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Zehelner, Ignaz 243 Zecherle
l. Anklingend an den Namen Zech enter sind
sind Zechender. Zehender und Zehent«
n er. Einen Matthäus Zechender, aus
Eyrs im Landgerichtsbezirk Schlanders in
Südtirol gebürtig, führt das „Verzeichniß
der bildenden KĂĽnstler aus Tirol", welches
das (G r ä f f e r'schej „ConversationSblatt"
(Nien. gr. 8".) I t . Jahrg. (l82U) 3. Vano.
3. 934 enthält, als Letzten an, ohne weitere
Bemerkung, ob er Maler oder Plastiker ge«
wesen. Tschischka, Leman und Staff«
ler gedenken seiner nicht. Vielleicht ist er
identisch mit Matthäus Zehender. den
wir bei Nag ler (Bd. XXI I , S. 243) an«
geführt finden, und der von 5670—1690 in
Mähren thätig gewesen. Von diesem sinden
sich in den Sammlungen und Kirchen Mäh«
rens historische Zeichnungen und Altarbilder,
welche einen geistreichen KĂĽnstler verrathen.
PH. K i l i an stach nack ihm das BildniĂź
des Abtes Heinrich Christoph von Elwan«
gen und V. K i l ian den „h. Geraldus in
der Wüste von Engeln bedient" lL?2. —
2. Ueber einen Johann Christ. Zedent-
ner (geb. 1706 oder 1713 in Oesterreichs)
berichtet Schrader« Hering's „Biogra«
phisch.literarisches Lexikon der Thierarzte aller
Zeiten und Länder" (1863) S. 483 als einen
Hippologen, der ein sehr unstetes Leben
fĂĽhrte, sich auf dem Titel seiner Schriften:
kgl. preuĂźischer Stallmeister und Director
der königl. Nitterakademie zu Berlin und
Frankfurt a. O. nennt und einige Werke
ĂĽber Pferdezucht, ĂĽber die Kunst Pferde zu
kennen und ĂĽber Neitunterricht geschrieben,
welche Kayser's „Vollständiges Bücher-
Lexikon" (Leipzich. Ludwig Schumann. 4".)
Bd. V I (1836), S. 3l6 anfĂĽhrt. Schrader.
Hering scheinen ihn für einen Oesterreich«
zu halten. — 3. Ein I . E . Zehetner
schrieb „Ueber das Erlra Steuerwesen in den
deutsch«österreichischen Provinzen oder syste»
mansche Zusammenstellung sämmtlicher über
die Erwerb». Classen«, Personal« und Erb.
steuer erlassenen Patente" (Linz 1825. Eurich,
gr. 8".). — 4. Ignaz Zehetner (geb. zu
Klagenfurt in Kärnthen 29. Juli 1726. Todes« >
jähr unbekannt) trat 1743 in den Orden der !
Gesellschaft Jesu. lehrte von, 1762 ab zu
Linz Woraltheologie und starb daselbst viele
Jahre nach Aufhebung seines Ordens. Er
hat mehrere ascetische Schriften in lateinischer
Sprache, so eine Vorbereitung zum Tode,
eine Schule der Keuschheit u. a. bei Pra m»
fteidel in Lmz in den Jahren 1763—1768 herausgegeben. ^NasLe?» ^/. ^V.^ ). scriptore»
?rovincik6 kULtliaeao Zoo. ^ssu (Nien 1836,
4".) S. 404.) — 3. Pau l Zeh entner
(geb. zu Innsbruck 1389. gest. zu Millstatt
14. September 1648). seit 1618 im Orden
der Gesellschaft Jesu im Lehr« und Predigt'
amte thätig, das er durch dreißig Jahre an
verschiedenen Orten und auch vor der Kaiserin
Eleonore, zweiten Gemalin des Kaisers
Ferdinand I I . , versah. Außer einer Leichen«
rede auf Mar ia Renata. Tochter des
Herzogs Albrecht von Bayern (gest. 1630).
und einer ascetischen Schrift: „Der Wurm
eines schlechten Gewissens", die er (1642)
dem Kaiser Ferdinand I I . widmete, gab
er noch mehrere theologische und polemische
Schriften zu Wien und Gratz heraus, welche
Stoeger aufzählt. ^Htos^s?' ^/o/l. ^Vs?.^
soriyroi-SL Vravineias ^ustria«.-^ socis
tktis ^65li (Wien 1836. 4".) S. 403.) —
6. Schließlich sino drei österreichische Adels«
familien Namens Zehenter. eine schlesische
Grafenfamilie, eine böhmische ritterliche und
eine steirlsche gräfliche Z e h e n t e r von
Zehen tg rub zu nennen, alle drei er»
loschen, über welche Zedler's „Universal»
Lexikon" 61. Bo., Sp. 459 u. f.. Ioh. Christ,
v. Hel l dach'S „Adels ' Lexikon" (Ilmenau
182U, t>".) S. 811 und Karl Schmutz's
„Historisch'topoalllphisches Lerikon der Steler«
matt" Bd. IV, S. 421 Nachnchten und
Quellenangabe, enthalten. Der steirischen Fa>
milie gedenkt insbesondere L. Äecth.Wld»
manftetter in seinem Aufsatze: „Dle neuen
Gassenbenennungen in Gratz", da er an dcn
ehemaligen Gratzer Stadtrichter Pau l Ze«
Heiner, nachmaligen (1607 und 1614—16l6)
BĂĽrgermeister der Stadt Gratz erinnert.
l.Gratzer Volksb la t t , 16. November
1869. Beil.. zu Nr. 26I-) In Betreff der
Schreibung dieses Namens herrscht in den
Quellen eine WillkĂĽr ohne Gleichen.
Zechentner, Johann Christ., siehe:
Zechenter, Anton ^S. 2 j , in den Quel»
len auf dieser Seite, Nr. 2^>.
Zechenyi. I n dieser Schreibung er»
scheint in deutschen Werken öfter der
Name der Familie Szöchenyi ssehe diese
Bd. XI.I, S. 224—289).
Zecherle, s.: Hacherle, Franz ^S. 79
dieses Bandes). '
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Volume 59
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Wurmser-Zhuber
- Volume
- 59
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1890
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon