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ExtremA 2019 - Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
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© 2020, Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co. KG, Göttingen ISBN Print: 9783847110927 – ISBN E-Lib: 9783737010924 Neben der Bodenbedeckung ist auch das landwirtschaftlicheManagement von großerWichtigkeit für den Schutz des Bodens vor Erosion. Bodenbear- beitungzuungünstigenZeiten(z.B.beizunassemBoden)undderEinsatzvon schweren Landmaschinen führen zur Bodenverdichtung und zu einer Verrin- gerungderInfiltrationskapazitätdesBodens.Mureretal.(2012)konntenzeigen, dass bereits ein beträchtlicher Teil ackerbaulich genutzter Flächen desAlpen- vorlandes von der Verdichtungsproblematik betroffen ist. ImGrünland führt vorallemViehtritt zuerhöhtenBodenverdichtungen,wasvorallemanschwere RinderrassenundhoheViehbesätzen gebunden ist (Bohner et al., 2017).Dar- überhinauswerdenAckerflächeninderRegel inLängsrichtungbewirtschaftet, während die Hangneigung meist unberücksichtigt bleibt. Dies kann zu be- günstigten,hangabwärtsgerichtetenAbflusswegenführenunderhöhtsomitden Bodenabtragbei erosivenNiederschlägen (Øygardenet al., 1997). Zusammenfassend kann gesagt werden, dass eine Landnutzungmit mög- lichst durchgehender Vegetationsdecke durch entsprechende Fruchtfolgen, Zwischenfrüchte und einembodenschonendenundkonservierendenManage- mentdieVoraussetzungenfüreineVerminderungderBodenresionsgefährdung darstellt. Dies ist umsowichtiger, als das landwirtschaftlicheManagement die nahezueinzigepraktischeMöglichkeitdarstellt,dasAusmaßderBodenerosion zubeeinflussen. 14.2.5 RäumlicheDifferenzierung ObwohlfürdieBodenerosionnichtnotwendigerweisesteileHängenötigsind, steigtdieQuantitätdeserodiertenBodenmaterialsaufAckerlanddrastischmit höhererHangneigung (Pimentel et al., 1995).Diebesonders anfälligen »Hot- spots« der Bodenerosion sind dort zu lokalisieren, wo einerseits intensive, landwirtschaftliche Nutzung an (zum Teil zu stark) geneigten Flächen mit schluffigen Böden betrieben wird und andererseits vermehrt Starknieder- schläge zu verzeichnen sind. InÖsterreich sinddies insbesondere die Stark- niederschlagsgebiete der Südoststeiermark, dasAlpenvorlandunddasnord- östlicheHügelland (Strauss, 2007). Abbildung02 gibt einenÜberblick über die regionale Verteilung der landwirtschaftlich induzierten Bodenerosions- gefährdung inÖsterreich, ermittelt durch eineAnwendungdes Erosionsmo- delsUSLE. EinflussfaktorendesErosionsgeschehens 351 Open-Access-Publikation im Sinne der CC-Lizenz BY-NC-ND 4.0
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ExtremA 2019 Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Titel
ExtremA 2019
Untertitel
Aktueller Wissensstand zu Extremereignissen alpiner Naturgefahren in Österreich
Autoren
Thomas Glade
Martin Mergili
Herausgeber
Katrin Sattler
Verlag
Vandenhoeck & Ruprecht GmbH & Co
Datum
2020
Sprache
deutsch
Lizenz
CC BY-NC-ND 4.0
ISBN
978-3-7370-1092-4
Abmessungen
15.5 x 23.2 cm
Seiten
778
Kategorie
Geographie, Land und Leute
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