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Tagebuch 1938/1
Hauptsache ist, daß wir mit unsrer Arbeit gut weiterkommen u. Freude an ihr haben. Unsre
Arbeit macht uns kostbar. Du sollst das auch für deine Person so empfinden.“ (Brief ETC
an Andreas Tietze in Istanbul, 13.3.1938, Privatarchiv Filiz Tietze.)
64 Lambert Sustris, Venus auf dem Ruhebett, Galleria Borghese, im Anschluss an Tizians Ve-
nus von Urbino, Uffizien, Florenz (Lambert Sustris, in Thieme/Becker/Vollmer 2008, 371).
„Tizian im Skizzenbuch“
– zum italienischen Skizzenbuch Van Dycks siehe TB 1937/2, 7.7.
Sebastiano del Piombo war, so Vasari, als Schüler Giorgiones stark von dessen Malstil be-
einflusst. Mit „Raffaels Sebastianozeit“ ist möglicherweise jene Periode gemeint, als die bei-
den Künstler mit der Dekoration der Gartenloggia der Villa Farnesina in Rom beschäftigt
waren (Irlenbusch 2004, 13–16).
„Er erhielt befruchtende Anregungen von Raffael[,] wirkte aber auch auf ihn zurück. […]
Spätere Zeiten haben zwischen Bildnissen Raffaels und P.s nicht gut unterscheiden können,
und erst allmählich hat man P.s Hauptbildnisse aus dem Werk Raffaels herausschälen kön-
nen.“ (Sebastiano del Piombo, in Thieme/Becker/Vollmer 2008, 69.)
65 Die Recherchen zum Architekten Bastianelli blieben ergebnislos.
66 Museo Mussolini – siehe TB 1938/1, 11.3.
Das Gebäude des „Istituto austriaco di studi storici“ in Rom, der Vertretung des Öster-
reichischen Instituts für Geschichtsforschung, wurde 1938 nach Plänen des Architekten
Karl Holey (1879–1955) errichtet und gilt als eines der „repräsentativsten Bauwerke des
Austrofaschismus“ (Österreichisches Kulturforum Rom, Kulturjournal).
Ignaz Dengel war ab 1929 Direktor des Instituts, das er 1935 in das Österreichische Kul-
turinstitut (Forum Austriaco di Cultura Roma/Österreichisches Kulturforum Rom) über-
führte. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten verlor auch das Institut 1938
seine Eigenständigkeit ; Dengel wurde in den Ruhestand versetzt (Ignaz Dengel, in : Csen-
des 1957, 178).
67 Es handelte sich um Gabriele „Jella“ Oppenheimer, deren Wohnung im Palais vis-à-vis
der Wiener Staatsoper, Ecke Kärntner- und Walfischgasse, nur wenige Schritte von ETCs
elterlicher Wohnung gelegen war. Um die Jahrhundertwende hatte Jella Oppenheimer dort
einen bekannten Salon geleitet, in dem prominente literarische Persönlichkeiten der Zeit,
wie etwa der Dichter Hugo von Hofmannsthal (1874–1929), verkehrten. Jella Oppenheimer
war die Mutter Felix Oppenheimers, des Präsidenten des „Verbandes der Wiener Muse-
umsfreunde“. Sie entging nur knapp der Deportation ins Konzentrationslager und verstarb
zurückgezogen fast 90-jährig im April 1943 (ÖStA, AdR, BMF, VVSt, VA, Oppenheimer
Gabriele, 19.8.1854, 9096). Zu Oppenheimer siehe Rossbacher 2003 ; Lillie 2003, 799–808.
68 Accademia Nazionale di San Luca, Rom.
Stiftung Michele Lazzaroni „Lazzaroni was a famous collector, amateur and sometimes
dealer, notorious for his ,restoration‘ campaigns on the pictures that passed through his
hands. […] Lazzaroni overpainted and altered works to bring them more in line with late
19th century tastes and ideals of beauty.“ (Sotheby’s, Old Master Paintings.)
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Erica Tietze-Conrat
Tagebücher, Band II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
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- Titel
- Erica Tietze-Conrat
- Untertitel
- Tagebücher
- Band
- II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
- Herausgeber
- Alexandra Caruso
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2015
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79545-2
- Abmessungen
- 17.0 x 24.0 cm
- Seiten
- 346
- Kategorie
- Biographien