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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Volume 59
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Page - 259 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Volume 59

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Zedlih, 239 Zedlitz, Christoph Sachsen. Sie stammen aus Franken und schrieben Nch anfänglich Czedlitz. Sed» licz e und (5edelic. Ein Dietrich (Dietze) von Zedlitz. der um 120t) lebte, erscheint als der eigentliche Stammvater dieses Ge» schlechtes, das sich in viele Aeste und Zweige spaltete, von denen noch zur Zeit drei Äeste: .4) Z e d l i h < N i m m crsa tt. H^ Z e dl i h und Neukirch und 6^» Zedlitz und Leipe in zahlreichen Speciallinien und Zweigen blü« den. Kaiser Rudolf I I . erhob Sigismund von Zedlitz mit Diplom vom 1 März 16lU mit dem Prädicate von Neukirch in den Freiherren st and. Dieselbe Gunst gr. wäbrte Kaiser Karl VI am 8. Juni 1733 drei Gliedern der Linie Zedlitz-Leipe: Georg Gottlieb, Friedrich und Kar l Sigismund. Aus derselben Linie wurde David Sigismund Freiherr von Zedlitz» Leipe aus Kratzkau. Frauenhe im u. s. w. am 6. Novlmoer 174! von König F r i ed r i ch I I . von Preußen in den Grafenstand erhoben. Schließlich erhielt noch Friedrich Nicolaus Freiherr von Zedlitz'Wilkau am tft. April 4764 die Grafenwürde, welche am 22. Februar 1810 auf seinen Schwestersohn und Erben Gott« lieb Jul ius Trützschler von Falken« stein überging. ^(Quellen. (Zedler's) Uni> versal'Lerikon. 61. Bd.. Sp. 312—338 (bleibt noch immer die Hauptquelle). — Genea« logisches Taschenbuch der gräflichen Häuser, 17. Jahrg. 1844, 21. Jahrg. 1848 und 2ft. Jahrgang 1835. — Historisch« heraldisches Handbuch zum genealo« gischen Taschenbuch der gräflichen Häuser (Gotha 1833. Perthes. 32".) S. 110l). — Gothaisches genealogisches Taschen» buch der freiherrl ichen Häuser (Gotha. Just. Perthes. 32".) V. Jahrgang (1835), S. 711—716; XXXVII. Jahrgang (1587), S. 1031—1060. — Hellbach (Ioh. Christ.). Adels'Lerikon oder Handbuch über die histo» rischen Nachrichten vom hohen und niederen Adel. besonders in den deutschen Bundesstaaten u. s. w. (Ilmenau 1826. Voigt. 8".) Bd. I I , S. 8l«. — Sch lesische Provincialblätter. Von Th. iDelsner. Nrue Folge, 4. Jahrg. (l863) November: „Die evangelische Kirche in Schlesien, ins» besondere die Verdienste der frciherrlichen Familie Z ed litz» Neukirch um dieselbe".) I I . Gtlich.- Sprossen dieses Geschlechtes, die zu Vesterreich in Beziehung stehen. 1. Na l - tHasar von Ze blitz. Derselbe lebte im 1«. Jahrhunderte und war ein Sohn Georgs, drr das Alter von iiu Jahren erreichte. Balthasar waltete als Landes, hauptmann in Mähren, zog gegen die Türken ins Feld und wurde zuletzt Hauptmann des Stiftes Trednitz Welches Trebnitz gemeint, ob das im Täborer Kreise Böhmens gelegene, das als Geburtsort Raoehky's berühmt ist, wissen wir nicht, — 2. Ehriskian Freiherr von Zedlitz f^iehe dessen besondere Biographie 2. 249^. — ^ Christoph von Zedlitz (geb. um 150«. gest. zu Breslau 1332). Ein aanz gewaltiger Kriegsheld, dessen Andenken sich in Geschichte und Dichtung erhalten hat. Er stammt auä dem Hause Zedlitz.Vuchwald und ist ein Sohn Heinrichs, der seine nach Jerusalem unter» nommene Wallfahrt beschrieben hat, und einer Hoch berg aus dem Hause Fürsten» stein Er zog 1327 mit König Ferdi nand I. nach Ungarn ins Feld gegen den S'ebtnbürger Wojwoden Johann Zäpolya. Als dann anläßlich der Krönung zu Stuhl» weißenburg ritterliche Spiele abgehalten wurden, that er sich in denselben so hervor daß ihm Oberst von Hardegg ein Fähnlein übergab. 1329. als So lim an Wien be» lagerte, zog er mit seinem Obersten dahin und verrichtete w^hre Wunder der Tapfer» keit. Den bei einem Ausfalle gefangen genommenen Zcd l i t z ließ der Sultan, der von der außerordentlichen Kraft und Tapferkeit desselben Kunde erhalten, in sein Lager zu Brück an der iieitha bringen und vor seinen Augen mit mehreren Muselman« nern kämpfen, welche Christoph alle in den Sand warf. Der Sultan, über so un« gewöhnliche Tapferkeit erstaunt, gab ihn nicht nur frei, sondern beschenkte ihn auch reichlich. Im Jahre 1330 erhielt Zedlitz von Kaiser Ferdinand den Ritterschlag. Er genoß aber nicht lange diese Auszeich» nung, denn schon 1332 ereilte ihn in jungen Jahren der Tod. Es ging das Gerücht, daß man ihm, als er türkischer Gefangener ge» wesen. aus Neid über seine Erfolge ein langsam wirkendes Gift beigebracht habe, dem er schließlich erlegen sei. Christoph liegt zu Breslau in der Elisabethkirche be» graben. Tobias Tob er, Feldarzt des Kaifers Matthias in Niederungarn, schrieb über ihn eine Tragödie, betitelt: „läsa, inilitiä veio eliriLtiaüi", welche 1607 ins Deutsche über« setzt und zu Liegnitz bei NicolauS Schnei- 17*
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Volume 59
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Wurmser-Zhuber
Volume
59
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1890
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
428
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
Lexika Wurzbach-Lexikon
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