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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Volume 59
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Zeisberg 290 Zeisberg l27. September), wo er einen Kosaken, nach furchtbarem Zweikampfe im Flusse und nach einer Verwundung am Kopfe durch einen Lanzenstich deS Gegners, durch einen Schlag mit dem Gewehr« kolben aufs Haupt kampfunfähig machte, die silberne Tapferkeitsmedaille und wurde nach Heilung seiner Wunde Lieu- tenant. Im Feldzuge l813 wohnte er allen Gefechten bei und trug bei Leipzig eine Verwundung im Unterleibe davon. Während der langen Friedensepoche 48l3—1848 arbeitete er bei der Map- pirung und der Militärlandesbeschrei- bung in Croatien, Ungarn und zuletzt in Wien. Im Erhebungsjahre 1848 war er, nachdem der Ban Ie laöio am 11. Sep> tember die Offensive ergriffen hatte, als Generalstabschef bei allen Kämpfen gegenwärtig, zu deren siegreichen Er- folgen seine einsichtsvollen Dispositionen und seine zweckmäßige Führung der An- griffscolonnen wesentlich beitrugen. Im Kampfe gegen Wien leitete er am 28. October die Angriffe auf die Sanct Marxer Linie, die Vorstädte Erdberg. Rennweg und Landstraße. Die Sanct Marxer Linie erstürmte er unter persön» licher Führung von 3l) Freiwilligen des i5. Jäger-Bataillons, 12 Sereffanern, einer Abtheilung Pionniere, dann einigen Compagnien vom 3. Bataillon des Ogu- liner Regiments und dem Grenadier» Bataillon Ferrari unter dem heftigsten Kleingewehrfeuer, der Vertheidiger in wenigen Minuten und erleichterte den Angriffscolonnen auf dem Rennwege die Vorrückung. Am 30. October eröffnete er die Offensive gegen die Ungarn bei Schwechat und trieb mit dem Kürassier» Regimente Wallmoden und zwei Batail» lonen Khevenhüller den Gegner in die Flucht. Im Feldzuge 1848/49 gegen Un- gärn focht er mit Bravour bei Altenburg, bei Moor (am 30. December 1848) bei den Operationen gegen Ofen Anfangs Jänner 1849. Spater übernahm er das Commando einer Brigade bei dem Re» servecorps des Feldzeugmeisters Grafen Nugenl. Für seine Waffenthaten wurde Zeisberg, der schon früher das Com» mandeurkreuz des Leopoldordens er- halten hatte, in der 133. Promotion (vom 29. Juli 1849) mit dem Ritter« kreuze des Maria Theresien»Ordens ge> schmückt. Neben dem Feldzeugmeister Baron Rukavina, der sich als Cadet bei dem Sturm auf San Giacomo, wo auch der Großvater des Verfassers dieses Lexikons unter den Helden des Tages in der Relation genannt erscheint, die Tapferkeitsmedaille erkämpfte, war Zeis> berg der Einzige in der kaiserlichen Armee, dessen Brust nebst der Tapferkeits« Medaille, diesem höchsten Ehrenzeichen für die Mannschaft, auch der Maria Theresien'Orden, dieses höchste Ehren» zeichen für den Ofsicier, schmückte. Ge> neral Zeisberg, ein ebenso tapferer als intelligenter Offtcier, war nicht bloß Soldat, sondern auch Mensch, von dessen Herzensgüte, Liebenswürdigkeit und mit» dem Gebaren in stürmisch bewegter von den Leidenschaften aufgeregter Zeit noch Mancher, der ihn persönlich kennen ge« lernt, zu berichten weiß. Dun der (W. G.). Denkschrift über die Wiener October» Revolution. Ausführliche Darstellung aller Ereignisse aus amtlichen Quellen geschöpft... (Wien 1849, gr. 8«.) S. 293. 817. — Friedenfels (Eugen v.). Joseph Bedeus von Scharberg. Beiträge zur Zeitgeschichte Siebenbürgens im neunzehnten Jahrhundert (Wien 187?, Braumüller, gr. 8".) Bd. I I , S. 187 — 200. — Gratz er Zei ' tung vom 1. Juli 1863, Nr. 146. — Hirten feld (I.). Der Militär«Maria The» resien« Orden und seine Mitglieder (Wien 1857. StaatsdruÄerei, kl. 4°.) Bd. I I , S. t6«4. 1732. — (Hoffinger's) Oester»
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Volume 59
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Wurmser-Zhuber
Volume
59
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1890
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
428
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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