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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Volume 59
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Page - 224 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Volume 59

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Zlly von Csömör ldie Grafen) 224 «2ay von Csömör. Albert Karl l. Die Grasen Zay von Esömör. Die Zay von Ctzomör oder. wie sie sich auch nennen, von Ugr^cz, sind ein uraltes ungarisches Hoelsgeschlecht. das seinen Ursprung auf die Tage des .^rpäd'schen Einfalls in das deutige Ungarland zurückführt und seinen Besitz, der einmal ein sehr »nächtiger gewesen. oon der damals ftaitgehabten Ländetvertdei» !ung dersckreibt. Der eigentliche G'anz des Hauses beginnt mit Franz I. von Zay. der erst Gesandter beim Oroßtürken. nach seiner Kückkehr Oeneralcapitän Oberungarns war und als einer der mächtigsten Dynasten Un« gams 1260 mit dem erblichen ungarischen Reichsbaronate betheilt wurde, wodurch er einen hervorragenden Rang unter Ungarns Magnaten einnahm. Die nächste Rang' echühung erfolgte 1820, als Kaiser Franz I. dei Gelegenheit der Krönung seines Sohnes Ferdinand zum Könige Ungarns dem Frecherm Emmerich die G ra fenwü rde verlieh. Die Zay gehören in Sachen der Kirche zu jenen Dynasten Ungarns, welche zu den Stützen des evangelisch'lutherischen Glaubens im Lande zahlen. Gleich zu An« fang der Reformation nahm dieses edle Ge« 'chlechi das augsburgische Glaubensbekenntniß an. welchem eS bis zum heutigen Tage treu blieb, sich rühmend, daß der Freiherr Em> m erich bei Verleihung der Grafenwürde der erste lutherische Graf in Ungarn war Wie bemerkt, noch im j6. Jahrhundert eines der mächtigsten und reichsten Dynasten« geschlechter Ungarns, verlor es aber im Drucke der Zeit beinahe alle seine Schlösser und Herrschaften, die es in 16 Comitäten des Landes besah. — Die Zay bekleideten hohe Aemter im Lande, versahen die Palatins- und Obergespanswürden und zählten als Oberinspectoren der evangelischen Kirche Zu den thätigsten Förderern ihres Glaubens. In neuerer Zeit. in den Tagen des Ausgleichs, erscheint Graf Kar l als einer jener Magnaten Ungarns, welche, ohne von ihrem Urmagyaren« Wum auch nur ein I.Tüpfelchrn freizugeben, doch mit unentwegter Treue an ihrem an» gestammten Könige festhalten. — Ihre Ehen schlössen die Zay uiner den ersten Familien des Landes, und wir begegnen in der '.'lhnenreihe ihrer Stammtafel den wohlklin» qendften Magnatennamen Ungarns: Bänffy. 'Zalassa, Apponyi. Nyäry. Ujfalussi. ko l lon i ts . Hellendach. Vay. P o n- »zracz, Bersnyi . Vecsey, Pränay. cber auch Familien des hohen deutschen und böhmischen Adels, so Auersperg. Traut t» mansdorff. Not ta l . Kolowrat . Dan« kelmann u. a. — Unter den Frauen ragt Mar i a Zay, die Gemalin des Erafen Emmerich, besonders hervor und bat sich als eine sinnige Dichternatur in der deutschen Literatur ein Plätzchen erobert. — Ein Ladislaus Freiherr oon Zay. jüngster Sohn des Freiherrn Lorenz aus dessen zweiter Ehe mit Mar ia Polyrena Gräfin Ko l lon i ts . wurde der Stifter der heutigen Grafen Kol loni ts»Zay. indem ihn der berühmte Kirchenfürft und aus den Tagen der Belagerung Wiens durch die Türken ob seiner Hochherzigkeit gepriesene Wiener Erz» bischof K o l l o n i t s mit Erlaubniß des Kaisers 1728 adoptirte uncer der Bedingung, daß Zay den Adoptionamen Kol lon i ts seinem Familiennamen beifüge. ^«F?/ ^/van^). Hlil^Hroi-Lsäi; cL3.!äl!ai osinierskkei sg nsnisskreuäi tädläkka!, d. i. Die Familien Ungarns mit Wappen und Stammtafeln (Pesth i860. Moriz Räth. 8«.) Bd. XI I , 2. 329—340. — 1^' H la^Hr 2lu2SUlQ, l853. Bd. I, S. 35U. 422. I I . Einige denkwürdige Sprossen des Grafen- geschlechtes Zay <. Albert Kar l Graf Zay (geb. in Ungarn 22. Juni 4825). Ein Sohn des Grafen Karl aus dessen erster Ehe mit Karol ine Freiin Pr<5nay, trat er in ein kaiserliches Reiterregiment, und finden wir ihn 1843 als Eadet bei Mengen« Kürassieren Nr. 4. In seinem Range vor» rückend, wurde er 1843 bereits Rittmeister bei König Johann oon Sachsen»Kürassieren Nr. 3 und machte mit diesem Regimente den ganzen Sommerfeldzug 1849 in der Süd» armee des Banus Ielaäi».-.. und zwar in der Cavalleriedivlsion des Feldmarschall,» Lieutenants Baron Ott inger mit. Wäh» rend der Cernirung der Festung Peterwardein war das Regiment der Caoalleriebrigade des Generalmajors Baron Horväth in Tittel zugewiesen, wo es oftmalige Recognoscirun« gen und Streifcommanoen zu versehen und mehrere nicht unbedeutende Plän.klergefechte zu bestehen hatte. Für ausgezeichnetes Her» halten dabei erhielt Rittmeister Graf Albert Zay von Seiner Majestät dem Könige oon Sachsen das Ritterkreuz des militärischen Heinrichordens. Später kam er in gleicher Charge zu Kaiser»Huszaren Nr. 1. verließ aber schon 1832 den activen Stand der kaiserlichen Armee und trat 1864 ganz aus
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Volume 59
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Wurmser-Zhuber
Volume
59
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1890
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
428
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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