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Jelinka. Iosephine 309 Zelilko
idr Bürgermeister". — Reichenberger
Zeitung. 1861. Nr. l t4: „Des Wiener
Bürgermeisters Stammbäumchen" ^ein geist«
volles Apet?u des Wiener „Figaro"). —
Dieselbe. 1868, Nr. 279: „Züge aus dem
Leben des Bürgermeisters Zelinka". — Wan< >
derer (Wiener Parteiblatt) 1868. Nr. 322 >
im Feuilleton. Von N...r. — Wiener
Zeitung. 18(>8. Nr. 283 und 284. S. 736
u. f.: „Bürgermeister Or. Andreas Zelinka". j
Noch sind zu erwähnen: l. Franz Zelinka. !
ein zeitgenössischer Schriftsteller, der sich die ^
Geographie Böhmens zum Vorwnrf seiner!
Arbeiten genommen und in den Sechziger« !
Jahren als Lehrer an der Hauptschule in i
Veraun wirkte. Er gab ia öechischer Sprache!
mehrere Monographien, und zwar 1867: Eine
Wallfahrt durch den Berauner Kreis; 1868:
Die Gewässer des Königreichs Böhmen, mit
einer Karte"; I86i): „Die Berge Böhmens";
1871: eine „Geographie von Böhmen und
Mähren", alle Schriften im Hinblick auf den
geographischen Unterricht zum Theil fĂĽr die
Jugend, zum Theil für Lehrer und Lehramts»
Kandidaten, heraus. — 2 Ein F. Zelinka
ist ein Zeichner und Lithograph der Gegen»
wart. dessen Arbeiten man öfter in deutschen
und öechischen Blättern begegnet, so in Me<
d a n's „Er innerungen": „Hahnemann's
Denkmal in Leipzig"; — „Albrecht. Erz.
herzog in Oesterreich"; für das bei A. öerny
in Wien 1880 erschienene „Humorist icon
in Bild und Wort" zeichnete er das figuren» ^
reiche Nmschlagblatt und „Humorlsticons!
Nrujahrsriti"; für das Präger illustrirte
Vlait ^vet>-«, d. i Blüten, in den Jahr»
gangen 1870 und 1871 eine Reihe von Pro«
specten. so: „Netrlice" (1870, Nr. 50), —
„Die Haupikirche St. Peter und Paul zu
Sobeslav" (1871. Nr. 1); — „Die auf<
gehobene Kirche Sl. Rochus auf dem Stra«
how" (ebd.. Nr. 5),- — „Das Pantheon in
Paris" (ebd.. Nr. 13); — „Das Thor in
Velvarn" (ebd.. Nr. 19); — „Die Kirche
und die Schulen der ĂĽechischen Ansiedlung
St. Johann zu St. Louis in Amerika",
2 Bl. (ebd.. Nr. 23); — „Das Schloß Tra»
t'o^äan im dreieinigen Königreich" sebd..
Nr. 37); — „Ruine Kalnik in Croatien"
(ebd., Nr, 46); — „Die Heiligengrab.Capelle
zu Peti'ina bei Prag" u. a. Diese Zeich»
nungen sind treue Copicn der Natur und
somit als topographische Darstellungen be»
-merkenswert!). — 3. Iosephine Zelinka, Zeitgenossin, eine geborene <5'echin und cechische
Schriftstellerin, die in den Jahren l845
bis 1846 an den Vrager Unterhaltungsblät-
tern ^Vösla" (Die Biene) und „Xvet?"
(Blüten) mitgearbeitet hat. sl^aä» (Prager
Unterhaltungöblatt. 4".) l862. S. 79: ^L^ilzo-
vatelk^ üezke", d. i. Böhmische Schrift«
stellerinen). — 4. Kar l Zelinka (geb. in
Böhmen <883, gest. zu Prag am 15. Mai
l863). Er war mehrere Jahre Mitarbeiter
eines deutschen Prager Blattes, dann des
von Kra«a redigirten „62,5" und zuletzt der
„Xäroäni list^'"; aber auch Korrespondent
der Leipziger „Deutschen Allgemeinen Zei»
tung". und al2 letzterer so wahrheitsgetreu
und schonungslos, daĂź. als man erfuhr, wer
dirse gefĂĽrchteten Korrespondenzen aus Prag
liefere, er im FrĂĽhjahr I86l) aus dieser Stadt
verbannt und zu Pilsen internirt wurde, wo
er in den kümmerlichsten Verhältnissen bis
zu seiner im August l860 erfolgten RĂĽckkehr
lebte. Schwächlich und immer leidend, starb
er in jungen Jahren dahin. Als Journalist
war er ein Original durch und durch, und
die Präger „Politik" brachte bald nach dem
Tod? Zelinka's sein Charakterbild in einem
köstlichen „Ein genialer Notizensammler" be«
titelten Feuilleton, in welchem er. wie er
leibte uno lebte, abkonterfeit ist. und welches
einen nichl uninteressanten Beitrag zur Ge«
schichte des österreichischen und zum Wesen
und den Geheimnissen des Journalismus
ĂĽberhaupt bildet. M iene r Zeitun g. 1863.
13. Mai 1863. Nr. 113). — 3. Theodor
Zelinka. der Neffe des wackeren Bürger»
meisterö Dr. Andreas Zelinka, dessen
Lt'brnsskizze oben mitgetheilt ist. und einer
der Hauptcrben desselben. Er studirte in
Wien die Rechte, erlangte daraus die Doctor»
würde und wurde zum k. k. Notar in Waid»
Höfen an der Ubbs ernannt. Zur Zeit ist er
Mitglied der k. k. niederösterreichischen No«
tariatskammer. Er hat das Werkchen: „Waid»
Höfen an der Ubbs. Ein Touriftenbuch, allen
Freunden der niederösterreichischen Alpen ge<
widmet" (Wien i870. Beck. 8".). eine mit
großer Sachkenntnis und Geschmack aus«
gefĂĽhrte Monographie, herausgegeben, von
welcher 1874 eine zweite verbesserte und ver»
mehrte Auflage erschienen ist.
Wenzel (Kupferstecher,
geb. zu Prag um 1813). Alles, was
wir ĂĽber diesen Kupferstecher, dessen
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Volume 59
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Wurmser-Zhuber
- Volume
- 59
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1890
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon