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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich - Wurmser-Zhuber, Volume 59
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Zetter, Karl Johann 35! Zettl war ein eigenartiger durchaus selbst' ständiger Charakter, der als Deutsch' ungar in seinen Anschauungen und Sym» pathien an seiner Heimat hing und die» selben, wo sich ihm Gelegenheit bot, frei- müthig zum Ausdruck ^brachte. Ueber seinen Sohn siehe die folgende Lebens- Storch (Franz I)r. ineä.). Skizze zu einer naturhistorischen Topographie des Herzog' tkulns Salzburg (Salzburg <8o7, Mayr. 8".) S. 43 in Reihenbeck's ..Geschichte der bo- tanischen Forschungen in Salzburgs Zetter, Karl Johann (Schri f t - steller, geb. zu Trebes ing bei Gmünd in Oberkarnthen am 4. Mai 1842). Ein Sohn Johann Theophil Maximil ians snehe den Vorigen^, be- suchte er, als Letzterer 1846 vom Pro- testantismus zum Katholicismus über» getreten war und in Salzburg eine Lehrerstelle erhalten hatte, das Staats- gytnnafmm daselbst und bezog spater die Universität in Gratz, wo er sich dem theologischen Studium widmete und 1864 die Priesterweihe empfing. Nach vierjähriger Thätigkeit als Lehrer im fürstbischöflichenDiöcesan Knabenseminar wurde er 1869 als Religionsprofessor an das neubegründete zweite Staatsgymna» sium in Gratz berufen, in welcher Stel- lung er noch zur Zeit in Verwendung steht. Schriftstellerisch auf dem Gebiete der erzählenden Dichtung thätig, hat er biher herausgegeben: „Verbrechen unll Sühne. Novelle" (Gratzt868); — „Fllmi- iienrulhe aber das Erdbeben in «tlllllbrien im Ichrr 1733. Nauelle" (ebd. 1369); — „Nie letzten Olllken Nerq uder HhiiZt und Muhame- illlner. HiLtliri5chr5 OlMllktergemllldt" (ebd. 1869); — „Nie Cutaren in Ungarn. Listn- rische Nunelle" (1869); — „Nn5 ilrm Nanern- Kriege GberÜzterreichz. Mtllliäche Nauelle" (1870); — „Wchrheit und Elllum. Erckh. lnng Nllln 5ll!^ burgl2chln NntelLberge" (1870); — „Ge5llmmelte Muellen" (i872). Un> serem Schriftsteller ist bereits der Titel eines fürstbischöflichen geistlichen Rathes verliehen worden. Zetter. Samuel. Dieser Kupferstecher, der in der zweiten Hälfte des 18. Jahr- Hunderts lebte und arbeitete, erscheint auch Czetter und Tzetter geschrieben, und der Künstler selbst — ein sehr ge- schickter Stecher in Iohn'scher Manier — bedient sich auf seinen Blattern beider Schreibungen. Unser Lexikon brachte nähere Nachrichten über ihn bereits im 48. Bande, S. 203 u. f. unter Schrei- bung Tzetter. Zettl, Ludwig Ritter von (Archi- tect, geb. zuZbozy in Böhmen am 3. Mai 182l). Er widmete sich den tea> nischen Studien und darin dem Bau- fache, trat in den k. k. Staatsdienst und wurde, stufenweise vorrückend, zuletzt k. k. Oberbaurath. Von seinen Bauten in Wien nennen wir das Palais Leiten» berger am Park-Ring, wovon das Fapadenmooell, von Bildhauer Dolli» schek ausgeführt, in der Wiener Welt- ausstellung 1873 in der Kunstabtheilung zu sehen war; — das Palais Wehli in der Elisabethstraße; — die pathologische Anstalt des allgemeinen Krankenhauses; — die neue Krankenanstalt Rudolf- Stiftung, über welche I . Horky eine besondere Beschreibung drucken ließ. Zett l er war ein Günstling des Mini- sters Baron Lasser und wurde mit dem goldenen Verdienstkreuze mit der Krone, 1864 mit dem Ritterkreuze des Franz Joseph» und später mit dem Orden der eisernen Krone dritter Classe ausgezeich» net und den Statuten des letzteren gemäß in den erbländifchen Rilterstand er-
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Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich Wurmser-Zhuber, Volume 59
Title
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Subtitle
Wurmser-Zhuber
Volume
59
Author
Constant von Wurzbach
Publisher
Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
Location
Wien
Date
1890
Language
German
License
PD
Size
13.41 x 21.45 cm
Pages
428
Keywords
Biographien, Lebensskizzen
Categories
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