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Zeyer 354 Zeyk von Ze^kfalva^ Daniel
eechischen Dichter erhalten wir auf Um»
wegen über Italien und Deutschland, und
zwar von de Gubernatis und Born-
müller. Selbst der „slovnlk nauonv",
der betreffs eechischer denkwürdiger Per-
sonen nicht eben sparsam ist, läßt uns
hinsichtlich des in Rede Stehenden im
Stich. Beide Quellen schweigen über
seinen Lebens- und Bildungsgang. Zeyer
bereiste Deutschland, Frankreich, Italien,
Griechenland und Rußland und ver«
weilte in letztgenanntem Lande einige
Jahre als Erzieher. Auf schriftstellerischem
Gebiete thätig, wählte er seine Stoffe
theils aus dem socialen Leben der Gegen-
wart, theils aus der russischen Geschichte
und hat bisher veröffentlicht: ^4«ck?-6sss
<?6)-nl'F6tt", ein Roman aus der Zeit der
Kaiserin Kathar ina I I . , welcher sein
bedeutendstes Werk sein soll; — ferner:
„Miss Glqmpill"; — „Srine Welt und die
ihrige"; — „Nrr Grak Raurr": — „Zbcn>
teuer der Mlldlllnll". dann Bilder aus dem
Orient: „Nie Märchen tirr Zosann, sammt-
lich Romane aus der modernen Welt, und
den westeuropäischen Culturroman aus
dem Mittelalter: „Nie trene FrcnnbZchait
zmiächen Nmis und Ämil". Ein Cyclus von
Novellen ist in der Mikoweeschen
belletristischen Zeitschrift ^umir^ er»
schienen. Im Jahre 1880 gab er eine
Reihe epischer Gedichte, in welchen er
Böhmens Vorzeit poetisch verherrlicht,
unter dem Titel ^^se^?-a^" heraus und
erzählt uns in metrischer Form die schon
so oft behandelten Sagen von Libussa,
Vlasta, sarka, ö t i rov , 3umir,
P r z e m y s l und Anderen. J u l i u s
Zeyer hat sich nach französischen
Mustern, vornehmlich nach ßlaubert
und Gautier gebildet.
Vorn müller (Fr.). Biographisches Schrift«
steller«Lexikon der Gegenwart. Die bekann»
testen Zeitgenossen auf dem Gebiete der Nationalliteratur aller Völker mit Angabe
ihrer Werke (Leipzig 1882. Verlag des
bibliographischen Instituts, br. <2".) S. 784.
— Ds 6liie,'ttaiis ^ln^e/o^. viöionkrio
ornato 6i oltro 3<)l) ritratti (I'irsnss
1879, Lucce5üoi-i lN I^ e ^lonnihr, äekili. 4".)
1^ . 1082.
Zeyk von ZejkfalVll. Daniel (Präsi-
dent der siebenbürgischen Landesgerichts,
tafel, geb. auf dem Gut Pukafalva
im Nnter>Albenser Comitate am 3. Juni
1737, gest. zu Deva 3l. August i796).
Er entstammt einer alten ungarischen
Adelsfamilie, über welche die Quellen
S. 333 Näheres berichten. Ein Sohn
Moses Z e yk's aus dessen dritter Ehe mit
Christine Horv^ th , kam er im Alter
von sieben Jahren in das Collegium zu
Groß-Enyed, in welchem er durch eilf
Jahre mit Eifer den Studien oblag.
1733 trat er bei der königlichen Gerichts«
tafel in Maros-Väftrhely die gerichtliche
Praxis an. Der Tod seines Vaters
nöthigte ihn, der Mutter in der Verwal«
tung des Vermögens und Erziehung
seiner jüngeren Geschwister behilflich zu
sein. Ein Familienproceß brachte den
Zwanzigjährigen als Bevollmächtigten
der Verwandten nach Wien, wo er zwei
Jahre in dieser Angelegenheit, die er zu
siegreichem Ende ausführte, verweilte.
Nach seiner Rückkehr ins Vaterland kam
er zur damaligen Steuer-Regulirungs«
Commission, übernahm aber auch nach
dem kurz darauf erfolgten Tode seiner
Mutter die Oberaufsicht in der Erzie»
hung seiner drei minderjährigen Brüder.
Als 1760 die Kaiserin Mar ia The-
resia die ungarische Adelsgarde errich»
tete, gelangte auch Zeyk in dieselbe und
verblieb bei ihr durch fünf Jahre, worauf
er überzähliger Beischer bei der konig-
lichen Gerichtstafel wurde. Seine juridi«
schen Kenntnisse kamen ihm in diesem
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Wurmser-Zhuber, Volume 59
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Wurmser-Zhuber
- Volume
- 59
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1890
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 428
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon