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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Volume 59
Page - 336 -
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Page - 336 - in Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Volume 59

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Zerbs, Gustav 336 Zerdahelyi (Adelsfamilie) man durch einen Zufall seine Leiche bei dem Dorfe Nosnitz (zwischen Chlum und Königgratz). — Wohl ein Bruder des Obigen ist Anton Zerbs, gleichfalls in Petrinia geboren, und zwar am 8. Iän ner18l9. Auch in derWiener-Neustadter Militärakademie 1830 — 1838 ausge bildet, kam er in letzterem Jahre als Fähnrich zum 2. Banal» Grenz »Regi mente Nr. K, in welchem er bis 1849 zum Hauptmann vorrückte. Im Novem> ber 1830 im Ottoöaner Grenz'Regi» mente Nr. 2 eingetheilt, wurde er 1838 zeitlich pensionirt und trat im Jänner 1861 als Militärattache ins General- consulat zu Sarajewo; am 22. Jänner 1862 erfolgte seine Ernennung zum Archivar beim Generalstabe. A n t o n Zerbs machte die Feldzüge 1848 in Italien, 1849 in Ungarn mit und er- kämpfte sich für sein tapferes Verhalten vor dem Feinde erst die ah. Belobung, dann das Mslitär-Verdienstkreuz. Er ist bereits im Ruhestande. — Wohl Söhne des einen oder andern der beiden Vor» genannten sind: Anton Zerbs, welcher Lieutenant bei Kaiser Alexander von Ruhland > Infanterie Nr. 2 war, für ausgezeichnetes Verhalten im Feldzuge 4866 in Böhmen das Militär-Verdienft. kreuz erhielt und zur Zeit im Kriegs- Ministerium im Protokoll zur Dienstlei- stung zugetheilt ist; und Gustav Zerbs, der sich als Lieutenant bei Erzherzog Ernst'Infanterie Nr. 48 im bosnischen Occupations'Feldzuge das gleiche Ehren^ zeichen erkämpfte und zur Zeit Ober- lieutenant im Infanterie - Regimente Nr. 99 Georg I. König der Hellenen und Frequentant der Kriegsschule ist. Der Kamerad (Wiener Soldatrnblatt) 1866, Nr. 104. — Die Presse (Wiener polit. Blatt) 1866. Nr. 236. — Thürheim (An> dreas Graf). Gedenkblätter aus der Kriegs' Geschichte der k. k. österreichisch «ungarischen Armee (Wien und Teschen l882. Prochaska. Ler. 8«.) Bd. I, S. 10. 222. 323. 468; Bd. I I , T. 509. 398. Zerdahelyi, die ungarische Adels- familie. Dieses in ^ r Neutraer Gespan- schaft ansässige ungarische Adelsgeschlecht führt seinen Ursprung bis ins 1o. Jahr- hundert zurück, in welchem um 1490 ein Zenedict Zerdahelyi als Ahnherr dßs- selben erscheint. Das „GenealogijM Taschenbuch der Ritter- und Adels» geschlechter" (Brunn 1870, Buschak und Irgang, 32«.) I. Jahrgang (1870), S. 474 setzt den Ursprung desselben be- reits in das Jahr 134t, in welchem der Heerführer Georg Z/rdahelyi das Adelsdiplom erhielt. Wir folgen der zu» verlassigeren Quelle von Ivan Nagy, und erscheint das von ihm angeführte Geschlecht ganzlich verschieden von dem im obgenannten Taschenbuch dargestell» ten. Die Familie Zerdahelyi steht nunmehr auf vier Augen; die einzigen noch lebenden männlichen Sprossen sind Emmerich Fran) und Eduard (geb. 1821), welch Letzteren Nagy als einen berühmten Pianisten bezeichnet. Wir fügen noch bei, daß Eduard sich 1848 der ungarischen Bewegung anschloß, Hauptmann in der Honvödarmee und Agent der revolutionären Partei war. Im Jahre 1849 befand er sich in Wei- Gar bei Liszt, 1830 bereiste er Ame- rika als Claviervirtuos und lebte dann zu Boston als militärischer Schriftsteller. — Aus dieser Familie sind noch bemerkens- werth: Gabriel (gest. 1813). ein Sohn Lorenz Zerdahelyi's aus dessen Ehe mit Barbara Plathy. Derselbe wid» mete sich dem geistlichen Stande und wurde Vicar in Gran, dann Domherr und Propst von St. Stephan, Weihbischof von Corcola, 1780 Propst des Waizener
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Volume 59
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Wurmser-Zhuber
Volume
59
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1890
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
428
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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