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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 NeigungundLänge einesHangesverknüpft. Sowirderst ab einerbestimmten Hangneigungunter entsprechenderOberflächenrauigkeit eineTransportkapa- zität des abfließendenWassers erreicht,mit der ab einer gewissenHanglänge (undderdamit verbundenenFließgeschwindigkeit)Bodenmaterialmobilisiert werdenkann.Entsprechend sindHangneigungund -länge, aber auch fallweise ergänzende geomorphologischeParameter, grundsätzlicheund sensitivePara- meter derModelle zur Bodenerosionsabschätzung beziehungsweise -quantifi- zierung. 14.2.3 Boden Neben der Erosivität des Niederschlags ist bei der Bodenerosion durch flie- ßendesWasser die Erodibilität desBodens einmaßgebender Indikator für die ErosionsgefährdungeinesStandorts.DiesewirdimWesentlichenvonderTextur undder Struktur eines Bodens bestimmt.DieTextur ist hängtwiederumvom Ausgangssubstrat und den Verwitterungsbedingungen ab. Insbesondere sch- luffreicheBödenwiez.B.dielössbürtigenBödendesWeinviertelsaberauchvon Teilen desAlpenvorlandes sind besonders erosionsanfällig (Strauss undKlag- hofer, 2004). Bödenmit relativ hohemTongehalt sind aufgrund der größeren KohäsionderPartikel imBodengefügeweitaus schwerererodierbar.Nebender KorngrößenverteilungkommtderBodenstruktureinewichtigeRollebezüglich der Erodibilität zu.Diese hängt zumeinenvonderKorngrößenverteilungdes Bodens ab, zumanderen aber auch vomGehalt des organischenKohlenstoffs undderbiologischenAktivität. Insofernistsie ingewissemAusmaßauchdurch entsprechendeMaßnahmensteuerbar. 14.2.4 NutzungundManagement DieBedeckungdesBodensdurchlebendeodertoteBiomassespielteinezentrale Rolle für das Ausmaß des potentiellen Bodenabtrags einer Fläche. Sowohl le- bende (Pflanzen) als auch tote (Mulchauflage o.Ä.) Biomasse reduziert die Erosionsgefährdung,einerseitsdurchdieReduktionderkinetischenEnergiedes Niederschlags, andererseits durch die Reduktion der Geschwindigkeit des Oberflächenabflusses (Pimentel und Burgess, 2013) und die Zunahmeder In- filtrationskapazität. Entsprechend ist das Ausmaß der Bodenbedeckung und somit der Zeitpunkt auf intensiv genutzten Ackerflächen, aber, wie neuere Studien bestätigen (Alewell et al., 2015), auch auf extensiv genutzten Grün- landflächenvonbesonderer Bedeutung für die Fähigkeit eines Standortes, der Bodenerosionentgegenzuwirken (Bohner, 2012). Bodenerosion350 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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