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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 folgreicher undweniger erfolgreicher Praktiken eine Rolle. Dieser Austausch über die Landesgrenzen der Alpenländer hinweg geschieht beispielsweise in- nerhalb der Aktionsgruppe 8 der 2016 verabschiedeten europäischenmakro- regionalen Strategie für den Alpenraum (EUSALP) sowie im Rahmen der PlattformNaturgefahren PLANALPder Alpenkonvention. In beidenGruppen wirdRisikoGovernance grenzüberschreitenddiskutiert undmöglicheUmset- zungsstrategiengemeinsamerarbeitet. 13.5 HerausforderungenundHandlungsoptionen Seltene und extreme Ereignisse sowie daraus resultierendeÜberlastfälle im Sinne einesÜberschreitens von existierenden Schutzmaßnahmenwerden seit vielenJahrenimKontextvonNaturgefahren-undRisikomanagementdiskutiert. Jüngere Entwicklungen verschärfen die Dringlichkeit, für solche Fälle Lö- sungsansätze zu entwickelnundumzusetzen. ZudiesenEntwicklungen zählen zum einen die Unsicherheiten, diemit den klimatischenVeränderungen und deren Auswirkungen auf die Intensität undHäufigkeit der unterschiedlichen Gefahrenprozesse verbunden sind. Zumanderen trägt diewachsendeKonzen- trationvonWohnraum,wirtschaftlichenAktivitätenund Infrastruktureinrich- tungeninzentralenundhäufigrisikoexponiertenRäumenzueinemAnstiegder Schadensanfälligkeit bei. DesWeiterenwächst nicht zuletzt aufgrund von be- grenzten finanziellenRessourcendieNotwendigkeit, kosteneffizient zuagieren und Raumnutzungskonflikte zwischen risikoreduzierendenMaßnahmen und anderengesellschaftlichwichtigenAktivitätenzumediieren. Die jüngere Entwicklung beimUmgangmit Naturgefahrenweg von einem ausgeprägtenGefahrenfokus hin zu einem IRMwurdeobenbereits angespro- chenundeinigedamitverbundeneVorteilegenannt.ImFolgendenwerdendiese konkretisiert und einigeHandlungsoptionen genannt, die Praktiker und Ent- scheidungsträger nutzenkönnen, umsichdenheutigenundzukünftigenHer- ausforderungenzustellen. Ein entscheidender Punkt ist die explizite Berücksichtigung vonÜberlast- fällen im Risikomanagement überhaupt.Dies bedeutet, dass man neben den Maßnahmen, die zur Erreichung von festgelegten Schutzzielen durchgeführt werdenmüssen, auch für den Fall eines seltenen oder extremen Ereignisses, sprichdenÜberlastfall, vorbereitet ist.Diesheißt zumindest zuwissen,was in einem solchen Fall passieren könnte, umoptimal zu reagieren.WeitereMaß- nahmen können auf verschiedenen Ebenen erfolgen, z.B. durch Alarm-/Ein- satz- undEvakuierungsplanung, durchHandlungsanweisungen für denErnst- fall, durch raumplanerischeMaßnahmen (freie Retentionsflächen, Schutzwald aufforsten,Bauverbote, etc.)oder technischeMaßnahmenanSchutzbauwerken ÜberdasErwartetehinaus–derUmgangmitÜberlastfällen336 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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