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Feit Hammer 295 Zeitinger
Hulesch's — unter dem Ministerium
Auersperg — erfolgte seine Wahl zum
Bürgermeister von Prag, aber dieselbe
erlangte die kaiserliche Bestätigung nicht.
Beim (Antritte Potocki's in das Ca«
binet wurde er mit Oi-. Klaudy nach
Wien berufen, um an den Unterhandlun«
gen betreffs Gintrittes der öechischen Ab>
geordneten in den Reichsrath theilzu»
nehmen. I n denselben war er schon am
43. October 1873 von dem Land«
gemeindenbezirk Iiöin und am 30. Juni
1879 von dem Stadtbezirk Königgrätz
gewählt worden. Nach Eintritt der
öechen in den Landtag ward Zeit»
Hammer Mitglied des böhmischen Land-
tagsausschuffes, und seit 1882 ist er zu»
gleich OberstlandmarschalbStellvertreter.
Außerdem ist er Mitglied des Ver.
trauensmänner>(5ollegiums der böhmi»
schen 3andtagsabgeordneten nnd Vice-
prästdent derselben, Mitglied der parla-
mentarischen Commission der Rechten des
Reichsrathes, als dessen Viceprasident er
seit Ende October 1888 fungirt. Auch
wurde Zeihammer zu den Verhand»
lungen des Ausgleichs zwischen den
Deutschen und öechen in Böhmen, welche
Anfang des Jahres 1890 in Wien statt.-
hatten, zugezogen. Seine letzte Arbeit
im Abgeordnetenhaufe (März 1890)
war der Ausschußbericht über die gali-
zische Grundentlastungsfrage, worin er
darlegte, daß weder für Galizien eine
Rückzahlungsverpflichtung noch für den
Staat ein Recht auf Rückzahlung der
Grundentlaftungsschuld bestehe. Da nun
aber das Rechtsuerhältniß kein klares sei,
so gebe es zur Lösung dieser „peinlichen"
Frage kein anderes Mittel als einen oll-
ligen Vergleich, welchen Bericht auch der
Budgetausschuß genehmigte. Indessen
ist (am 16. Mai) das 106 Millionen-
Geschenk, durch welches der Staat ärmer, Galizien aber reicher geworden, vom
Abgeordnetenhause des österreichischen
Reichsrathes den Polen votirt und das
österreichische Volk an des Grafen Co«
ronin i geflügeltes Wort: luoFo äi
traNoo bitter genug wieder erinnert
worden. Was schließlich Z e i t h a m>
m e r's wissenschaftlich - schriftstellerische
Thätigkeit anbelangt, so beschränkt sich
diese zur Zeit darauf: daß er als Redao
teur der im Gregr'schen Verlage in
Prag seit 1883 erscheinenden
d. i. Bibliothek der griechischen und römi»
schen Classiker, zugleich mit Eduard N o»
votnF, Johann Kviöala, Franz
Sohay und Wenzel Zikmund ge-
nannt ist.
Allgemeine Zeitung (München. (Zotta.
«i°.) l888. Nr. 3U4. — Fremden.Blat t .
Von Gustav Heine, 1867, Nr. 9?: „Die
zweite Sturmsitzung im böhmischen Landtag".
— I l lus t r i r tes Wiener Extrablatt ,
1372. Nr. l45: „Die öcchen in Belgrad"
sZeithammer war mit Ladislaus Rieger
zur Thronbesteigungsfeier des jungen Königs
von Serbien nach Belgrad gereist). — Neue
Freie Presse (Wiener polit. Blatt) l867,
Nr. 933: „Korrespondenz aus Prag cläo.
6. Apr.l. I. Sitzung ors böhmischen Land.
tags". — Dieselbe. 30. October 1838.
Abendblatt, Nr. 8687. — semöeT-a ^4/ol«
?o/t<?ch). De^iu^ leci 2. literg.tui'? öe-äko-
8iov6Q8k«. Vek novt^'Zi, d. i. Geschichte
der öechoslavischen Sprache und Literatur.
Neuere Zeit (Wien 1868. gr. 8«.) Seite 309.
— (Gratzer) Tagespost, i863, Nr. 229.
Porträt. Ein solches bringen im Holz»
schnitt ohne Angabe des Zeichners und Xnlo»
graphen die Präger „Humoriätiokx ligt^«
uom 2l. November 1874. Nr. 47 (in kl. Fol.).
Zeitinger <auch Zeittiuger), Hierony»
mus (Kupferstecher, Ort und Jahr
seiner Geburt wie seines Todes unbe«
kannt). Er war ein Schüler des Vene>
tianer Kupferstechers Giovanni Marco
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Volume 59
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Wurmser-Zhuber
- Volume
- 59
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1890
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon