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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 entspricht in denÜbergangsjahreszeiten einer Verschiebung von etwa einer Woche. Die globale Erwärmung dürfte also sowohl die Saison sommerlicher, besonders niederschlagsreicher Tiefdruckgebiete als auch von Gewittern im Mittel nach vorne undhinten verlängern (Beniston, 2006; Brönnimann et al., 2018). Vor diesemHintergrund kann etwa das beispiellos früheAuftreten ex- tremerGewitterregenam16.April 2018 imRaumGrazundLeibnitz kaumals reiner Zufall betrachtet werden: schließlichwaren sowohl dieser Tag (+6,0K Abweichung zum Klimamittel) als auch der ganze Kalendermonat (+4,8K Abweichung) temperaturmäßigumetwa fünfWochender Jahreszeit voraus. GenerellistdieUntersuchungvonUnwetterrisiken,insbesonderekonvektiver Phänomene,vordemHintergrunddesKlimawandelsnocheinsehrjungesFeld, dassichgeradeerstintensiventfaltet.IndenfolgendenUnterabschnittenwerden einigeHerausforderungen fürdienächsten Jahreandiskutiert. 7.6.1 WeiterführungundAusbauvonMesssystemen Für robuste Aussagen überVeränderungen derHäufigkeit und Intensität von Wetter- und Klimaphänomenen sind lange und homogene Zeitreihen von 30Jahren undmehr nötig. Diese Voraussetzungen sind für flächige Starkre- genereignisse, die sichhinreichendgutmitWetterstationsnetzen abbilden las- sen, dank der Erhaltung und Homogenisierung langjähriger Messreihen gut erfüllt.DieweitereErhaltungundPflegedieses Stationsnetzes ist daher essen- tiell. Für eine vollständige Abbildung konvektiver Niederschläge reicht die Auf- lösung herkömmlicherWetterstationsnetze oder gegitterter Reanalyse-Daten- sätze nicht aus. Für wissenschaftliche Fragestellungen können feinmaschige Messnetze in begrenzten Zielgebieten eine Lösungmit vertretbaremKosten- aufwand sein, etwadasWegenerNet imRaumFeldbach inder Steiermark, das seit2007vomWegenerCenterderUniversitätGrazbetriebenwirdundinseiner Dichte von einer Station pro 2km2weltweit einmalig ist (Kirchengast et al., 2014).DasWegenerNetwurde vor allem für eineValidierung von zukünftigen hochauflösenden Klimamodellen, Downscaling-Verfahren und Radardaten konzipiert. Die Stationsdaten verbesserten auch das Verständnis, wie weit konvektiveNiederschlagsspitzen räumlich ausstrahlen (Schroeer et al., 2018). RadardatenvermittelneininderFlächevollständigesBildüberdasAuftreten konvektiver Niederschläge, sind allerdingsmit erheblichen quantitativenUn- sicherheitenbehaftet. IneinemalpingeprägtenLandwieÖsterreichkommtdie begrenzteReichweitederRadarstrahlennocherschwerendhinzu. International geht der Trend inRichtung eines dichterenMessnetzes kleinerer Radargeräte, die in einem kurzwelligeren Frequenzbereich operieren und nur begrenzte StarkniederschlagundHagel158 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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