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i) Fortunüt Vincenz 320 ^ Franz
zurück. Nun arbeitete er wieder in
Handelsgeschäften, bis sein Verhalten
am 22. Juni 1866 seine neuerliche Ver-
bannung veranlaßte. Er begab sich nach
München und über die Schweiz nach
Mailand, aber schon am 20. October
desselben Jahres war es ihm vergönnt,
zu seiner Schwester zurückzukehren, mit
welcher er nun gemeinsam lebte. Jetzt
flössen seine Tage ungestört unter Ar»
beiten dahin, mit denen er seinen Lebens-
unterhalt bestritt. Unter dielen seien ge>
nannt seine ^Huaäri Ltatistici äslia
Lvoibtü. operais. <1l liovSrsto" ; —
„sunto 5toriec> äe^ii statuti 6 privi-
Itzxi oonoessi a liovereto äa. ^l 2.231-
aus den Pergamenturkunden des Rove-
redaner Archivs zusammengestellt. Im
Jahre 1868 nahm er einen Antrag der
Handelsfirma Giuseppe Lugo in Trient
an und übersiedelte dahin. Auch wahrend
seines dortigen Aufenthaltes, der bis
1873 währte, war er neben seinem kauf-
mannischen Berufe wissenschaftlich thätig,
und seine Hauptarbeit daselbst besteht in
der Ordnung des numismatischen Mu»
seums der Stadt und in der Anfertigung
eines wissenschaftlichen Katalogs, wofür
ihn das Museum zum Mitglied erwählte.
Im Februar 4873 ernannte ihn die
Looieta. HFrai-ig. von Roveredo zum
Bibliothekar und am 17. April desselben
Jahres das städtische Museum von
Roveredo zum Vice-Director. Da traf
ihn im Juli 1873 ein Schlaganfall, von
dem er sich wohl nach und nach etwas
erholte, aber schmerzlicher traf ihn im
Februar 1878 der Verlust seiner Schwe»
ster, der einzigen, die ihm von allen An»
gehörigen geblieben. I m März 1878
schenkte er dem Museum der Stadt und
der Bibliothek zu gleichen Theilen seine
Büchersammlung, dem ersteren überdies seine reiche entomologische und Münzen-
sammlung, wofür zum Dank die Stadt
die Aufstellung einer Denktafel in den
Räumen des Museums beschloß. In
seiner letztwilligen Verfügung vom
23. Mai 1878 setzte er das Museum und
die Akademie von Rovezedo zu gleichen
Theilen zum Erben seiner Gesammthabe
ein. Einem längeren Leiden erlag er im
Alter von 60 Jahren. Zenis' Andenken
in Roveredo lebt fort als des Gründers
des Stadtmuseums, welches er überdies
mit seinen kostbaren Sammlungen be»
reichert hatte. Er war auch Mitglied der
Gesellschaft für sve/ielle, besonders vater-
ländische Naturgeschichte zu Dresden,
des entomologischen Vereins von Stettin
und seit 1873 Conservator zur Erfor»
schung und Erhaltung der Alterthümer
für die Diöcese Trient.
vös/tt sHuFFe^o). ^11» moinoria, äs! I^onäa-
okiy60, 31-. 8".).
Porträts. Lichtdruck und Facsimile dei>
Namenszuges: Fortunato Zeni (bei vorbe»
nannter Biographie).
et, tzranz (Maler und I l l u -
strationszeichner, geb. in Böhmen,
Ort und Jahr seiner Geburt unbekannt),
Zeitgenoß. Im I. Jahrgang (!890) des
„Almanachs der Maler und Bildhauer
Deutschlands und Oesterreich-Ungarns"
(Stuttgart, Greiner und Pfeiffer, 32^.)
heißt er auf S. 278 unrichtig Zen^esik.
Er soll an der Kunstgewerbeschule in
Prag angestellt sein. Uns ist er seit
dem Jahre 1870 bekannt, in welchem
er in den Prager illustrirten Zeitungen
„Tvst:?", d. i. Blüten, und „Zvsto-or"
mit mehreren humoristischen Zeichnungen
und Chargen auftrat. Nun folgten
1871, 1872, 1873, 4874 noch eine
Reihe von Zeichnungen, mitunter voll
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Volume 59
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Wurmser-Zhuber
- Volume
- 59
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1890
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon