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Nikolaus II. Esterházy und die Kunst - Biografie eines manischen Sammlers
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Der Fürst baut eine Kulturlandschaft : Eisenstadt 165 117 So am Fölligberg, in der Landegger Au bei Pottendorf oder der Umbau des Jagdschlosses Stinkenbrunn/Steinbrunn (vgl. Körner 2008, S.  106f.). 118 Vgl. Kalamár 2004, S.  128ff., Kalamár 2010. Pläne der technischen Anlagen in : EPA, Plan- sammlung, BP561, 562. waren diese ordnenden Eingriffe in die Landschaft von Kleinbauten geschmückt, die inmitten exotischer Baumanpflanzungen entstanden. In Pottendorf wurde ein neues Jagdgebiet an der Leitha (Landecker Au) und bei Oslip die sog. Ovalremise erschlossen und damit der Kranz von Tiergärten und Jagdrevieren um Eisenstadt ergänzt. Vor allem Jägerhäuser in den von Nikolaus so intensiv erkundeten Wäldern des Leithagebirges verbanden die Nutzung von Wohngebäuden für Wildheger oder Förster mit noblen Absteigequartieren, die bei Kutschfahrten, Ausritten und Jagden von den fürstlichen Gästen besucht wurden. So waren neben dem ab Frühjahr 1808 nach Charles Moreaus Plänen errichteten Haus beim Armen- Seelen-Taferl (sog. Schöner Jäger) neue Jägerhäuser geplant117. Der fürstliche Architekt entwarf schmucklose Bauten, die durch eine ausgewogene Proportion von klaren Baukörpern bestachen und die sich stringent an den Bauideen des Re- volutionsklassizismus orientierten. Meist nutzte Moreau beim Hauptbau einen den zentralen Block durchschneidenden Querflügel und immer die Entwurf- prinzipien Durands. Als Patronatsherr und Verwalter zahlloser Wirtschafts- und Verwaltungsbauten, Poststationen, Beamtenwohnhäuser, aber auch Brücken und frühindustriellen An- lagen hatte Nikolaus II. weitere architektonische Erneuerungen und damit bauliche Akzente in der gestalteten Landschaft geplant, die jedoch nur in seltenen Fällen umgesetzt wurden. Einer der errichteten Kleinbauten war das Badhaus in Großhöflein, das über einer Heilquelle bei Eisenstadt neu entstand118 und zu den frühesten Ideen der Umgestaltung der Kulturlandschaft zählte. Knapp dreizehn Jahre nach dem Ent- wurf der Thermenanlage von Thomas de Thomon legte Moreau 1807 Fürst Niko- laus einen Plan in Form einer römischen Basilika vor, den dieser verwirklichen ließ. Demnach befanden sich seitlich des großen Saales Badekammern mit fließendem Umbauentwurf für das Jagdschloss Stinkenbrunn/ Steinbrunn, Gouache von Mathias Stam, nach einem Entwurf von Charles Moreau (1760–1840), um 1808. Ungarisches Nationalarchiv, Budapest, Familienarchiv Esterházy, Plansammlung.
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Nikolaus II. Esterházy und die Kunst Biografie eines manischen Sammlers
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Nikolaus II. Esterházy und die Kunst
Untertitel
Biografie eines manischen Sammlers
Autor
Stefan Körner
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 2.0
ISBN
978-3-205-78922-2
Abmessungen
23.0 x 28.0 cm
Seiten
404
Kategorie
Kunst und Kultur
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