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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 2014) entwickelt. Das Verfahren verwendet ein mehrdimensionales Vario- grammmodell, das zusätzlich zur räumlichen Distanz die Größe und den ÜberlappungsgradderEinzugsgebiete berücksichtigt.Gebiete amselbenFluss erhalten aufgrund desModells höhere Kriging-Gewichte als Gebiete benach- barterGewässerdie eine ähnlicheDistanz aufweisen (Laaha et al., 2013b).Die Ergebnisse einer Niederwasserschätzung fürÖsterreich (Laaha und Blöschl, 2007b; Laaha et al., 2014) zeigen, dass dasTop-KrigingVerfahren für größere Flüsse bei hoherPegelnetzdichte besonders gut geeignet ist unddort dieGüte der Regressionsschätzung übertrifft. Bei Extrapolation in höhergelegene Re- gionen (Teileinzugsgebiete und Gebiete ohne Abflussbeobachtungen) treten jedochExtrapolationsfehler auf die in einer geringerenPrädiktionsgüte resul- tierenals die einesRegressionsmodells dasdieHöhenabhängigkeit indiePrä- diktioneinbezieht. 9.3.5 RekonstruktionhistorischerNiederwasserverhältnisse Abflussreihen sind üblicherweise zu kurz umdie Niederwasserereignisse der letzten Jahre imKontextderKlimavariabilität beurteilenzukönnen.DieNied- erwasserverhältnisse einer längerenVergangenheit könnendurchRekonstruk- tionsverfahrenermitteltwerden.BeiderRekonstruktionkommendreiAnsätze zurAnwendung,dieunterschiedliche Informationsquellenverwenden. Imers- ten Ansatz werden Niederschlags- und Temperatursimulationen aus Klima- modellen verwendet um ein hydrologisches Abflussmodell anzutreiben. Auf- grundderStochastikderSimulationen istdie zeitlicheAuflösungauf etwa30– 50 Jahrebeschränkt,unddierekonstruiertenSignale sindmitdenkumulierten UnsicherheitenausKlima-undAbflussmodellbehaftet.Innerhalbderzeitlichen AggregatesindsaisonaleAussagenjedochmöglich. ImzweitenAnsatzwirdein statistischer Zusammenhang zwischenProxidatenundNiederwasserabflüssen hergestellt und zur Abflussrekonstruktion einer längeren Vergangenheit her- angezogen. FürdieNiederwasserrekonstruktionhaben sich Jahrringchronolo- gien trockenresistenter Baumarten wie die Schwarzföhre als gut geeignet er- wiesen (Karanitsch-Ackerl et al., 2017). Die Rekonstruktionen haben eine jährlicheAuflösung, saisonaleAussagen sindnurbeschränktmöglich.Die Er- stellung von Jahrringchronologien erfordert eine Reihe von Analyseschritten und Korrekturen die zu erheblichen Unsicherheiten bei der Rekonstruktion historischerEreignisse führenkönnen. ImdrittenAnsatzwerdenNiederwässer undDürrenaushistorischenAufzeichnungenrekonstruiert.DieInformationen sindzwareherqualitativerNatur,ermöglichenabereineguteEinschätzungvon Extremereignissen. BerechnungvonNiederwasserabflüssen 217 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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