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Zuccala 293 «Zucchi
DaĂź die Polen in Galizien die Bestre-
bungen Zubrzycki's, seiner Nation die
ihr gebĂĽhrende Geltung zu verschaffen,
nicht mit freundlichen Blicken betrach-
teten, ist wohl begreiflich, umsomehr kam
man ihm von russischer Seite entgegen,
und die russischen wissenschaftlichen Ver»
eine und gelehrten Gesellschaften schickten
ihm ihre Diplome, und die kaiserliche
Akademie der Wissenschaften in Sanct
Petersburg ernannte ihn zu ihrem Mit»
gliede. Obgleich in den letzten Jahren
sehr leidend und mit gebrochenen phy>
fischen Kräften, erreichte Z u b r z y c k i
doch das hohe Alter von 84 Jahren.
Die polnische Literatur im historisch'kritischen
UmriĂź (Krakau 1868. gr 8".) Bd. I l , S. 262.
— In E. M. Oettinger's „Aonttsur ä65
Datss" 42"" Uvraison ^.oĂĽr 1368. S. 37.
4. Spalte erscheint er irrig als Zubozycti
angefĂĽhrt.
Zuccalll, Giovanni (Schriftsteller,
geb. in Bergamo 19. December 1783,
gest. zu Pavia j^ nicht wie Oettinger
meldet, zu Bergamos am 8. März
1836). I n Rede Stehender, dessen
Vater Carlo Ambrogio als Privatier
in sehr günstigen Verhältnissen in Ber»
gamo lebte, wurde zu Hause durch einen
französischen Emigranten, den Grafen
de Lepine, erzogen. Als er 4801
seinen Vater durch den Tod verlor, kam
er nach Padua, wo er im OolisKio äsi
nodili ä.6 8. OooO die Grammatical»
classen und philosophischen Studien be»
endete. 18 Jahre alt, kehrte er nach
Bergamo zurĂĽck und widmete sich im
dortigen Seminar mit groĂźem Eifer dem
Studium der Theologie, Physik, Meta-
Physik und Mathematik. 1809 veroffent-
lichte er sein erstes Werk: , welches in wissenschaft-
lichen Kreisen freundliche Aufnahme fand.
Nun wurde er Professor der lateinischen
und italienischen Literatur in Padua,
1814 Präfect und Professor der Rhetorik
im OollvFlo äi Ueiats daselbst. Um
diese Zeit schrieb er die Abhandlung
„>3oF»?-H /'a?-/6 cis eo?«F»o?-)-<3«, die in der
gelehrten Welt mit groĂźem Beifall auf.
genommen wurde. 18l8 kam er als
Professor der Beredtsamkeit nach Mai.
land, wo er seine „ p^a <F/^asso", sein
am meisten geschätztes Werk herausgab.
Mit Decret Seiner Aajestät des Kaisers
Franz I. vom 16. Mai 1819 wurde er
ordentlicher Professor der Aesthetik und
italienischen Literatur an der Universität
in Pavia. AuĂźer seinen bisher genannten
Schriften sind° noch zu erwähnen: „6o-
FT-a ?a sc>^^ci//i6" und die M^>^ic.'i/)/,'
sste/z'n'" (1333), sein letztes gedrucktes
Werk. Nach 17jähriger Lehrthätigkeit au
der Universität in Pavia raffte ihn im
besten Mannesalter von 48 Jahren der
Tod dahin. Zuccala zählte zu den
Zierden der Pavianer Hochschule; seine
Vaterstadt Bergamo ehrte aber das An«
denken des Gelehrten, indem die dortige
gelehrte Gesellschaft „^tensuui" seine
von Marchesi's Meisterhand gemeiĂźelte
MarmorbĂĽste aufstellen lieĂź.
ft. Aueokia (KUlano 1328, 3".). — 6"<^7-«<5t
^oneg.62.". — Oesierreichischer Zu«
schauer oon Ebersberg (Wien. 3".) Jähr«
gang 1836. S. 390: «Aus unserer Zeit". Von
Max Schmidt.
Porträt. Dasselbe befindet sich als Titel,
bild bei oberwähnter Schrift von F. Regli.
Zlltthi, Karl Freiherr (italienischer
und k. k. General, geb. in Reggio
am 10. März 1777, gest. in Turin zu
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Zichy-Zyka, Volume 60
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Zichy-Zyka
- Volume
- 60
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1891
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 430
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon