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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 derschlagsveränderungen beaufschlagtwurden.Hierdurchwar esmöglich die Bandbreite realistischer Änderungen gegenüber dem Ensemble der Modell- szenarienabzustecken. Der aktuelle Stand desWissensüber die Entwicklung derNiederwässer im Projektionszeitraum2021–2050wird in der Studie »Klimawandel in derWas- serwirtschaft – Schwerpunkt Hochwasser und Dürre« für Bund und Länder (Blöschl et al., 2017) zusammengefasst. ImalpinenBereichÖsterreichs (hoch- gelegeneGebiete,Winterniederwasserregime)zeigendieSzenarienrechnungen eine deutliche Zunahme der Niederwasserabflüsse von etwa 10–25%. In den niedrigenGebietenÖsterreichs sowie imAlpenvorlandergebendieSzenarien- rechnungen differenzierte Ergebnisse. Inmanchen Einzugsgebietenwird eine leichte Zunahme prognostiziert (z.B.Mühlviertel). In anderenGebietenwird eine Abnahme der Niederwasserabflüsse von etwa 10–15% berechnet (z.B. Weinviertel, nördlichesBurgenland,Teile der Südsteiermark, Teile des nieder- österreichischenAlpenvorlands).DieAbnahmeist imSüdostenÖsterreichsam stärksten. Saisonal gesehenbetrifft dieAbnahmederNiederwasserabflüsse im Ostenalle Jahreszeiten,dieZunahme imWestenhingegennurdenWinterund dasFrühjahr. 9.4 MöglichkeitendesNiederwassermanagements ImalpinenRaumwirdNiederwasser undTrockenheit erst inden letzten Jahr- zehnten alsNaturgefahr breiter wahrgenommen.DerAlpenraumzählt zu den wasserreichstenRegionenEuropasundso ist eswenigverwunderlich,dassdie meistenalpinenGefahrenehervonzuhohenalsvonzugeringenNiederschlägen ausgehen. In einemgrößerenBetrachtungsmaßstabwird aber erkennbar, dass imalpinenBereichdieWasserressourcenfürvieleangrenzendeRegionenliegen. Der erhöhteWasserbedarf derNiederungenpflanzt sich so auf alpineGebiete fort. Im Fall internationaler Gewässer wie Donau und Rhein kommt es bei langanhaltender Trockenheit zu Nutzungskonflikten, die zwischenstaatliche RegelungenderAnrainerstaatenerfordern. Abbildung08 zeigt im Rahmen der Wasserrahmenrichtlinie der Europäi- schen Union (WFD) (EU, 2000) zwei mögliche Instrumente. Generell sind Niederwässer als Teil derWasser RessourcenManagement Systeme (WRMS) anzusehen, die innerhalbderRiverBasinManagementPläne (RBMP)angesie- delt sind. Sie definieren Instrumente zurDeckungdesBedarfswie Infrastruk- turen oder Bewirtschaftungsregeln, und können notfalls auch Restriktionen festsetzen. Reichen dieWasserressourcen in normalen, durchschnittlich wie- derkehrenden Jahren nicht aus so können Langzeitmaßnahmen zur Deckung despermanentenDefizits gesetztwerden. Niederwasser220 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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