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Zukowll 302 Zukriegl
Vnllsng der Freilieitzztrake" Wien 1866,
Waldheim, gr. 8".)', — ,Prllkti2che3 Hanil-
bnch zur CllncurZllidnung tür dir im üsterreichi-
zchen KrichLlllthe uertretenen Königreiche nnll
Mniler" (ebd. 1869, gr. 8^.). Auch war
er 1839—1845 ein fleißiger Mitarbeiter
für die von Wildner von Maithstein
herausgegebene rechtswifsenschaftlickeZeit'
schrift „Der Jurist", in welcher seine Auf»
sähe über Winkelschreiberei, über die Er-
fordernijse zur Herstellung des Beweises,
über die Echtheit einer Urkunde durch
Vergleichung der Handschriften, über den
Begriff des Ausdruckes Blutsverwandte
und .Blutsfreundschaft in den §§. 14l
und 142 der allgemeinen Gerichtsord«
nung, über das Compensationsrecht im
Concursprocefse u. m. a. enthalten
waren. Trotz feiner reichlichen Ein>
nahmen gerieth Dr. Zugfchwerdt in
pecuniäre Bedrängnisse vewickeltster Art,
die, nachdem sie nicht mehr zu verheim»
lichen waren und nach einem aufgege-
benen Vorsatze sich das Leben zu nehmen,
ihn 1838 vor die Schranken des Ge-
richtes führten und seine Verurtheilung
zu mehrjähriger Gefängnißstrafe zur
Folge hatten. Nach überstandener Frei.
heitsftrafe beschäftigte er sich mit Fach-
schriftstellerei, bis er im Alter von erst
63 Jahren starb.
Stadt.Post (Wiener polit. Blatt) I. Jahr»
gang, 16. April 1838: „Proceß wider
Dr. I. B. Zussschwerdt". — Schlesische
Zeitung (Breslau. Fol.). 1838. Nr. 172
im Feuilleton: „Wien 13. April". —Ost-
deutsche Post (Wiener polil. Blatt) 1838.
Nr. 34, unter den Tagesneuigkeiten. —
Presse (Wiener politisches' Blatt) 1857.
„Dr. Zugschwerdt". — <3eubsN7'<2uak^Hso7'«v.^ .
Vibliottisoa. Huriäick austrlllea. (Wien 1847,
8") S. 372.
Zllkowa, Johann (Bildnißmaler,
Ort und Jahr seiner Geburt unbekannt),
Zeitgenoß. Ueber diesen Künstler, wel> cher Ende der Dreißiger- und Anfang
der Vierziger»Iahre in Wien lebte und
Miniaturbildnifse malte, schweigen alle
Werke über Kunst und Künstler in
Oesterreich. Es fehlen uns alle Nach-
richten über seinen Lebens» und Bit»
dungsgang. 1839 und 1840 stellte er in
der Akademie der bildenden Künste bei
St. Anna in Wien mehrere Miniatur»
bildnifse aus, und zwar 1839 deren vier,
1840 deren drei. Er hatte in diesem
Jahre sein Atelier in Wien am Hof,
Nr. 329. Spater finden sich keine Bild-
nifse von ihm in den Wiener Ausstellun-
gen vor. Seinem Namen nach scheint er
slavischer Abkunft zu sein.
Kata loge der Iahresausstellungen in oer
t. k. Akademie "der bildenden Künste (Wien)
1839, S. 7 und 8, 1840. S. 8.
Illkriegl, Jakob (gelehrter Theo»
log, geb. zu Grosso lkowitz in
Mahren 26. Juli 1807, gest. in Tü-
bin gen 9. Juni 1876). Nach beendeten
Gymnasial- und philosophischen Studien
wendete er sich dem geistlichen Berufe zu
erhielt am 16. Juli 183! die Priester-
weihe und widmete sich der Seelsorge,
zunächst als Caplan in Laa bei Hain»
bürg, dann 1840 als solcher in Wien.
Für das Iehramt sich entscheidend,
wurde er l847 supplirender Professor
der christlichen Religionsphilosophie und
Prediger an der Universität in Wien.
Plötzlich legte er, der zu den schönsten
Hoffnungen berechtigte, sein Lehramt
nieder und nahm an Dr. Drey's Stelle
die Professur der Apologetik, theologi»
schen Encyklopädie und Philosophie an
der Universität Tübingen an, an welcher
er nahezu ein Vierteljahrhundert in er-
sprießlichster Weise bis 1874 wirkte und
nachdem er schon mehrere Semester beur»
laubt gewesen, im genannten Jahre
Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
Zichy-Zyka, Volume 60
- Title
- Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich
- Subtitle
- Zichy-Zyka
- Volume
- 60
- Author
- Constant von Wurzbach
- Publisher
- Verlag der Universitäts-Buchdruckerei von L. C. Zamarski
- Location
- Wien
- Date
- 1891
- Language
- German
- License
- PD
- Size
- 13.41 x 21.45 cm
- Pages
- 430
- Keywords
- Biographien, Lebensskizzen
- Categories
- Lexika Wurzbach-Lexikon