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- Zedlitz, Joseph Christian 2^3 Zedlitz, Joseph Christian
wang; I I . Soend Felding (Stuttgart 1850,
<3otta, 212 S.. 8".. und wieder 1360. V und
134 S.. 16"., als Lieferung 69 der „Deutschen
Volksbidliothek", ueue Folge). — Seiner
Briefe an eine Freundin (Frau von Binzer)
geschieht in den Quellen Erwähnung. —
Wildnisse. 1. Auf einer Tafel mit Gri l lpar«
zer. Pfalzgrafen O tt o (geb. 1173. gest. 1208).
Otto von Wittelsbach. dem GrĂĽnder
des heutigen bayrischen FĂĽrstenhauses, Cart-
wr ight . Erfinder des Webestuhls, und
Arkwright. Erfinder einer Spinnmaschine
<Stahlstich von Karl Mayer's Kunstanstalt
in NĂĽrnberg. Verlag von (5. A. Hartleden
in Pesth 1838, 12"). — 2. An der Spitze einer
BildniĂźgruppe in Medaillons, darstellend:
Pyrker , Feuchtersleben. Fr an kl.
Halm, Edert. Bauernfeld. Gri l l»
parzer (in 2er Mitte der Gruppe). Dein«
hardst ein. S telzham mer. Anastasius
GrĂĽn. Seidl . Castelli. Vogl. Ohne
Angabe des Zeichners. X A v, E. Kretzsch«
m a r, in der Leipziger „Illustrirten Zeitung"
Bd. VI (1. Hälfte 18^5,) S. 29. — 3. Unter«
schrift: Facsim. des Namenszuges: „ I . Ch. B.
Zedlitz". Darunter: gebor, den 28. Februar
<790. Kriehuber (lith.) 1840. Gedr. bei
Ioh. H öfelich. Beilage zur „Wiener Zeit«
schrift" Nr. 1 den 2. Jänner 1341 l"iit der
ganzen Meisterschaft ausgefĂĽhrt, die immer
Kriehuber's Griffel beseelt^ . — 4. Unter»
schrift: Facsimile des NamenszugeS.- „ I . Cy.
Freiherr Zedlitz". Nach einer Photographie
von G. Äoberwein. Stahlstich volk Karl
Mayer'sK. A. in Nürnberg. — 5. Unterschrift:
^ I . C. von Zedlih". F. Theer vinx.,
Ch. Schul er soulpt. (Karlsruhe. Kunst»
vertag. 12 .^) im Taschenbuch „Urania" für
1838. — 6. Unterschrift: Facsimile des Na»
menszuges: „Zedlitz". Selb (lith.). gedr. bei
I . Rauh (3. T. Neumann in Nien. Fol.)
swie bei Krieyuber ideale Auffassung mit
Aehnlichkeit. so bei Selb diese mit alltäglicher
Nüchternheit^. — 7. Gezeichnet und lith. von
Theer (Wien 1836 Selbstverlag von Theer.
Roy.'Fol.) ^der Dichter im Stuhle sitzend^.
—
8. Stahlstich (Leipzig. Baumgärtner gr. 4°.)
l^ aus der Suite der im Verlage der Leipziger
„Modezeitung" erschienenen ursprünglich von
Cäcilie Brandt lithograpyirten, später von
verschiedenen KĂĽnstlern gestochenen Bildnisse).
— 9. Unterschrift: „Freih. von Zedlih". Stahl»
stich ohne Angade des Stechers. Titelbild zu
dem Sammelwerke „Moderne Poeten". Eine
schlechte Nachbildung des Bildnisses von Theer in der „Urania". — 10. Lithographie
ohne Angabe des Zeichners und Lithographen
in Lewald's „Europa" (gr. 8".),— 11. Holz-
schnitt mit Facsimile des Namenszuges aus
der 3. A. von C. Laufer in Heinr. Kurz'
„Geschichte der deutschen Literatur u. s. w."
(Leipzig l»28. Teubner. schm. 4<>.) Bd. I l l ,
S. 226. — 12. Unterschrift: „Freiherr von
Zedlitz" (nach einer Photographie aus dem
Verlage des Kunst« und Industriecomptoirs in
Wien). Holzschnitt ohne Angabe des Zeia>
ners und Xylographen in W a l 0 h e i m's
„3llustrirter Zeitung". — König Ludwig I.
von Bayern ließ des Dichters Büste model«
liren und in Manuor ausarbeiten. Ob sie in
der Nuhmeshalle aufgestellt ist. wissen wir
nicht. — Des Dichters Zedlitz Tod. Sem
Leiden war langwierig und bei der furcht«
baren Aiyemnoth. die ihn manchmal — in
letzter Zeit sehr oft — befiel, auch qualvoll,
Doch erfreute er sich einer sorgfältigen Pflege,
wie sie nur selten Poeten und nur wem»
gen Auserwählten zutheil wird. An seinem
Sterbelager weilten drei Frauen von groĂźem
Geiste: die Herzogin von Acceranza. die
Damen Binzer (bekannter unter dem Pseu«
donym Nitter) und Iduna Laube; die
geistreichsten barmherzigen Schwestern, die
je einem sterbenden Dichtergreise die letzten
Stunden verschönten. Der Leidende ertrug
alle Qualen mit vollkommener Ergebung in
sein Geschick; und als ihn in seinen letzten
Tagen ein Freund brsuchte, der ihm beru>
higend zusprach, rief er aus: „Mein Gott,
da alle Menschen sterben mĂĽssen, wird's mich
auch nicht umbringen." Ist dies bloĂź W:5
oder Galgenhumor? — Gedichte an Zcdlitz.
Abend.Zeitung. Redigirt von Th. Hell
sHofrath Win kl er) Dresden 20. Februar
l838. Nr. 44: „An I . Ch. Freiherrn von
Zedlitz". Gedicht von Z. Funk. — (Hoi>
m ayr's) Archiv fĂĽr Geschichte u. s. w. (Wien.
4".) Jahrg. l828. S. 221: „An Zedlitz". Ge>
dicht von Lichnowsky. — Oesterreich!»
scher So ldatenfreuno (Wien, 4".) l84l>,
S. 96: „An Zedlih". — Wiener Zei tung
Abendblatt. 1839. Nr. 47 im Feuilleton:
„Der siebenzigste Geburtstag (an Zedlitz)".
Von Adaldert St i f ter. — Pas Gedicht
„Die nächtliche Heerschan". Dasselbe hat wie
wenige Gedichte eine förmliche Geschichte und
eine kleine Literatur. Heute, unter dem Wandel
der politischen Ereignisse und der Zerfahren«
heit der leichtblĂĽtigen Franzosen ist es nahezu
veraessen. Ja, vergessen! Gedenkt doch dieser
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Volume 59
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Wurmser-Zhuber
- Volume
- 59
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1890
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon