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Zenner 323 Zeno, Apostolo
sa^'i", welche bis zu seinem Tode
6 Auflagen hatte, und seinem Vor-
ganger in der Würde eines Weihbischofs
sehte er in der Schrift: „Frau; snnph
schulil,' (Wien. 2. Aufl. 1867) ein
biographisches Denkmal. Im bedrängniß-
vollen Jahre 1348 vertraute er sein Ver-
mögen einem Freunde. Als dieser plötz«
lich schon in kurzer Zeit starb, fand sich
von dem anvertrauten Gelde kein Heller
mehr vor. (5r klagte nie über diesen
empfindlichen Verlust. Die unten bezeich»
nete Monograpie versucht es, das Leben
dieses „Priesters im Herrn" zu zeichnen.
Die Cardinäle Rauscher, Fürst
Schwarzenberg und Fürst Fürsten»
berg, alle drei seine ehemaligen Schüler,
ließen auf dem St. Marrer Friedhofe
über dem Grabe ihres Lehrers ein Herr-
liches Denkmal in gothischem Style er»
richten. Ein anderes Denkmal errichtete
sich Zenner selbst, indem er in seinem
Testamente ein Pectoralkreuz und einen
Ring von kostbaren Edelsteinen im Werthe
von 60t)l) st. zu einer Monstranze legirte.
welche der Silberarboiter I . Matzen»
au er nach dem Entwurf des Architecten
Lippert ausführte, von welchem auch
der Entwurf zu Zenner's gothischem
Grabmonumente gezeichnet ist. Franz
Taver Zenner und Franz Seraph
Schmid >M. XXX, S. 240, Nr. 33^
sind das priesterliche Dioskurenpaar,
welches die Zierde des Wiener Metro-
politancapitels bildet. Noch sei bemerkt,
daß unser Weihbischof das Honorar für
sein Werk „In8truotio praotica oonkes-
82.rii" für Missionen im Orient wid-
mete und ununterbrochen von seinem
Einkommen bedeutende Beträge zur Ver>
theilung für Arme bestimmte, welche
doch nie den Namen des Gebers er»
fuhren. Das fürsterzbischöfliche Knaben«
seminar hat er zum Universalerben seines Nachlasses eingesetzt, wie er schon bei
Lebzeiten ein unablässiger Förderer und
Wohlthäter dieses Institutes war.
Franz Xaver Zenner. Weihbischof und
Genrralviccir der Wiener Erzoiöcese. Eine
biographische Skizze (Wien 1802. 3. Mayer.
5l S.. 8".). — Oesterreichischer Volks-
freund (Wien. Fol.) l8t>4. Nr. 2Z8 im
Feuilleton: „Der verstorbene Weihbischof
von Wien". — Katholische Blätter.
Herausgegeben vom katholischen Centraloerein
in Linz (Linz. 4«) XI I I . Jahrg.. i6. No<
vember t86l. Nr. 92: „Der verstorbene
Weihbischof von Wien". — Wiener Zei»
tung. <8l!2. Tagesbericht. Nr. 39: „Das
Grabmcnumcnt für den verstorbenen Weih»
oischof Zenne.". — Vrunner (Sebastian).
Denkpfennige. S. 54. 264.
Zeno. Apostolo (Dichter und
Schrif tstel ler, geb. zu Venedig
11. December 1668, gest. daselbst
11. November 1730). In Rede Sie«
hender, dessen Geburtsjahr sich öfter
1688 statt 1668 angegeben findet, ent-
stammt nicht nur einer sehr alten und
vornehmen Venetianer Familie, sondern
viele Sprossen derselben sind auch ge»
schichtlich denkwürdig und spielen in Ve«
nedigs Geschichte eine hervorragende
Rolle. I n jungen Jahren verlor er seinen
Vater Pietro und wuchs unter der
Leitung seiner Mutter Caterina Se»
vastö, einer geborenen Candiot in,
auf, die sich nach dem Tode ihres Gatten
mit Pier Antonio Cornaro wieder
vermalte. Der Stiefvater, ein gutherziger
Mann, hinderte den Leseeifer des Kna»
ben nicht. Als derselbe älter wurde,
brachte ihn sein Oheim, welcher Bischof
von Capodistria war, in das Semi»
nar der Somascher, und dort ent>
wickelte sich Zeno's Talent für die
Dichtkunst, das früh hervorbrach und
ihn bald in weiteren Kreisen bekannt
machte. 32 Jahre alt, wurde er aus-
ersehen, als 1700 dem Herzog Rinaldo
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Volume 59
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Wurmser-Zhuber
- Volume
- 59
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1890
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon