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Nikolaus II. Esterházy und die Kunst - Biografie eines manischen Sammlers
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Der Fürst sammelt in London Innovationen 137 37 Vgl. Griesinger 1810, S.  49ff. Daneben war London im Gegensatz zu Paris und Wien eine Stadt des Han- dels. Die Börsen, Handelshäuser und Geschäfte waren voll mit Kostbarkeiten aus aller Welt. Hier konnte man Maßschneidererzeugnisse und Wedgwoodsteingut ebenso erwerben wie Gold aus Peru, Seidenstoffe aus China, Schals aus Ostin- dien, Tee aus Ceylon und Gewürze aus Madagaskar. Obwohl London die reichste Stadt Europas war, sah man es ihr nicht an, da höfische Kultur und der Prunk der Staatsmacht im protestantischen und konstitutionellen London nur selten in Erscheinung traten. 2.1 Besuche in Königs- und Landhäusern Dennoch galt Nikolaus’ erster Besuch wieder dem Regenten. Dabei kam ihm zu- gute, dass ihm beim etwa gleichaltrigen Prince of Wales, George (IV., 1762–1830), die Popularität seines Hofkapellmeisters Haydn vorauseilte, der bei seinem Auftritt acht Jahre zuvor die Begeisterung der königlichen Familie entfacht hatte37. Nun folgte sein Dienstherr, der mit der Reinstallation Haydns einen guten Instinkt für Personelles bewiesen hatte und, wie in Paris, auf offene Türen gestoßen sein dürfte, zumal Nikolaus ja auch mit dem königlichen Prinzen Frederick Augustus aus der Romzeit freundschaftlich verbunden war. Auch vom Wesen und der Ideenwelt gab es zahlreiche Anknüpfungspunkte zwischen dem regierenden Kronprinzen und Fürst Nikolaus. George wollte die Werte des Ancien Régime durch Prunk und Präsenz seiner Herrschaft sowie die Förderung von Kunstsammlungen und Bau- projekten zu neuem Glanz erheben und seine Residenz hauptstädtischer machen. Wie Nikolaus eilte ihm schon früh der Ruf eines ausgesprochenen Verschwenders voraus. Lieblingsprojekt Georges war neben dem Ausbau der Kunstsammlungen zum Zeitpunkt des Nikolaus-Besuches der Umbau seiner riesigen Londoner Resi- Englische Gesellschaft, Federzeichnung von Joseph Fischer (1769–1822), 1803. Albertina, Wien. Landschaft mit Kriegern, in der Art Salvator Rosas, Lithografie von Joseph Fischer (1769–1822), 1803. »Dedié a Léopoldine (Fürstin Grassalkovics) le 23. Juillet 1803«. Albertina, Wien.
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Nikolaus II. Esterházy und die Kunst Biografie eines manischen Sammlers
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Nikolaus II. Esterházy und die Kunst
Untertitel
Biografie eines manischen Sammlers
Autor
Stefan Körner
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 2.0
ISBN
978-3-205-78922-2
Abmessungen
23.0 x 28.0 cm
Seiten
404
Kategorie
Kunst und Kultur
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