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y, Ludwig Graf 226 Zay (Wappen)
Ungarn. Kram. Steiermark. Croatien. Nach
Zay's RĂĽckkehr berief der Kaiser denselben
zum Generalcapitän uon Oberungarn, das
damals 23 Gespanschaften umfaĂźte. FĂĽr die
um dieses Land erworbenen Verdienste erhob
König Zerdinand I. Franz Zay am
1, Juli 1360 sammt dessen ganzer Descen«
d«'nz zum ungarischen Reich sbaron mit
der Magnaten» und Freiherrnwürde. da
Zay zu den mächtigsten Dynasten des
Ungarlandes gehörte, Franz war zweimal
vermalt. Aus seiner ersten Ehe mit Barbara
Fura-Bänssu hatte er fünf Söhne, von denen
Johann. Ladis laus und Andreas das
Geschlecht fortpflanzten, aber nur Ladis'
aus dauernd, während die Nachkommen»
chaft von Johann und Andreas gleich
l enen seines Sohnes Rico laus aus zweiter
Ehe mit Aalharma Nindschenl^ schon in ihren
Kindern erlosch. <^H a m m e r (Joseph von).
Geschichte des osmanischen Reiches (Pestb
183U. Hartleben. 8".) 2. Aufl,, 2 . 238. 239.
240 u. f.. 261. — V^Ll i ruÄpi u^«ä^,
d, i. Sonntagsblart (Pesth. 4".) Jahrg. 1833.
Nr. 14.^ — 4. Karl. I siehe die besondere
Biographie T. 22l). — 5. 3udwig Graf
Zay (geb. 18. December 1821). Der erst»
geborene Sohn des Grafen Karl aus dessen
erster Ehe mit Karol ine Freiin von Pro»
nay. betrat er frühzeitig die militärische
Laufbahn, und im Jahre 1848 finden wir
ihn bereits als Lieutenant bei Johann König
uon Sachsen-KĂĽrassieren Nr. U im Feldzuge
in Ungarn, wo er sich in einem Plänkler«
grfechte bei Täpiü Bicske am 4. April 184»,
in welchem er den von den Rebellen besetzten
Wald dutchstreifte und den Feind aus dem«
selben vertrieb, durch besondere Tapferkeit
auszeichnete. Auch im Sommrrfeldzug drs>
selben Jahres that er sich gleichzeitig mit
seinem jĂĽngeren Bruder, dem Grafen Albert
Kar l , während der (5ernirung der Festung
Peterwardein bei mehreren Plänklergefechten
so hervor, daß ihn Seine Majestät der König
von Sachsen mit dem militärischen Heinrichs«
orden und <837 Seine Majestät der Kaiser
mit dem Ritterkreuze des Leopoldordens mit
Kriegsdecoration schmĂĽckten. Graf Ludwig
rückte stufenweise vor, wurde 1833 Ober»
lieutcnant. 1839 Rittmeister, in welcher
Eigenschaft er später mit Beibehalt des Cha«
rakters den Dienst quittirte. Am 17. Mai
1333 vermalte er sich mit Narie Luise gebo«
renen Gräfin Versngi von Varanls» Vereng
und als er diese am 23. April 1833 durch den Tod verlor, am 8. Jänner 1336 mit
Marie l>'fl,i>icl geborenen Gräfin Nalawrcll.
Rrakowsku (geb. 22. Jänner 1823). Beide
Ehen sind kinderlos geblieben. ^ThĂĽrheim
(Andreas Graf). Die Reiter«Regimenter der
k. k. österreichischen Armee (Wien 1862.
Geitler. gr. 8<>.) Bd. I : „Die Kürassiere".
3. 94 und 93.) — 6. Mar ia Elisabeth
Helene fliehe die besondere Biographie
S. 227). — 7. Peter Freiherr von (geb.
29. Juni <735. gest. 4. October 1788). der
einzige Sohn des Grafen Emmerich aus
dessen Ehe mit einer Base Mar ia Chri«
stine Freiin voa Zay. Er war ein eifriger
Förderer dcr evangelisch «lutherischen Kirche
unter den Slovaken Ungarns, und mit idm
theilten sich die Freiherren Podmaniczky.
von Hellenbach. Pronay. Graf Szir-
m ay in diese Aufgabe zu einer Zeit, wo der
katholische Clerus in Ungarn die bedeutendste
Stelle einnahm und demgemäß die Prote»
stanten viel Ungemach zu erleiden hatten,
waren ihnen doch innerhalb eines Jahr»
Hunderts (1681 —1773) nicht wemger denn
673, und in der kurzen Frist eines Jahr»
zehents (1740 bis 1749) allein lU3 eoange»
lische Kirchen weggenommen worom.
I I I . Wappen. Senkrecht getheilt mit Schildes'
fuß, Rechts in Roth ein aus der Theilungs»
linie hervorgehender silberner Zinnenthurm
mit offenem Thor und Fenster, an welchen
eine silberne Leiter schräglinks gestellt ist.
auf der ein bewaffneter Mann in ungll'
rischer blauer Kleidung mit schwarzen Stu»
feln und hinten herabhängender, silbern auf»
geschlagener blauer ZipfelmĂĽtze hinaufsteigt,
indem er mit der Linken sich auf die Leiter
stützt, während er mit der Rechten eine bren«
nende Fackel emporhält. Links in Blau eine
goldene Krone, aus welcher zwei rothbeklei»
dete Arme herauswachsen, von denen jeder
einen blanken Säbel, deren Klingen sich-
kreuzen, in der Faust hält; in dem zwischen
den Armen befindlichen Raum befinden sich
drei goldene Kronen, eine ĂĽber der anoem
schwebend. Beide Felder ruhen auf einem
gleichfalls senkrecht rechts silbern, links golden
getheilten Schildesfuß (eigentliches Stamm»
Wappen). Auf dem Schilde erheben sich drei
gekrönte Turnierhelme. Aus der Krone des
rechten wächst der im Wappen beschriebene
Mann. in der Rechten die Fackel empor<
haltend, während er die Linke in die Se:te
stemmt; die Krone des mittleren HelmeS
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Volume 59
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Wurmser-Zhuber
- Volume
- 59
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1890
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon