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Erica Tietze-Conrat - Tagebücher, Band II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
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260 Tagebuch 1938/1 20 Bei Christine handelte es sich vermutlich um eine gemeinsame Bekannte Georg Ehrlichs und der Tietzes, möglicherweise noch aus Wiener Tagen. Es konnte jedoch nichts zu ihr ermittelt werden. 21 „Jännerpatientenreferat“  – Christoph Tietze war dabei, im obersten Stock des Familien- hauses eine eigene Arztpraxis zu installieren. Der Korrespondenz der beiden Tietzes mit Josef Floch kann man entnehmen, dass And- reas Tietze sich in den frühen 1930er-Jahren, also ungefähr zu der Zeit, als er mit seinem Universitätsstudium begann, einige Zeit in Paris aufgehalten hatte. Seinen neuen Lebens- mittelpunkt hatte Andreas Tietze in Istanbul genommen, wo er bis 1958 verblieb. 22 „Ausstellung d. 17. Jhs.“  – Waterhouse/Popham/Brackett 1938. Popham war Spezialist für italienische Kunst. Mount Royal Apartmenthaus, Oxford Street/Marble Arch, London. Vermutlich handelte es sich um Dr. Ernst Lucas, Ehemann von Lili Reifenberg. Lili war die Schwester Eva Reifenbergs (TB 1938/2, 27.7.). „Lilli later married Ernst Lucas from Mönchengladbach, ,a good Jewish man‘.“ (Morreau 2002, 40.) 23 „Ein großer H[ei]l[i]ger (r[echts] im Anconabild)“  – Lorenzo Lotto, „Study for a saint in the altar-piece in the gallery in Ancona. […] Publ. by Popham in O. M. D. XII, March 1938, p. 49“ (Tietze/Tietze-Conrat 1944, Nr. 766, 185). Vermutlich war mit „Gernsheimer“ Helmut Gernsheim, der ebenfalls in London lebende jüngere Bruder Walter Gernsheims, gemeint. Eine Verbindung zwischen Ehrlich und Hel- mut Gernsheim konnte jedoch bisher nicht belegt werden. Es handelte sich um den bedeutenden, aus Graz stammenden Drehbuchautor Carl Mayer, der unter anderem für den expressionistischen Stummfilmklassiker „Das Kabinett des Dr. Caligari“ (Deutschland 1920, gemeinsam mit Hans Janowitz [1890–1954]) sowie für meh- rere Filme Paul Czinners das Drehbuch verfasst hatte (Scholl 1994). 24 Ernst Gombrich hatte seine Dissertation zur Architektur Giulio Romanos verfasst (Wien 1933), die zweibändige Monografie zum Künstler stammt von Frederick Hartt (New Haven 1958). Zu Hartts Hilfestellung an Tietzes siehe TB 1938/1, 16.4. Herbert Read war seit 1933 Herausgeber des „Burlington Magazine“ ; als er diese Funktion 1939 niederlegte, tat er dies mit folgenden Worten „In the actual state of the war we cannot trade with the enemy, and contributions from Germany will be withheld. But there exist in this country and elsewhere in Europe and America, German and Austrian scholars who are, in the official phrase ,refugees from political persecution‘, and to these we shall continue to extend the hospitality of our pages.“ (Read 1939.) 1938 leitete Read die in den Londo- ner New Burlington Galleries abgehaltene Ausstellung „verbannter“ deutscher Kunst des 20.  Jahrhunderts. Sie war als Prostest gegen die nationalsozialistische Ausstellung „entarte- ter Kunst“ gedacht. Zu Walter Gay siehe TB 1938/1, 26.1.
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Erica Tietze-Conrat Tagebücher, Band II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
Entnommena aus FWF-E-Book-Library
Titel
Erica Tietze-Conrat
Untertitel
Tagebücher
Band
II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
Herausgeber
Alexandra Caruso
Verlag
Böhlau Verlag
Ort
Wien
Datum
2015
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 3.0
ISBN
978-3-205-79545-2
Abmessungen
17.0 x 24.0 cm
Seiten
346
Kategorie
Biographien
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