Seite - 280 - in Erica Tietze-Conrat - Tagebücher, Band II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
Bild der Seite - 280 -
Text der Seite - 280 -
280
Tagebuch 1938/1
Katalog ab, denn „As for the latter the tradition has never been entirely interruped. […]
Not only were drawings always carefully preserverd and collected, but a fairly good record
of their authors survived […]. When Mr. Berenson published his fundamental work on
Florentine drawings in 1903 his critisism had a natural and solid foundation.“ (Tietze/
Tietze-Conrat 1937b, 11.)
Berenson war offenbar nicht minder skrupulös in Fragen der Zuschreibung von Werken, als
Tietzes es gewesen sind („er besprach wohl kaum eine der Zeichnungen der Künstler von
Fra Angelico bis Sebastiano del Piombo[,] ohne auf die jeweils besonderen Schwierigkeiten
der Zuschreibung aufmerksam zu machen“) (Dilly 1990, 89).
Fern Shapley arbeitete als Assistentin Berensons in der Villa I Tatti. Sie unterstützte ihn bei
den Arbeiten zur zweiten Auflage von „The Drawings of the Florentine Painters“, die 1938
dank der finanziellen Unterstützung und der beruflichen Kontakte von Shapleys Ehemann
John erscheinen konnte (Fern Rusk Shapley, Dictionary of Art Historians).
John Shapley war seit 1929 Professor sowie Vorstand des „Departments of Art“ der Univer-
sität von Chicago. Promoviert hatte Shapley 1914 an der Wiener Universität zum Thema
„Die Mosaiken von Ravenna“ (John Shapley, Dictionary of Art Historians ; Archiv der Uni-
versität Wien, PH RA 4017 Shapley, John, 1914.06.27–1914.06.30).
95 Deutsche Arbeitsfront (DAF) – Einheitsverband von Arbeitnehmern und Arbeitgebern
während des Nationalsozialismus.
Zu Kriegbaum siehe TB 1938/1, 29.3.
96 ETCs Schwester Lili, die mit ihrer Familie Deutschland (Breslau) bereits nach 1933 verlas-
sen musste, hatte sich in Brasilien niedergelassen.
Zu G. F. Reber siehe TB 1937/1, 22.4.
Die Malerin Mathilde Purrmann hatte 1907 und 1908 sowohl an den Ausstellungen des
Pariser „Salon d’Automne“ als auch im „Salon d’Indépendants“ teilgenommen und in Paris
ihren späteren Ehemann, den Maler Hans Purrmann, kennengelernt. „Meine 1943 verstor-
bene Frau Mathilde, geb. Vollmoeller, Schwester des Schriftstellers Karl Vollmoeller, kam
durch ihren Bruder früh in Beziehung zu Schriftstellern, besonders zu Dauthendey, Stefan
George und auch zu Rilke“, so Hans Purrmann in einem Brief an die Witwe Rilkes, die
Malerin und Bildhauerin Clara Westhoff (1858–1954) (Glauert-Hesse 2001, 257).
1935 übernahm Hans Purrmann die Leitung des Künstlerhauses Villa Romana in Florenz
und stand diesem acht Jahre vor. „Spät, im Oktober 1943, tauchte ein stiller, alt gewordener
Maler als deutscher Flüchtling in der Schweiz auf, der in Florenz bis dahin den mensch-
lichen Mittelpunkt der exilierten deutschen Maler in Italien repräsentiert hatte – HANS
PURRMANN.“ (Haftmann/Berthold 1986, 132.)
Zur Villa Romana siehe auch Kuhn o. J.
Zimmermann/Posse
– 1936 sollte auf Wunsch des preußischen Staates der Kunstbesitz der
verstaatlichten Dresdner Bank versteigert werden. Anstelle des mit der Versteigerung be-
auftragten Auktionshauses sollten die Einträge im Versteigerungskatalog von den zustän-
digen Abteilungen der Museen – unter anderem auch durch die Mitarbeiter der Berliner
zurück zum
Buch Erica Tietze-Conrat - Tagebücher, Band II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)"
Erica Tietze-Conrat
Tagebücher, Band II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
Entnommena aus FWF-E-Book-Library
- Titel
- Erica Tietze-Conrat
- Untertitel
- Tagebücher
- Band
- II: Mit den Mitteln der Disziplin (1937–1938)
- Herausgeber
- Alexandra Caruso
- Verlag
- Böhlau Verlag
- Ort
- Wien
- Datum
- 2015
- Sprache
- deutsch
- Lizenz
- CC BY-NC-ND 3.0
- ISBN
- 978-3-205-79545-2
- Abmessungen
- 17.0 x 24.0 cm
- Seiten
- 346
- Kategorie
- Biographien