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Zellner, Leopold 312 Zeüner, Leopold
und Aichilectmstücke in Aquarell, und sein
Porträt des Grafen Friedrich von Herber«
stein wurde von Blasius Höfel l850 für
das Carollno»Auausteum in Salzburg ge«
stochen. — :j. Georg Zeller (geb. zu Inns«
brück l7A3. gest. in DreSden lsl i ) . Ein
Zeichner und Tilberarbeicer, der sich in
Paris. Amsterdam. Wien und Prag in seiner
Kunst ausbildete und Tressliches in derselben
leistete. So führte er aus dem Deckel einer
Tabaksdose eine Schlacht aus, für welche er
rin Honorar von hundert Ducaten erhielt.
Er fertigte auch viele andere getriebene
Arbeiten mit großer Vollendung und besaß
den Ruf eines geschickten Künstlers. sTiro«
lisch es Künstler« Lerikon oder kurze
Lebensbeschreibung jener Künstler, welche ge»
borene Tiroler waren oder eine längere Zeit
in Tirol sich aufgehalten haben. Von einem
Verehrer der Künfie ^geistlicher Rath L ema n)
(Inn. druck lkso. Fel. Rauch, «<,.) S. 281
^dieses spricht die Vermuthung aus. daß er
in Prag ledig gestorben), — N a g l e r
(0). K. Dr.). Neues allgemeines Künstler»
Lerikon (München. E. A. Fleischmann, gr. 8".)
Bd. XXII (l852), S. 237 snach diesem starb
er zu Dresden i8l l im Aller von 73 Jahren).
— 4. »Karl Zeller (geb. zu St. Peter in
der Au in Niederosterreich 1842). Nach
beendeten rechtswissenschafllichen Studien und
erlangter Doctorwürde trat er in den Staats«
dienst und bekleidet zur Zeit die Stelle eines
Sectionsrathes im k. k. Ministerium für
tHultus und Unterricht in Wien. Neben seinem
Berufe widmet er sich der Tonkunst und ist
als Componist vielfach thätig. Außer einer
großen Anzahl von Liedern und (5hören hat
er auch mehrere Operetten comuonirt, >o
uncer anderen „Ioconde"; — „Die Carbo»
nari"; — „Der Vagabund" und das Lieder»
spiel „Die Thomasnachi". sDas geistige
Wien. Herausgegeben von Ludwig Eisen»
berg uno Richard Oroner (Wien 188!),
8".) S. 24li.)
Zellner, Leopold Alexander (Com-
positeur, geb. zu Agram in Croa»
tien am 23. September 1823). Sein
Vater Zacharias war Domorganist zu
Agram und starb daselbst am 6. Februar
1873. Den ersten Unterricht in der
Musik erhielt Leopold von seinem
Vater, erlernte früh das Cello», Orgel- und Oboespiel und versuchte sich auch
als Kind in der Composition. Mit
13 Jahren wurde er Organist in der
Katharinenkirche, dann trat er bei dem
k. k. Verpflegsamte ein und diente in
demselben zehn Jahre. Nachdem er 1849
diese Stelle aufgegeben, ging er nach
Wien, ertheilte Unterricht in der Musik
und arbeitete als Musikreferent bei der
von Kur anda redigirten „Ostdeutschen
Post". Im Jahre 1833 gründete er
selbst die «Blätter für Musik", die er bis
1868 — mit kurzer Unterbrechung wah-
rend der Zeit, als er 1838 zum Journal
„NeU'Wien" übergetreten, das aber nach
wenigen Monaten zu erscheinen auf'
hörte — redigirte und damit ein Organ
schuf, welches für die Musik« und auch
Kunstgeschichte Wiens reiches Material
darbietet. 1839 führte er auch die „histo»
rischen Concerte" in Wien ein, welche
großen Anklang fanden und bis 1866
fortgesetzt wurden. Am 1. October 1868
übernahm er nach dem 1867 erfolgten
Tode Simon Sechter's dessen Stelle
als Harmonielehrer am Wiener Conser-
vatorium und wurde im folgenden Jahre
Generalsecretär der Gesellschaft der
Musikfreunde, welchen Posten er zur
Stunde noch bekleidet, überließ aber
unter Einem die Redaction der „Blätter
für Musik" an Ludwig Oppenheimer,
der seit 15 Jahren Hauptarbeiter der«
selben war. Ein virtuoser Harmonium»
spieler, gab er als solcher öfter Concerte,
wirkte auf seinem Instrumente in seinen
historischen Concerten mit und hat nebst-
bei für dasselbe einzelne Verbesserungen
eidacht. Als Componist schrieb er Messen,
Oratorien, dann viele Clavierstücke,
Cellosachen und mehrere Chorlieder,
zahlreiche Arrangements für das Har<
monium ungerechnet. Von seinen größeren
Werken nennen wir: „Vllrtrllgsötntlieii knr
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Volume 59
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Wurmser-Zhuber
- Volume
- 59
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1890
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon