" ins Polnische unter dem Titel ^Viosna" (Lembcrg 1822, l>" ). welches schon vor Z a» wadzki, nach Ra mler's Verballhornungen, T tock iew icz ins Polnische übertragen daite. Die Ausgabe Za wadzki's enthält nebst der Ueoersetzung auch Vergleichungen mit der vorangegangenen Uebertragung und noch sonst kritisch, ästhetische Bemerkungen über das Gedicht. — 4 Nicolaus Za. wadzki. vom Wappengeschlechte Rogala. lebte im 46. Jahrhunderte, um dessen Mitte er gestorben sein dürfte. Aus dem Masow'» schen gebürtig, besaß er eine in allen ritterlichen Künsten vollkommene Ausbildung und kämpfte in Ungarn auf Seite des Königs Ferdinand I. von Böhmen und Ungarn gegen Johann Zäpolya, dama« ligen Wojwoden von Siebenbürgen, welcher nach der Schlacht von Mohärs Ansprüche auf den Königstitel und verschiedene Theile Ungarns erhoben hatte und darüber mit Ferdinand in Kampf gerathen war. Auch zog Zawadzl i 1332 nach Wien zur Ve« freiung dieser Stadl. von welcher Sultan Sol i man nach heloenmüthigem Widerstände der Bewohner wieder abziehen mußte, ^a» d. i. Die Wappen der polnischen Ritter- schaft. Ausgabe Turowski (Krakau 1838. kl. 4".) S. 636.) — 2. Stanislaus Za» wadzki. genannt Picus (geb. zu Krakau in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts. M . um 1397). Tin Sohn des Vorigen, war S t a n i s l a u s ein gründlich und wissenschaftlich gebildeter Pole, der in Ita> Uen studirt, in Padua. der damals hoch« uerühmten Universität, den Doctortitel der Philosophie und Medicin erlangt hcztte und vornehmlich sich bestrebte, das Studium der medicinischen Wissenschaften an der Unioersttät in Krakau einzuführen. Er wirkte als Pro« fessor an der Hochschule, als Rath und- Bürgermeister der Stadt. Seiner hervor» ragenden Eigenschaften wegen ehrten ihn die Könige Sieg mund August und 2 t e» phan Bäthory hoch, und von Ersterem wurde ihm 1672 auf dem Reichstage zu Walschau nicht nur der alte Adel feines Ge» schlechtes bestätigt sondern auch das Wappen vermehrt, welches bei Paprocki abgebildet ist. Zawadzki's Ruhm verkündet insbe- sondere die kleine Schrift: „I5a.uitiü I»oloui. actio prinik" (1590). ^az,,'o<?4i' 'W^clauis Xä/i. ^ae. i'ura^vLkis^o, d. i. Die Wappen der polnischen Ritterschaft. Ausgabe Turowski (Krakau 1848. kl. 4".) S. 636—662. 768. 899. — W u c z b a ch (Const. Ritter von). Die Kirchen der Stadt Krakau (Wien 1833. 8".) S. 164. Mar« ginal 474; S. 173. Marginal 314. — Hlic ^ KI o^e Ä)'^ '2. vo NL2S ekn 2, d. i. Allgemeine polnische Encyklopädie (Warschau, Orgelbrand. 3er. 8".) Bo. XXI I (1865). S. 361. — <l2i«t ärulliein ogtcl82ou.^<:k, d. i. Geschichte der polnischen Literatur. Dargestellt, in einer Aufzählung der durch den Druck veröffent« lichten Schriften (Warschau und Wilna 1814, Zawadzki. 8«.) Bd. I I , S. 323. — 75?- ^a>8i«!lnQ3ki^o (Xralcö^ 1887, 4".) I». XXXI, Jahr 147s; XI., Jahr 138t: XI.I , Jahr 1582 und 1388) — 6. Theodor Zawadzki (gest. um 1638). Ein Sohn des berühmten Arztes und Bürgermeisters Sta» nis laus l^ siehe den Vorigen^ widmete er sich der Rechtswissenschaft und wurde Aduocat des Krakauer Gerichtes. Obwohl Sohn eines- angesehenen Vaters, ein wissenschaftlich ge» bildeter Rechtsgelehrter und ein fleißiger Schriftsteller, lebte und starb er dock in. ärmlichen Verhältnissen. Er schrieb über pol, nisches Recht, das Proceßverfahren in Polen, gab ein heute schon höchst seltenes Buch: „0atHl08U8 I)U0UM ktyUS liS^UM I>0i0Q0- rum" (Krakau 1609) heraus, das kurz die Thaten und Begebenheiten der polnischen. Fürsten von Lech bis Sieg mund I I I . er« zählt, und ein »Hlomol-ials Oeeonom.!- cu,m..." (Krakau 1637 und noch öfter), eik für die landwitthschaftlichen Verhältnisse
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Volume 59
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Wurmser-Zhuber
Volume
59
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1890
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
428
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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