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Tagebuch 1938/1
gen. d. gültige Tessera) u. versaßen d. Nachmittagsstunden in d. milden Sonne dort.
Nach einer Jause gingen wir zufuß nach S. Domenico und fuhren dann in d. Stadt.
Das Eßlokal war leider sonntäglich voll u. laut u. die Nacht nachher, zwar sehr früh
begonnen, unerquicklich.81
Heut kam ein herzergreifender Brief vom Anderl. Der Abschied von d. Heimat
geht ihm sehr nahe. Er schickt uns ein kleines Gedichtchen, daß ihm eingefallen :
Und bin ich jetzt auch heimatlos,
Ich weiß doch noch was klein was groß
Was schlecht was gut, was falsch was wahr
Ich trag in mir der Bäume Maß
Wenn mich der Garten auch vergaß
Der meine Jugend war.
Abb. 66 : „Und bin ich jetzt auch heimatlos“ – Gedicht von Anderl Tietze im Tagebuch (Originalgröße: 10 x 16 cm).
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Erica Tietze-Conrat
Tagebücher, Band II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
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- Titel
- Erica Tietze-Conrat
- Untertitel
- Tagebücher
- Band
- II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
- Herausgeber
- Alexandra Caruso
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2015
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79545-2
- Abmessungen
- 17.0 x 24.0 cm
- Seiten
- 346
- Kategorie
- Biographien