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Ernst Fuchs (1851-1930) - und die Weltgeltung der Wiener Ophthalmologischen Schule um 1900
Seite - 342 -
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Gabriela Schmidt-Wyklicky, Ernst Fuchs (1851-1930)342 „Es fi ndet sich nĂ€mlich in der Iris ein Capillarnetz zunĂ€chst der vorderen und ein zweites zunĂ€chst der hinteren Oberfl Ă€che [...]. Diese Netze sind in die beiden Gewebsschichten eingelagert, welche den BlutgefĂ€ssen mit ihrer Adventitia und den aufl iegenden Zellnetzen zum großen Th eile ihr dichteres GefĂŒge verdanken. Der zwischen den beiden genannten Schichten liegende mittlere Th eil der GefĂ€ssschichte zeichnet sich umgekehrt durch ein besonders lockeres GefĂŒge aus. In demselben liegt ebenfalls eine Lage radiĂ€r verlaufender GefĂ€sse, unter welchen sich nebst zahlreichen Capillaren die Arterien und Venen der Iris befi nden. Die GefĂ€sse dieser mittleren Lage haben so wie die anderen eine mĂ€chtige Adventitia, welcher ein Netz verzweigter Zellen aufl agert. Abgesehen davon aber fi ndet sich nur wenig oder selbst gar kein Stromagewebe um diese GefĂ€sse herum. In Folge dessen bestehen zwischen der Oberfl Ă€che derselben einerseits und der vorderen und hinteren dichteren Gewebslage andererseits grĂ¶ĂŸere, fast ganz leere RĂ€ume. Dieselben erscheinen an Schnitten als Spalten oder grĂ¶ĂŸere unregelmĂ€ĂŸige LĂŒcken [...], welche von Ă€ußerst zarten Fasern ĂŒberbrĂŒckt werden, denselben, von welchen schon bei der Beschreibung der Krypten die Rede war. [...] Betrachtet man einen radiĂ€ren Schnitt der Iris bei schwacher Vergrösserung [...] so sieht man also den mittleren Th eil der Iris von hellen spaltförmigen LĂŒcken durchzogen, welche bald an der vorderen, bald an der hinteren, bald an beiden Seiten der mittleren GefĂ€sse liegen. In Wirklichkeit hĂ€ngen alle diese RĂ€ume mit einander zusammen, wĂ€hrend sie am Ciliarrande der Iris in das LĂŒckensystem des Ligamentum pect. ĂŒbergehen. Es handelt sich hier nicht um wohlabgegrenzte LymphrĂ€ume, sondern nur um ein System grösserer LĂŒcken, welche mit den feineren LymphlĂŒcken des Stromas nĂ€chst der vorderen und hinteren Irisoberfl Ă€che in unmittelbarem Zusammenhange stehen. Die Krypten nĂ€chst dem kleinen Kreise, sowie auch die Oeff nungen der peripheren Iriszone fĂŒhren direkt in diese SpaltrĂ€ume hinein. Wir haben somit in der Iris ein System von grösseren spaltförmigen LĂŒcken, welches die GefĂ€sse der mittleren Lage umgiebt. Ich werde dasselbe der KĂŒrze halber hinfort als Irisspalte bezeichnen. Die Irisspalte steht einerseits mit den LymphrĂ€umen des Lig. pect. in Verbindung, andererseits mit der vorderen Kammer durch ihre pupillaren und ciliaren AusmĂŒndungen (Krypten und Oeff nungen in der Randzone).“ 1079 Über die von ihm angewandte PrĂ€parationsweise schrieb Fuchs: „Die Irisspalte durch Injection zur Ansicht zu bringen, gelang mir nur theilweise. Ich machte unter constantem Druck von 40 Mm. Quecksilber Injectionen von Berlinerblau in die vordere Kammer. Die Injectionsfl ĂŒssigkeit drang auch bei
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Ernst Fuchs (1851-1930) und die Weltgeltung der Wiener Ophthalmologischen Schule um 1900
Eine biografische Dokumentation mit ErgÀnzungen und ErlÀuterungen
Titel
Ernst Fuchs (1851-1930)
Untertitel
und die Weltgeltung der Wiener Ophthalmologischen Schule um 1900
Autor
Gabriela Schmidt-Wyklicky
Verlag
Österreichische Akademie der Wissenschaften
Ort
Wien
Datum
2021
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY 4.0
ISBN
978-3-7001-8602-1
Abmessungen
21.0 x 29.7 cm
Seiten
696
Kategorie
Biographien

Inhaltsverzeichnis

  1. Biografi sches Selbstzeugnis 19
  2. Herkunft und Ausbildung 41
  3. Professor an der UniversitĂ€t LĂŒttich/LiĂšge 1881-1885 129
  4. Die GrĂŒndung der II. UniversitĂ€ts-Augenklinik in Wien 1883 und die Berufung von Ernst Fuchs 1885 175
  5. Klinikaufbau, Lehr-und ForschungstÀtigkeit als Ordinarius an der Wiener Medizinischen FakultÀt 1885 bis 1915 219
  6. Das Lehrbuch von 1889. 18 Aufl agen in deutscher Sprache bis 1945. Übersetzungen und weltweite Verbreitung 263
  7. Die Beschreibung neuer anatomischer Strukturen und Krankheitsbilder durch Ernst Fuchs und ihre histologische Fundierung anhand seiner PrÀparatesammlung 295
  8. Die „Fuchs-Bibliothek“ 403
  9. Akademische Feiern, WĂŒrdigungen und Ehrungen zum 70. Geburtstag von Ernst Fuchs am 14. Juni 1921 415
  10. Ernst Fuchs als innovativer Ophthalmochirurg und Erfi nder neuer Instrumente 445
  11. Schwerpunkte seiner internationalen LehrtĂ€tigkeit – Itinerarium academicum in Auswahl: USA, Japan, China 473
  12. Lebensausklang, VermÀchtnis und Nachruhm 525
  13. Verzeichnis der gedruckten Arbeiten 541
  14. Helmut Wyklicky†: Ernst Fuchs und seine Zeit (bisher nicht publizierter Vortrag, Salzburg 1981) 565
  15. I Literaturverzeichnis 577
  16. II Chronologische Bibliografi e zu Ernst Fuchs 645
  17. III Verzeichnis der Abbildungen, Bildlegenden und Bildnachweis 653
  18. IV Personenregister 663
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Ernst Fuchs (1851-1930)