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Zeisberg 389 Zeisberg
unwesentlichen Einstuß, und ich entsinne!
mich, da ich mit ihm in Lemberg viel
verkehrte und er oft des Abends als!
Gast in meiner Häuslichkeit vorsprach,
daß er gern und mit Liebe seiner Ver-
wandten Zein er gedachte. Weniger
glücklich war sie in ihren Bemühungen,
ihn vom Tode zu retten. Ihr Gang in
Begleitung 3a Roche's zum Fürsten
Windisch'Grätz blieb vergeblich, die
Wiener October. Erhebung mußte ihr
Opfer haben!
Wiener Zeitung. 4. Mai 1861. Nr. il)4.
S. 1643. — Presse (Wiener polii, Blütt)
186l, Nr. 120. — Sammler (Wiener
Untrrhaltungsblatt. 4") <8^4. Z. 402. mit
einem Gedicht an sie als Sappho. Ein
kritisches Curiosum, das die Zein er in den
Rollen als Lucie in Raupack's „König
Enzio". als I rene in Schenk's „Belisar".
als Sappho in Gri l lparzer 's gleich-
namiger monumentaler Dichtung preist und
erhebt. Sie war damals 27 Jahre alt. Es ist
ja möglich. Troß dieses Lobes sollte sie in
einem anderen Nollenkreis ihre Fordern
pflücken.
Zeisberg, Karl Nitter von (k. k.
Feldmarschall « Lieutenant und
Rit ter des Maria Theresien-Oroens,
geb. zu Bres lau 1788, n. A. 1789,
gest. im
steirischen
Bade Steinerhofam
29. Juni 1863). Er trat am 17. Jänner
4807 als Cädet bei Schwarzenberg»
Uhlanen Nr. 3 in die österreichische
Armee ein, rückte am 23. Mai 1809
zum Fähnrich bei Erzherzog Karl-Infan-
terie vor, warh in der Schlacht bei
Wagram am linken Fuß verwundet und
quittirte 23. Juni 1810. Am 16. Juni
1811 nahm er neuerdings Dienste im
Heere, und zwar als Cadet im 7. Jäger-
Bataillon, mit welchem er den Feldzug
1812 gegen Rußland mitmachte, wurde
am 12. November dieses Jahres Lieute-
nant im Bataillon, am 31. December
1813 Oberlieutenant und focht als solcher
v.Wurzbach. biogr. Lerikon. I.IX. sGedr. in den Feldzügen 1814 und 1813. Am
24. Juli l813 in den Generalquartier-
meisterftab übersetzt, ward er am 20. Fe>
bruar 1818 zum Hauptmann befördert
und in der Friedensepoche abwechselnd
bei den Huszaren, dem später aufgelösten
böhmischen Grenzcordon und den Jägern
verwendet. Im Februar <829 kam er
wieder in den Generalstab, ward im No>
vember 1830 als Major Director der
Mappirungsarbeiten in Croatien, im
März 1831 Chef des Generalstabes des
zweiten Armeecorps in Italien und im
Mai 1837 als Oberstlieutenant Director
der Generalstabsabtheilung in Ungarn.
Im Jänner 1840 zum Obersten im
Corps ernannt, übernahm er die Lei»
tung der statistischen Abtheilung des
Generalquartiermeisterftabes in Wien,
die er bis 1847 führte, worauf seine Er»
nennung zum Generalmajor und Bri-
gadier in Zara erfolgte. 1848 begleitete
er den Ban Iela'öi6 als Chef des
Generalstabes auf dessen Zuge durch Un«
gärn nach Wien. Im Feldzuge 1849
blieb er Chef des Generalstabes, erhielt
noch im nämlichen Jahre eine Brigade
beim Reservecorps des Feldzeugmeisters
Grafen Nugent und rückte im Juli
zum Feldmarschall'Lieutenant vor. Bei
der Reorganisirung der Armee im No«
vember 1849 wurde er Divisionär im
12. Armeecorps in Siebenbürgen, später
Divisionar in Wien und trat dann 1832
nach mehr als 40 Dienstjahren vor dem
Feinde und im Frieden in den Ruhestand,
den er noch 12 Jahre genoß. I n diese
vieljährige Dienstzeit fällt eine Reihe von
Waffenthaten, welche dem General das
Andenken eines ebenso muthigen als um»
sichtigen Kriegsmannes in Oesterreichs
Kriegsgeschichte sichert. Schon im Feld«
zuge 1812 gegen Rußland erkämpfte
er sich durch seine Tapferkeit bei Kowal
7. Juli l890.I 19
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Volume 59
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Wurmser-Zhuber
- Volume
- 59
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1890
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon