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" (ebd. 1863, 8"., mit 3 Tafeln);
N^<2s26 HaöM/. ^6s2!^^ ^ 2° 9", d. i.
Die Ueberreste unserer Vorzeit, 1. und
2. Heft: „Die Siegel Polens und
Lithauens" (Krakau 1863, mit vielen
lithogr. Tafeln,.,40.). Von seinen Ab°
Handlungen, deren mehrere in der Zeit»
schrift „023.»", in den Denkschriften und
Jahrbüchern der neuen Krakauer Aka-
demie der Wissenschaften und in anderen
^wissenschaftlichen Jahrbüchern gedruckt
sind, erwähnen wir seine „Numismati-
schen Nachrichten" in den Monatsheften
des „622.5" (1837, V)-. — „Nachrichten
üker Adam K 0
ch arl s ki und seine mathe-
matischen Gchriften" in den „Jahrbüchern
der Krakauer Akademie", auch beson»
ders gedruckt (1862). Auch hat er 1)ie
Herausgabe des 9. und 10. Bandes der
„Geschichte der Literatur" von Michael
Wiszniewski auf Kosten^ Alexanders
Grafen Przedziecki besorgt. Von
seinen Bauten sind zu nennen das große
Kirchenschiff der Dominicanerkirche in
Krakau und die gothischen Kirchen zu
Ustrobza bei Krosno und zu Iurkow
nächst Wyslice.
Kilito^czuo-kr^esQ^m 2ar)'3io, d. i. Die
polnische Literatur im historisch. kritischen
Grundriß (Krakau <868. Himmelblau, gr. 8".)
Bd. I I , S. tl6. 263. 306. 323. 337.
Zecchinelli, Giovanni Maria (Arzt
und Fachschriftsteller, geb. zu Este
am.1. Iutti 1776, gest. in Padua am
18. Februar 4841). Nachdem er in
Padua die medizinischen Studien beendet
und aus denselben den Doctorgrad er»
langt hatte, übte er in dieser Stadt die
ärztliche Praxis aus und wurde bald
einer der gesuchtesten und angesehensten
Aerzte. Als 4814 eine Typhusepidemie
in Padua und dessen Umgebung wüthete,
o Würzbach. biogr. Leriton. LIX. ^Gedr. ward er mit der Oberleitung der sani-
tären Angelegenheiten betraut, überdies
besorgte er als Regierungsinspector durch
viele Jahre die Oberaufsicht der berühm»
ten Euganeischen Bader, stand längere
Zeit als Director dem städtischen Findel»
hause vor und führte 1816 als Delegat
des Protomedicus die ärztliche Visitation
! der Provinzen Belluno und Padua durch,
j Er stand mit den vorzüglichsten Aerzten
^ anderer Staaten in wissenschaftlichem Ver»
! kehr und wurde von den medicinischen
Gesellschaften der Städte Wien, Leipzig,
^Madrid. Philadelphia zu ihrem Mit-
gliede erwählt. Alle Erscheinungen des
Leidens im menschlichen Körper unterzog
er sorgfältigen Untersuchungen und ver-
öffentlichte theils selbständig, theils in
Fachblättern seine Beobachtungen über
die Krankheiten des Herzens, über das
gelbe Fieber, den Typhus, über die so
geheimnißvolle besonders eben in Italien
heimische, unter dem Namen Pellagra
bekannte schmerzhafte Flechtenkrankhen,
über die Cholera, über Epidemien im
Allgemeinen. Als praktischer Arzt war
sein Ruf so verbreitet, daß nicht nur die
Leidenden seiner Heimat, sondern auch
solche aus den entferntesten Gegenden
seinen Rath einholten. Von seinen selbst-
ständig erschienenen Fachschriften nennen
wir:
(Padua 1803), es ist dies eine
Uebersetzung des englischen Werkes über
diesen Gegenstand von Karl B_licke,
welches er mit seinen eigenen Studien
über diese Krankheit ergänzte; — „(
2 torni (ebd. I, 1813 und 1814, I I ,
1839); — „D2sco?-so HN^'ns
18. Juni 189U.) 16
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Volume 59
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Wurmser-Zhuber
- Volume
- 59
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1890
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon