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Nikolaus II. Esterházy und die Kunst - Biografie eines manischen Sammlers
Seite - 178 -
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GESTALTEN WIE EIN KÖNIG178 149 Vgl. als grundlegende Literatur zu den Samm- lungen Czére 2002 ; Czére, 2004 ; Gonda 1999 ; Garas 1999. 150 Vgl. Regèlö, Jg. 1836, 14. Januar, S.  27. 151 Vgl. ehem. EPA, GC 1803, Fasz. 1, Nr.  42 und CD 1803/2702, zit. in : Meller 1915, Quellen- teil : Nr.  67, 68. 152 Sammlungskonzept von Nikolaus II. und Joseph Fischer für die Kupferstichsammlung, 23. De- zember 1803, ehem. in : EPA, CD 1803/3806, zit. in : Meller 1915, Quellenteil : Nr.  74. 153 Aus dem gleichen Grund wurden auch alte Trägerpapiere abgelöst, um sie auf gelbbräunli- chem Karton, der aus Holland bezogen wurde, zu montieren. die Festlegung des Zeitrahmens vor. Denn er war umtriebiger, vielseitiger und spen- dabler, aber auch immer unberechenbarer Motor in dieser wichtigsten Phase seines Kunstschaffens. Von 1803 bis 1813 sollten Musik- und Festkultur ihren Höhepunkt im Lebenswerk Nikolaus’ erreichen ; die bis heute weltberühmten Sammlungen von Kupferstichen und Gemälden entstanden – wie immer in Windeseile. 4.1 Kupferstichkabinett und Gemäldesammlung149 Gerade einmal zwei Monate nach der Rückkehr aus London kaufte der Fürst die Grafiksammlung von Graf Franz Anton Novohradsky-Kolowrat (1739–1802) für sein Kupferstichkabinett150. Die Prager Sammlung wurde für 45.000 Gulden kom- plett erworben151. Sie umfasste wertvolle niederländische Zeichnungen von und aus dem Kreis um Rembrandt, war allerdings in recht schlechtem Zustand. Daher begann umgehend deren Aufarbeitung und die Zusammenführung mit den bishe- rigen Beständen der fürstlichen Grafiksammlung. Nikolaus II. hatte im Pariser Kupferstichkabinett im Louvre eine mustergültige Ordnung gesehen, die von Denon erstellt worden war und die dessen ehemaliger Mitarbeiter Joseph Fischer kannte. Daran schien er sich zu orientieren, wie die fürstlichen Instruktionen zur Neuordnung des Kupferstichkabinetts belegen. Sie zeugen von detailliertem Wissen über Stiche und Sammlungsprämissen. Dem- nach sollten die Esterházy-Stiche und Zeichnungen nach Schulen »dem Liebha- ber nützlich rangiret werden«152. Die aus der Kolowrat-Sammlung übernommenen ledernen Kassetten (Portfolio) wurden weiterbenutzt und jeweils mit Werken der Schulen und dann der einzelnen Meister befüllt. Jedes Blatt wurde aus konserva- torischen Gründen in einem beschrifteten Umschlag verwahrt153. Der am Blatt zu prägende Sammlungsstempel kennzeichnete die Kunstwerke als Teil der Samm- Holländisches Landhaus in Licht und Schatten, Federzeichnung von Rembrandt (1606–1669), 1635/36. Museum der Schönen Künste, Budapest, Grafische Sammlung (vormals Sammlung Esterházy).
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Nikolaus II. Esterházy und die Kunst Biografie eines manischen Sammlers
Entnommen aus der FWF-E-Book-Library
Titel
Nikolaus II. Esterházy und die Kunst
Untertitel
Biografie eines manischen Sammlers
Autor
Stefan Körner
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2013
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 2.0
ISBN
978-3-205-78922-2
Abmessungen
23.0 x 28.0 cm
Seiten
404
Kategorie
Kunst und Kultur
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