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Zeplichal, Anton Michael Z31 Zerboni di Sposetti, IuliuS
Silber unterlegt, die des rechten und linken
schwarz mit Gold. Schild balter. Zwei
weiĂźe Windhunde mit rothen goldgefaĂźten
Halsbändern.
Heplichal, Anton Michael (gelehrter
Jesuit, geb. zu Trebitsch in Mähren '
43. Mai 1737, gest. 14. November z
1806). Nachdem er die Humanitäts-!
clafsen zu Iglau beendet hatte, trat er j
am 27. October 1733 in den Orden der
Gesellschaft Jesu. Als die Trennung
Schlesiens von Böhmen erfolgte, ging er!
in den zu PreuĂźen geschlagenen Landtheil. !
wurde Doctor der Philosophie und!
Priester des königlichen Schuleninstitutes l
daselbst, dann königlich preußischer Di> >
rector der Universität in Breslau und
der gesammten katholischen Gymnasien
im Herzogthum Schlesien und in der!
Grafschaft Glatz, in welcher Eigenschaft
er 1801 in den Ruhestand versetzt ward.
Er schrieb Grammaticalisches, Mathe-
malisches, Geographisches, Geschicht»
liches, meist fĂĽr den Schulunterricht.
Seine zahlreichen Schriften verzeichnen
P e l z e l , M e u s e l und Kayser ' s !
„Bücherlexikon". Wir nennen davon: i
„Enlniuri ticr No5roul'ch'schen Natnrllhre" ^
(Breslau 1769, 8".); — „Algebraisches
Gllbrllen" (ebd. 1769, Fol.; 2. Aufl.!
(ebd. 1769,
8^.)', — „Oinltitnng n^ dlr bergmännischen
Kenntuiss des Grllblllls" (ebd. 1771, 8".); !
/" (ebd. 1772, 8".); — „Gntmurk
einer NeltgeLchichte nach einer chronologischen
Elltel" (ebd. 1774, 8«.)', — „InLtrnrtkn
Mr die Priester des k'önigl. Zchuleninstitutes in
Schlesien, als ein Anhang pm Fchnlenreglrment"
(ebd. 1776, Fol.); — „schnlgrsche 5är die
Aniuersitllt in Nrrslllu und die Gymnasien dkZ
König!. Schnlrninstitutes in Schlesien" (ebd.
4777, Fol.). Zeplichal war ein tĂĽch- tiger Schulmann und legte durch seine
Instruttionen und Reglements vornehm»
lich den Grund zur gesunden Entwick-
lung des Schulwesens in PreuĂźisch-
Schlesien.
(De Luca). Das gelebrte Oesterreich, Ein
Versuch (Wien <?78. oon Trattner. 8".)
I. Bds. 2. Stück. S. 280. — Voggen»
dorff ( I . C.). Biographisch - literarisches
Handwörterbuch zur Geschichte der eracten
Wissrnschafren u. s. w. (Leipzig l862 und
i863. Ioh. Anibr. Bartb. sckm. 4«.) Bd. I I ,
Sp. <406. — Pelzet (Franz Märt). B5H.
mische, mährische und schlesische Geledrte und
Schriftsteller aus dem Orden der Jesuiten
(Prag t78N. 8".) S. 276. — Meusel (Io>
hann Georg). Gelehrtes Teutschland (3em»o)
4. Aufl,, Bd. IV, S. 276.
Ein Cajetan Kar l Zeplichal ist ZeitgenoĂź
und Stenograph und in seinem Fache schrifc»
stellerisch thätig; es erschienen uon ihm:
„Lehrbuch der Gab el sb erg er'schen Steno-
araphie". mit 28 stenoz?r.
Tafeln (Wien t87l.
Klemm. 8".) und „Anleitung zum Gebrauche
der SatzkĂĽrzungen in der Praris" (Wien
ls7l. gr. 8".).
Zerboni di Sposetti, Julius von
(Schriftsteller, geb. 13. August 5805.
gest. 9. August 1884). Sein Vater Kar l
war Gutsbesitzer und Landstand in der
preuĂźischen Provinz Posen, wanderte
aber um 1816 nach Oesterreich aus, wo
er theils als Privatmann, theils als
Gutspachter lebte und in Neudorf bei
Theben starb. Seine Mutter Mar ia
Iosepha war eine geborene Grund-
mann. Ju l ius erhielt seine Erziehung
an den verschiedenen Schulen, welche er
bei dem öfter wechselnden Aufenthalte
feines Vaters besuchte. Nachdem er das
Gymnasium beendet hatte, trat er als
Accefsift bei der k. k. Hofkriegsbuchhal-
tung in den Staatsdienst, vertauschte
aber denselben bald mit der Zandwirth-
schaft, indem er verschiedene Besitzungen
in Mahren und Schlesien bewirthschaf»
tete. Wann er nach Niederösterreich, und
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Volume 59
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Wurmser-Zhuber
- Volume
- 59
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1890
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon