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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Volume 59
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Zeithammer 294 Zeich ammer 3ll5ki, GljbiZchlli null Gn! id sein Te5tllmeut" Mien 1874, Ler. 8".), auch in den „Sitzungs- berichten der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften philos.'histor. Classe"; — Nirchberg" (1889). Die wissenschaftliche Thätigkeit unseres Geschichtsforschers ist sowohl höchsten Ortes als von der ge lehrten Welt gewürdigt worden. Schon im August 4872 wurde er correspon» direndes, am 30. Juni 4882 wirkliches Mitglied der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften philosophisch « historischer Classe; von Seiner Majestät erhielt er den Regierungsrathstitel und am 9. No vember 4874 den Orden der. eisernen Krone dritter Classe, welcher Verleihung die Erhebung in den erbländischen Ritter- stand folgte. Schließlich sei bemerkt, daß ihm die Auszeichnung zutheil ward, zum Geschichtslehrer des Weiland Kronprinzen Rudolf erwählt zu werden, und daß er Mitglied der k. k. Centralcommission für Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale in Wien ist. Local» Anzeiger der „Presse" (Wien. Fol.) 22. October l872. Beilage zu Nr. 29l: „Die beiden neuernannten Professoren der Ge» schichte". — Dumreicher. Verwaltungs' organismus drr Universitäten, S. 86 u. f. Zeihberg, siehe Heisberg ^S. 289^. Zeithammer, Anton Ottokar läechi- scher Journal ist und Mi tg l ied des Abgeordnetenhauses des österr. Reichs« rathes, geb. zu Pisek in Böhmen am 3. November 1832). Sein Vater Georg (geb. zu Stsknä. 31. Juli 1800, f ) , welcher zuerst Professor am Gymnasium zu Pisek war, wo er die Stadtbibliothek gründete und für seine Verdienste um die Schule das Ehrenbürgerdiplom erhielt,. kam dann in gleicher Eigenschaft an das Gymnasium auf der Kleinseite in Prag und wurde zuletzt Schulrath und Prü- fungscommissar für Candidaten des Gymnasiallehramtes. Der Sohn Anton Ottokar beendete als Zögling des ehe- maligen adeligen Convicts in Prag 4834 die Rechtswissenschaften an der dortigen Hochschule und. begab sich im folgenden Jahre nach Berlin, wo er unter Boeckh, Cur t ius , Ranke und Ri t ter seine Studien fortsehte. Nach seiner Rückkunft legte er in Prag die Prüfung für das Gymnasiallehramt ab und erhielt eine Prafectenstelle an der theresianischen Ritterakademie in Wien. 4836 ging er als Professor der Geschichte nach Agram und kehrte 4864 in gleicher Eigenschaft an das Altstadter Gymnasium in Prag zurück. 4863 wurde er von dem Land» gemeindenbezirkKralowitz-Manetin in den böhmischen Landtag gewählt und war in demselben ununterbrochen thätig. Seine von der Regierung vermuthlich aus politischen Gründen beabsichtigte Versetzung an das Gymnasium zu Trop» pau kreuzte er mit der Niederlegung des Lehramtes, welches er durch acht Jahre versehen hatte, und wendete sich nun ganz der Publicistik und dem politischen Leben zu. Er wurde zunächst ständiger Mitarbeiter des deutschen Journals „Die Politik" und des oechischen „?o- k". d. i. Der Fortschritt, dieser zwei in der böhmischen Frage ent« chiedensten Oppositionsblätter Oester» reichs. Als Abgeordneter des böhmischen Landtages schloß er sich der Declaranten« Partei an. I n den Jahren 4867 und 4868 war er Mitglied der Stadtvertre- ung Prag und ward in derselben 486^ um Bürgermeister »Stellvertreter ge» wählt, welches Amt er durch sieben Jahre bekleidete. Nach dem Rücktritte
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Volume 59
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Wurmser-Zhuber
Volume
59
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1890
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
428
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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